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Die 09.-10. Woche im STAATSTHEATER DARMSTADT

Veröffentlicht von Susannah V. Vergau am 4. März 2010. unter Alle Artikel, Theater  Tags: Bühne, Programm, Staatstheater Darmstadt, Theater  

staatstheater darmstadt small

Freitag, 5. März 2010

Johann Strauß

Die Fledermaus

Operette in drei Akten

Großes Haus | 19.30 Uhr (ausverkauft)

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Ansgar Weigner | Bühne Dieter Richter | Kostüme Renate Schmitzer | Choreinstudierung André Weiss

Mit Maria Gessler, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Marie Smolka | Mark Adler, Markus Durst, John In Eichen, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Jean-Michel Räber, Walter Renneisen, Norbert Schmittberg, Jeffrey Treganza

Der Notar Dr. Falke will sich für einen Streich rächen, den ihm sein Freund Gabriel von Eisenstein nach einem Faschingsball gespielt hatte. Zu diesem Zwecke verleitet er den ahnungslosen Eisenstein zu einem Flirt mit einer angeblichen ungarischen Gräfen, hinter der sich – wie sich nach turbulenten Verwicklungen herausstellt –niemand anderes als Eisensteins Gattin Rosalinde verbirgt, die wiederum – wie sich ebenfalls herausstellt – ihren Gatten mit dem Gesangslehrer Alfred betrogen hat.

Dank seiner präzise gezeichneten Charaktere und vor allem dank seiner mitreißenden Musik avancierte dieses 1874 uraufgeführte, auf einer französischen Gesellschaftskomödie basierende musikalische Lustspiel zur vielleicht beliebtesten und bekanntesten Wiener Operette des 19. Jahrhunderts.

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Freitag, 5. März 2010

Johann Wolfgang von Goethe

Faust

Der Tragödie Erster Teil

Kleines Haus | 19.30 Uhr (wenige Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Hermann Schein | Bühne und Kostüme Stefan Heyne | Musik Michael Erhard

Mit Gabriele Drechsel, Liljana Elges, Anne Hoffmann, Karin Klein | Tilman Meyn, Harald Schneider, Aart Veder, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Wissenschaft und Eros: Die Verknüpfung beider Themen ist das Spezifische an der Goethe’schen Faustversion, einem Stoff aus dem 16. Jahrhundert. Faust – Der Tragödie Erster Teil zeigt einen Gelehrten in der Krise. Er greift nach allem was Wissen-schafft, doch seine Gier bleibt unbefriedigt. Der Teufel selbst verspricht schließlich, es werde ein „Verweilen“ geben, ein Ankommen und Sinn. Faust findet es in Gretchen – doch der Pakt mit Mephisto fordert seinen Tribut…

Goethes Faust wurde zum Klassiker, weil ihm damit ein Entwurf menschlichen Daseins gelang: Der Mensch im Hamsterrad seines Wollens und Strebens. Zeitlebens arbeitet er sich ab am Gegensatz von hehrer Ratio und triebhafter Schuld.

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Freitag, 5. März 2010

Johann Wolfgang von Goethe

Die Leiden des jungen Werther

Kammerspiele | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Andrea Thiesen

Mit Tino Lindenberg

Werther verliebt sich unsterblich in Lotte. Diese jedoch ist mit Albert verlobt. Werther ignoriert diesen Umstand, und auch Lotte ist nicht abweisend. Doch man ist gezwungen, vernünftig zu sein. Werthers  Empfindungen werden stärker und stärker. Zwischen Schwärmerei, Orientierungslosigkeit, Leidenschaft und Verlangen entsteht in ihm ein Idealbild Lottes, das zunehmend Besitz von seinem Seelenleben ergreift. Der Versuch, durch räumliche und zeitliche Trennung Abstand zu gewinnen, schlägt in das Gegenteil um. Bei seiner Rückkehr findet er die Vergötterte mit Albert verheiratet. Dessen ahnungslose Geradlinigkeit und offene Freundschaft lassen Werthers Situation immer unerträglicher werden. Je mehr er Lotte bedrängt, desto mehr entzieht sie sich ihm. In seiner Verzweiflung borgt sich Werther Alberts Pistolen…

Dieser „Bestseller des Sturm und Drang“ machte den jungen Goethe schlagartig berühmt und löste bei unglücklich Verliebten  eine Selbstmordwelle aus.

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Samstag, 6. März 2010

Tim Fischer singt Georg Kreislers „Gnadenlose Abrechnung“

Großes Haus | 20.30 Uhr

In der Reihe Centralstation zu Gast im Staatstheater Darmstadt präsentiert Tim Fischer einen kabarettistischen Liederabend: Gnadenlose Abrechnung von Georg Kreisler.

