In seiner Multimedia-Show LIMIT live entführt Bestsellerautor Frank Schätzing die Zuschauer direkt in den Plot seines neuen Thrillers – und reist mit ihnen in eine nahe Zukunft.
Ein Event zum Buch? Frank Schätzing hat jetzt in einem Interview verraten, was sein Publikum bei LIMIT live genau erwartet: eine multimediale Reise in eine nahe Zukunft. Selbst kein Freund klassischer Lesungen, hat der Bestsellerautor zu seinem neuen Buch LIMIT eine spannende Show konzipiert, die im Literatainment neue Maßstäbe setzt. Nur Vorleser zu sein, das reicht Frank Schätzing nicht: „Ich möchte das Publikum in eine fremde Welt entführen, auf anregende, aufregende Art.“ Um seinen Science Fiction-Thriller LIMIT (bei dem es um eine exklusive Reise zum Mond und die künftige Energievorsorgung unseres gesamten Planeten geht) auf der Bühne lebendig werden zu lassen, arbeitet er mit großer Leinwand, mit hochprofessionell produzierten, „hollywoodreif getricksten“ Filmeinspielern, mit Gags und kabarettistischen Einlagen und einem eigens für die Show angefertigten Soundtrack, der sich wie ein roter Faden durchs Programm zieht.
Wie im Kino oder auf einem Popkonzert sollen sich die Zuschauer fühlen, sich von faszinierenden Bildern begeistern lassen: „Das ZDF hat mir phantastisches Material zur Verfügung gestellt, aber auch die ESA und die Deutsche
Luft- und Raumfahrtgesellschaft DLR.“ Natürlich: Bei LIMIT live wird auch vorgelesen – schließlich ist das Buch Dreh- und Angelpunkt der Show. Doch auch wer LIMIT (noch) nicht gelesen hat, wird hingerissen sein: Das Multimedia-Konzept birgt viel Unterhaltungspotenzial, ermöglicht ein Erleben mit allen Sinnen.
Von atemberaubenden Bildern begleitet wird der charismatische Star-Autor, der für sein neues Buch jahrelang recherchierte, über Zukunftsvisionen und die Hintergründe seiner Story sprechen. Im „Future-Check“ nimmt er die Zuschauer mit auf eine filmische Reise in eine nahe Zukunft. Auch den Soundtrack zur Show hat er selbst geliefert: Musik made by Frank Schätzing. Er ist eben ein echtes Multitalent.
Frank Schätzing im Interview:
Wie kamen Sie zur Idee für Ihren neuen Roman? Oder kam die Idee zu Ihnen?
Sowohl als auch. Meist sind es die Randnotizen, an denen ich hängen bleibe, Themen,
über die noch nicht jeder spricht, die aber das Zeug zu mehr haben. So las ich Ende der
Neunziger etwas über Helium-3, ein Edelgas-Isotop, das im Mondstaub eingelagert und
nur dort zu finden ist. Das Zeug versprach alle unsere Energieprobleme zu lösen, wenn
man es nur vom Mond zur Erde schaffen könnte. Die Vorstellung, dass wir den
Trabanten künftig als Wirtschaftszone nutzen, setzte in meinem Kopf sofort einen Film
in Gang.
Haben Sie sich mit dem Mond und der bemannten Raumfahrt erst im Rahmen
Ihres Romans intensiv beschäftigt oder gab es da vorher schon ein großes
Interesse für dieses Thema?
Ich war immer schon neugierig und wollte alles verstehen, möglichst praxisnah, so dass
es Spaß macht. Richtig für Astrophysik und Raumfahrt entflammt bin ich schließlich
durch Stephen Hawkings „Kurze Geschichte der Zeit“. Sein Werk war die Initialzündung
für Bücher wie „Der Schwarm“, „Nachrichten“ und jetzt LIMIT. Ich wusste also schon
einiges, trotzdem war die Zusammenarbeit mit Physikern und Astronauten von
entscheidender Bedeutung für LIMIT. Grundsätzlich fasziniert mich am Mond, am
Universum, an der Tiefsee und an fremden Ländern, was Menschen zu allen Zeiten
fasziniert hat: die Überwindung von Grenzen, der Schritt ins Unbekannte, die
Erweiterung von Wissen, letztlich Erkenntnis.
Wie lange haben Sie an Ihrem neuen Roman gearbeitet?
Ich habe ein Jahr lang nur recherchiert und dann zwei Jahre geschrieben,
währenddessen aber weiter Recherchen betrieben. Hauptsächlich
Raumfahrttechnologie, aber auch geopolitische Zusammenhänge, Historie und Zukunft
Chinas, Energiewirtschaft und so spaßige Sachen wie Sex in der Schwerelosigkeit.
Nach so langer, intensiver Schreibarbeit ist der Schritt in die Öffentlichkeit sicher
nicht leicht. Was liegt Ihnen mehr – das Eremitendasein als Schriftsteller oder das
Rampenlicht?
Das Eremitendasein liegt mir überhaupt nicht. Ich bin gerne unter Menschen, in
bevölkerten Räumen, unter freiem Himmel, ich liebe Gesprächslärm und Musik. Schon
darum habe ich mir angewöhnt, in Cafés oder auf Reisen zu schreiben. Nur wenn ich
Zugriff auf Unterlagen brauche, die ich nicht ständig mit mir rumschleppen kann, gehe
ich ins Büro, ansonsten suche ich menschliche Nähe. Hinzu kommt, dass ich mich auf
Bühnen sauwohl fühle – je größer, desto wohler. Ich bin immer schon gerne
aufgetreten.
Mit „Der Schwarm“ haben Sie die Messlatte für Ihr neues Buch sehr hoch gelegt.
Ist das neue Buch den hohen Anforderungen gewachsen?
2004, als der „Schwarm“ auf den Markt kam, dachte ich, ich warte ein paar Wochen, bis
der Hype abgeflaut ist, und dann schreibe ich den Nachfolger. Aber aus den Wochen
wurde ein Jahr, und als ich 2005 endlich loslegen wollte, hatte sich eine gewaltige
Barriere in meinem Kopf aufgebaut. Nach einem Megaerfolg wie dem „Schwarm“ stehst
du unter Druck, ob du willst oder nicht. Ich hatte einen Berg überquert, ohne es zu
merken, jetzt sah ich einen vor mir aufragen! Ich hatte erstmals im Leben das Gefühl,
gegen mich selbst antreten zu müssen – nicht eben die ideale Ausgangsbasis, wenn du
ein neues Buch schreiben willst. Also machte ich was anderes, spielte Gitarre, schrieb
Soundtracks für Hörbücher, verfasste ein Sachbuch und wurde den Krampf im Hirn
darüber wieder los. Als ich dann mit den Recherchen zu LIMIT begann, stellte ich fest,
dass mich der „Schwarm“-Erfolg nicht länger beeindruckte. Ich hatte einfach Lust,
wieder eine Geschichte zu erzählen, und basta. Ob die was Besonderes geworden ist,
ob sie den Anforderungen standhält, müssen andere beurteilen.
Warum werden Menschen, die den „Schwarm“ mit Begeisterung gelesen haben,
auch Ihr neues Buch gut finden? Kurzum: was wird ähnlich, was wird anders
sein?
Wer LIMIT liest, reist in eine mögliche Zukunft, ins Jahr 2025, nach Shanghai, Berlin,
London und Venedig, nach Afrika und zum Mond. Es geht um Energiewirtschaft, um
den Machtpoker multinationaler Konzerne, um die Zukunft der bemannten Raumfahrt -
sehr actionreich, mit etwas mehr Humor als im „Schwarm“, und Sex gibt’s natürlich
auch – in der Schwerelosigkeit. Das könnte „Schwarm“-Lesern auch darum gefallen,
weil der Weltraum und die Tiefsee gar nicht so weit auseinander liegen. In beiden
Fällen tauchst du ein ins Unbekannte, Unerforschte, hier wie da trittst du die Reise in
dein eigenes, dunkles Selbst an. Am Grunde des Pazifiks, auf dem Mond, auf fremden
Planeten oder am Rand des Universums sucht der Mensch letztlich immer den
Menschen, will er Antworten auf die immer gleichen Fragen: Woher kommen wir, wer
sind wir, wohin gehen wir?
Ihr Buch ist im Oktober erschienen, der Rummel war riesig. Jetzt gehen Sie
jedoch nicht klassisch auf Lesereise, sondern erst Ende Februar auf Tournee.
Warum?
Um zwischendurch aufzutanken. Die letzten Monate, die ich an LIMIT gesessen habe,
waren ein Wettrennen gegen die Zeit, weil ich das Buch unbedingt zur Frankfurter
Buchmesse rausbringen wollte. Im anschließenden Medienrummel blieb keine Zeit,
auch noch Auftritte zu konzipieren, und mein Programm ist ja ein bisschen aufwändiger
als herkömmliche Lesungen. Außerdem, nach so einem Mammutprojekt wie LIMIT
muss man erst mal zu Atem kommen. Es war mir wichtig, wieder mehr Zeit mit meiner
Frau und meinen Freunden zu verbringen.