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Samstag, 6. März 2010

Ray Cooney

Außer Kontrolle

Farce

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Henri Hohenemser | Bühne und Kostüme Stelios Vasikaridis

Mit Jutta Eckhardt, Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Gerd K. Wölfle

London, Westminster-Hotel, Suite 648: Minister Richard Willey hat ein heimliches Stelldichein mit Jane Worthington – Sekretärin der Opposition! Und noch pikanter: Eigentlich müssten beide gerade bei der Parlamentssitzung sein. Als jedoch eine Leiche in der Suite auftaucht, gerät alles Außer Kontrolle! Willeys Assistent George Pigden wird zur Hilfe gerufen, doch damit gehen die Probleme erst los: ein Strudel aus irrwitzigen und – im wahrsten Sinne des Wortes – halsbrecherischen Versuchen, das Verhältnis vor diversen Ehepartnern, einem misstrauischen Hoteldirektor und nicht zuletzt einem häufig bewusstlosen Detektiv zu verbergen.

Mit akribischer Genauigkeit kann Ray Cooney absurd erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende bürgerliche Katastrophen konstruieren, die die Figuren in atemberaubendem Tempo von einer Notlüge in die nächste treiben.

Turbulente Verwechslungskomödie mit bissigem, britischen Humor vom Allerfeinsten: höchst vergnüglich!

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Samstag, 6. März 2010

George Tabori

Mein Kampf

Farce

Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Diana Wolf | Harald Schneider,Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

In Frau Merschmeyers Männerheim in Wien kommt um 1910 ein von der Kunstakademie abgewiesener, unscheinbarer Jüngling aus Braunau am Inn an: Adolf Hitler. Hier trifft er auf die beiden liebenswert skurrilen Juden Herzl und Lobkowitz. Der Bibelverkäufer Herzl möchte seine Memoiren schreiben: Mein Leben. Schlechter Titel, findet Freund Lobkowitz und schlägt Mein Kampf vor. Der arbeitslose Koch hält sich für Gott und vollbringt tatsächlich eine sehr besondere Schöpfung: Gemeinsam werden sie zu Hitlers Ziehvätern und nehmen sich liebevoll schützend seiner an. Von seinem Welt- und Menschenbild, über den Rat in die Politik zu gehen bis zum später berühmten Hitler-Bärtchen: Alles, was den perspektivlosen Provinzler zu einer der bekanntesten und monströsesten Gestalten des 20. Jahrhunderts machen wird, verdankt er zwei Juden – jedenfalls in der Version von George Tabori.

Mit höchst jüdischem, bisweilen bitterbösen Humor löst Tabori klare Feindbilder auf und stellt spielerisch Stereotypen in Frage.

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Sonntag, 7. März 2010

Zum letzten Mal

Giacomo Puccini

Turandot

Oper in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Großes Haus | 18 Uhr (ausverkauft)

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes |

Kostüme José-Manuel Vázquez

Mit Katrin Gerstenberger, Maria Gessler, Susanne Serfling | Markus Durst, Sven Ehrke, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk, Zurab Zurabishvili

„Wer auf diesen Gong schlägt, der sieht sie erscheinen, heller als Jade, kalt wie dies Schwert, die schöne Turandot!“ rufen die Henkersknechte. Und die Menge schreit: „Ihr Freier, ihr schönen, avanti! Avanti!“„Drei Rätsel sind es, doch eins ist der Tod! Was zögert der Mond, das bleiche Gesicht? Zeig dich am Himmel! Komm schnell herbei! Spute dich, kahler, abgeschnittener Schädel! Erschein und scheine! Zeig dich am Himmel, dürrer Freier der Toten du! Blutleer, lautlos und kahl!“ Dann aber:

John Dew inszeniert Giacomo Puccinis letzte Oper, die schauderhaft und grandios das uralte Märchen von der Rätselprinzessin erzählt, wie sie zuletzt vom klügsten der Freier überwunden wird. Puccini konnte die Komposition nicht völlig zu Ende führen; Franco Alfano, selbst Opernkomponist, hat sie für die Uraufführung 1926 komplettiert. Ein opulentes Theatererlebnis.

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Sonntag, 7. März 2010

Soli fan tutti

Kleines Haus | 11 Uhr

In der prämierten Kammermusikreihe Soli fan tutti präsentieren Mitglieder des Staatsorchesters Darmstadt und Gäste dieses Mal Werke von Mozart, Nielsen und Schubert.

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Sonntag, 7. März 2010

Lutz Hübner

Gretchen 89 ff.

Theaterkabarett

Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Inszenierung Martin Apelt

Mit Anne Hoffmann | Tino Lindenberg, Harald Schneider, Uwe Zerwer

Das Making Of von Faust! Die beispielhafte Versuchsanordnung hierzu: Faust I, die Kästchenszene, Seite 89 folgende. Gretchen (aufgelöst): „Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ – ein Klassiker! Aber wie soll man ihn bloß inszenieren? Zwischen Aschenbechern, Augentropfen, Kaffeetassen und der Holzdose „Dannemann Import Kuba“ entspinnt Lutz Hübner seine Betrachtungen über die unseligen und vor allem unzähligen Kombinationen von Regie und Schauspiel. Treffen Sie selbstverliebte Regisseure, narzisstische Diven, blutige AnfängerInnen und entnervte Spielleiter!

Daneben entschlüsselt sich ein subtiles System von Hierarchien, das zeigt: Auch im vermeintlich lockeren Theaterbetrieb regiert das Prinzip Macht. Schon Goethe wusste über die Theatermenschen zu sagen: „Es scheint, als wenn sie nichts so sehr zu erhalten suchten als das Majestätsrecht ihrer persönlichen Willkür.“

Die amüsante und facettenreiche Satire des meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatikers auf den Theaterbetrieb für alle, die schon immer einmal wissen wollten, was Schauspieler eigentlich vormittags machen und mit welchen Aussagen man den Regisseur garantiert zur Weißglut bringt.

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Sonntag, 7. März 2010

Echo hilft – Muse

Kleines Haus | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Nina Gerhard und Band spielen Stücke von Hildegard Knef, Marlene Dietrich, Shirley Bassey u.a.

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Dienstag, 9. März 2010

Hörbar

Harald Schneider liest George Tabori

17 Uhr | Kammerspiele

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Mittwoch, 10. März 2010

Theaterführung für geistig behinderte Menschen

16 Uhr | Treffpunkt Künstlereingang Hügelstraße

Reservierung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt

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Mittwoch, 10. März 2010

Offene Probe

Arthur Miller

Alle meine Söhne

Drama

19.30 Uhr | Kleines Haus

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz

Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann

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Mittwoch, 10. März 2010

BarFestspiele

Die Birnen von Ribbeck

Nach einer Erzählung von Friedrich Christian Delius

Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt

Mit Andreas Manz

Fontanes Ballade hat das Dorf Ribbeck, vierzig Kilometer vor Berlin gelegen, berühmt gemacht. Im Frühjahr 1990, nach Öffnung der Mauer, kommen Westberliner nach Ribbeck, um einen Birnbaum zu pflanzen und mit den Ribbeckern die neue deutsche Einheit zu feiern. Auf dem Volksfest mit Erbsensuppe, Freibier und Birnenschnaps aus dem Westen verschafft sich ein Ribbecker Gehör. Er erzählt die Geschichte des Dorfes, erzählt von alten und neuen Herren, vom Mütze ziehen in Kaiserzeit, Nazidiktatur und Sozialismus und nähert sich, misstrauisch und selbstbewusst auch dem ungewohnt Neuen nach der Wende. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, in denen die Einheit in den Köpfen längst nicht vollzogen ist, die Ressentiments auf beiden Seiten sich verfestigt haben und neben den mancherorts gewachsenen „blühenden Landschaften“, vielerorts der Verlust der sozialen Sicherheit zu beklagen ist, lässt Delius die Fragen, Gefühle und Gedanken der Stunde Null lebendig werden.

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Donnerstag, 11. März 2010

6. Kammerkonzert

20 Uhr | Kleines Haus

Violine Renaud Capuçon | Klavier Frank Braley | Klarinette Jörg Widmann

Werke von Béla Bartók (Kontraste), Alban Berg, Johannes Brahms und Robert Schumann (Fantasiestücke op.73)

Werke von Schuhmann, Bartók, Brahms und anderen

Das 4. Kammerkonzert widmet sich vier Komponisten, die durch ihren genuinen und ausdrucksstarken Stil zu bedeutenden Wegbereitern der Musik der vergangenen 150 Jahre wurden. Dabei spielten theoretische Ansätze genauso eine große Rolle wie persönliche Freundschaften oder die Lust, Neues auszuprobieren. 1849 machte Robert Schumann solche Experimente und schrieb eine Reihe von Bläserwerken, darunter die Fantasiestücke op. 73; die 1853 gemeinsam mit Albert Dietrich und Johannes Brahms komponierte, Frei aber einsam überschriebene Violinsonate hingegen ist ein Freundschaftswerk für den Geiger Joseph Joachim. Freundschaftliche Verbundenheit spricht auch aus den Werken Alban Bergs. So ist sein Opus 5 das erste Werk, das er seinem Lehrer Arnold Schönberg zueignete. Béla Bartók hat sich in seiner Zweiten Violinsonate sicherlich am stärksten der Musiksprache des Schönberg-Kreises angenähert. Gleichwohl steht auch hier für ihn die Einbindung ungarischer und rumänischer Volksmusik im Vordergrund, die auch sein 1938 komponiertes Trio mit dem Titel Kontraste bestimmt.