Warum wird es eine Show und keine Lesung?
Wegen der Schauwerte. Das Thema hat viel Unterhaltungspotenzial für eine
Multimedia-Show. Außerdem war ich nie ein Freund klassischer Lesungen. Es gibt tolle
Performer unter den Autoren, aber die meisten erwecken doch eher den Eindruck, als
fühlten sie sich in der Rolle des Vorlesers unwohl. Sie müssen eine Stunde an einem
Tisch sitzen, quälen sich mit ihren eigenen Texten rum, und der Zuhörer kriegt
Rückenschmerzen oder schläft ein. Ich möchte das Publikum in eine fremde Welt
entführen, auf anregende, aufregende Art.
Was sieht und erfährt der Besucher der Show, was im Buch nicht zu finden ist?
Genau darum geht es – mehr zu bieten als vorgelesene Texte. Bei LIMIT – Live arbeite
ich, wie schon bei der „Schwarm“-Tour, mit großer Leinwand, Filmeinspielern und
Musik, die sich wie ein Soundtrack durchs Programm zieht. Ich spreche über
Zukunftsvisionen, über Hintergründe der Story, es gibt kabarettistische Einlagen und ein
paar nette Gags, um LIMIT auf der Bühne lebendig werden zu lassen. Man soll sich wie
im Kino oder auf einem Popkonzert fühlen. Insbesondere die Filmeinspieler sind
hochklassig, teils hollywoodreif getrickst. Das ZDF hat mir phantastisches Material zur
Verfügung gestellt, aber auch die ESA, die Deutsche Luft- und Raumfahrtgesellschaft
DLR.
Wieviel Frank Schätzing steckt in der Produktion?
Das kreative Konzept habe ich im Alleingang entwickelt, in der technischen Umsetzung
mit Profis gearbeitet.
Man sagt, Sie produzieren auch die Musik selbst…
Stimmt, ich komponiere sie und spiele das meiste selbst ein. Hier und da assistieren im
Studio Musiker, wenn ich ein Instrument nicht beherrsche. Im „Future-Check“ etwa,
einer filmischen Reise in die nahe Zukunft, lebt die Musik stark vom Einsatz einer
Solovioline, dafür konnte ich eine tolle Geigerin gewinnen. Die Musik nimmt während
der Show dieselbe Funktion ein wie Filmmusik, sie dient als dramaturgischer Verstärker
und schafft Stimmungsbilder.
Sie wenden sich, das zeigen auch die gewählten Veranstaltungsorte, an ein
großes Publikum. Wie wollen Sie gewährleisten, dass auch in großem Rahmen
der Funke überspringt?
Das kann man nicht gewährleisten, nur versuchen. Es funktioniert umso besser, je
weniger man sich von der Größe des Veranstaltungsorts und der Vielzahl der Besucher
beeindrucken lässt. Gerade, wenn man mit Special Effects arbeitet, ist es wichtig, auf
der Bühne gelassen und authentisch zu bleiben, einfach man selbst. Ich habe die
Feststellung gemacht, dass die Größe einer Location keine Rolle spielt, wenn die
Chemie zwischen Künstler und Publikum stimmt. Man muss selbst Spaß haben an
dem, was man da tut, und diesen Spaß auf die Ränge übertragen. Dann kann sich bei
einem Riesen-Event eine intime Atmosphäre einstellen.
Bereits mit dem „Schwarm“ waren Sie auf Tournee und wurden vom Publikum
gefeiert. Welche Erfahrungen aus dieser Zeit nutzen Sie in der Vorbereitung auf
die neue Tournee? Was wird neu, anders, noch besser sein?
Beim „Schwarm“ gab es eine deutliche Trennung zwischen Film und Performance.
Solange ich auf der Bühne agierte, liefen keine Filme, wurden welche gezeigt, war von
mir nichts zu sehen. Bei LIMIT werden alle Elemente stärker ineinander verwoben,
Sound, Vision, Performance.
Frank Schätzing kommt mit seiner LIMIT Live-Tournee auch ins Rhein-Main und Rhein-Neckar Gebiet. Am 28. Februar 2010 gastiert der charmante Bestseller Autor im Rosengarten in Mannheim, am 01. März2010macht er in der Alten Oper in Frankfurt halt.
Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Weitere Infos auch unter: www.semmel.de
Quelle: Semmel Concerts Veranstaltungsservice GmbH