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Donnerstag, 11 März 2010

George Tabori

Mein Kampf

Farce

Kammerspiele | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Diana Wolf | Harald Schneider,Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

In Frau Merschmeyers Männerheim in Wien kommt um 1910 ein von der Kunstakademie abgewiesener, unscheinbarer Jüngling aus Braunau am Inn an: Adolf Hitler. Hier trifft er auf die beiden liebenswert skurrilen Juden Herzl und Lobkowitz. Der Bibelverkäufer Herzl möchte seine Memoiren schreiben: Mein Leben. Schlechter Titel, findet Freund Lobkowitz und schlägt Mein Kampf vor. Der arbeitslose Koch hält sich für Gott und vollbringt tatsächlich eine sehr besondere Schöpfung: Gemeinsam werden sie zu Hitlers Ziehvätern und nehmen sich liebevoll schützend seiner an. Von seinem Welt- und Menschenbild, über den Rat in die Politik zu gehen bis zum später berühmten Hitler-Bärtchen: Alles, was den perspektivlosen Provinzler zu einer der bekanntesten und monströsesten Gestalten des 20. Jahrhunderts machen wird, verdankt er zwei Juden – jedenfalls in der Version von George Tabori.

Mit höchst jüdischem, bisweilen bitterbösen Humor löst Tabori klare Feindbilder auf und stellt spielerisch Stereotypen in Frage.

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Freitag, 12. März 2010

Johann Strauß

Die Fledermaus

Operette in drei Akten

Großes Haus | 15 Uhr (ausverkauft)

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Ansgar Weigner | Bühne Dieter Richter | Kostüme Renate Schmitzer | Choreinstudierung André Weiss

Mit Maria Gessler, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Marie Smolka | Mark Adler, Markus Durst, John In Eichen, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Jean-Michel Räber, Walter Renneisen, Norbert Schmittberg, Jeffrey Treganza

Der Notar Dr. Falke will sich für einen Streich rächen, den ihm sein Freund Gabriel von Eisenstein nach einem Faschingsball gespielt hatte. Zu diesem Zwecke verleitet er den ahnungslosen Eisenstein zu einem Flirt mit einer angeblichen ungarischen Gräfen, hinter der sich – wie sich nach turbulenten Verwicklungen herausstellt –niemand anderes als Eisensteins Gattin Rosalinde verbirgt, die wiederum – wie sich ebenfalls herausstellt – ihren Gatten mit dem Gesangslehrer Alfred betrogen hat.

Dank seiner präzise gezeichneten Charaktere und vor allem dank seiner mitreißenden Musik avancierte dieses 1874 uraufgeführte, auf einer französischen Gesellschaftskomödie basierende musikalische Lustspiel zur vielleicht beliebtesten und bekanntesten Wiener Operette des 19. Jahrhunderts.

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Freitag, 12. März 2010

Ben Jonson | William Shakespeare

Volpone | Timon von Athen

Elisabethanische Variationen über das Gold

Inszenierung Michael Helle | Bühne und Kostüme Achim Römer

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Thomas Cermak, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, István Vincze, Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Zwei Stücke hintereinander an einem Abend: Die beiden Werke der Zeitgenossen Jonson und Shakespeare, thematisch verbunden zu zwei Seiten einer Medaille!

Volpone

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Der knausrige Venezianer Volpone nutzt die Habsucht seiner Mitmenschen aus, um sich selbst zu bereichern. Sein pfiffiger Diener Mosca ist ihm dabei behilflich, und eine Weile stehen die Aktien ja auch noch gut…! Jonson schrieb eine rasante Typenko-mödie, die Stefan Zweig am Vorabend der Weltwirtschaftskrise 1929 in einer eigenen Fassung ins Deutsche übertrug.

Timon von Athen

Bühne Kleines Haus | etwa 22 Uhr

Der reiche Athener Timon steht bei seinen Mitmenschen hoch im Kurs, denn er gibt sich stets hilfsbereit und spendabel – bis er mit leeren Taschen und ohne Freunde da steht… Shakespeares Sprachgewalt in einem eindringlichen Werk, über einen, der in der Abkehr vom Geld zum Menschenfeind wird.

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Freitag, 12. März 2010

Ingrid Lausund

Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner

Komödie

Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Regie Jens Poth | Bühne und Kostüme Jens Poth, Romy Schmidt

Mit Gabriele Drechsel, Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Heinz Kloss, Stefan Schuster

Das Ziel: Eine Schule für Guinea Bissau! Aber wenn fünf Schauspieler für eine anstehende Benefizveranstaltung proben, prallen nicht nur fünf völlig unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander, sondern auch die Stereotypen. Spätestens nach der Frage, wie „schwarz“ denn „schwarz genug“ ist, um „afrikanisch“ auszusehen, entspinnt sich zwischen Gutgemeintem und Schlechtgeprobtem ein absurder Eiertanz um die so genannte political correctness.

Vergnüglich, polemisch, scharfsinnig: Der Humor von Ingrid Lausund ist herrlich demaskierend. Intelligent fragt die in der zeitgenössischen Independent- und Improvisationstheaterszene hoch geschätzte Dramatikerin und Regisseurin nach der Wahrhaftigkeit solcher Spendenveranstaltungen und stellt dabei die eigenen eingefahrenen Denkweisen bloß.

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Samstag, 13. März 2010

Premiere

Richard Strauss

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik

Großes Haus | 19 Uhr (wenige Restkarten an der Abendkasse)

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung Peter Lund | Bühne und Kostüme Claudia Doderer |

Choreinstudierung André Weiss

Mit Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar, Carine Séchaye, Susanne Serfling

| Markus Durst, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Meyer, Albert Pesendorfer

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermütiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen

Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal

erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine

wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs,

vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof

usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano;

Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von

Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen,

trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat.  Einmal

erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt

habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch

die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie

und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen

in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.

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Samstag, 13 März 2010

Carl Zuckmayer

Der Hauptmann von Köpenick

Märchen

Kleines Haus | 19.30 Uhr (wenige Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Malte Kreutzfeltd | Bühne und Kostüme Nikolaus Porz

Mit Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Stefan Schuster, Aart Veder, Gerd K. Wölfle, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

In Frau Merschmeyers Männerheim in Wien kommt um 1910 ein von der Kunstakademie abgewiesener, unscheinbarer Jüngling aus Braunau am Inn an: Adolf Hitler. Hier trifft er auf die beiden liebenswert skurrilen Juden Herzl und Lobkowitz. Der Bibelverkäufer Herzl möchte seine Memoiren schreiben: Mein Leben. Schlechter Titel, findet Freund Lobkowitz und schlägt Mein Kampf vor. Der arbeitslose Koch hält sich für Gott und vollbringt tatsächlich eine sehr besondere Schöpfung: Gemeinsam werden sie zu Hitlers Ziehvätern und nehmen sich liebevoll schützend seiner an. Von seinem Welt- und Menschenbild, über den Rat in die Politik zu gehen bis zum später berühmten Hitler-Bärtchen: Alles, was den perspektivlosen Provinzler zu einer der bekanntesten und monströsesten Gestalten des 20. Jahrhunderts machen wird, verdankt er zwei Juden – jedenfalls in der Version von George Tabori.

Mit höchst jüdischem, bisweilen bitterbösen Humor löst Tabori klare Feindbilder auf und stellt spielerisch Stereotypen in Frage.

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Samstag, 13 März 2010

BarFestspiele

Welche Droge passt zu mir?

Monolog von Kai Hansel

Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger

Mit Christina Kühnreich

„Hören Sie auf, jede Nacht Möbel zu verrücken. Damit stiften Sie Verwirrung, bei Ihrem Mann, Ihrem Kind und allen Menschen, die Sie lieben.“ Hanna, Hausfrau und Mutter, hat einen viel besseren Weg aus dem Alltagfrust gefunden. Es bedarf nur der passenden Droge zur passenden Gelegenheit und jede Frau kann den Anfechtungen des Lebens elegant und souverän gegenübertreten. Drogen machen angstfrei und schlank, mutig und stark, es gilt nur, ein paar Regeln zu beachten. Mit missionarischem Sendungsbewusstsein und der ideologischen Schützenhilfe des Philosophen Seneca gibt Hanna die im Selbstversuch gemachten Erfahrungen an ihr Auditorium weiter. Zwischen Größenwahn und Schweißausbruch, Tagtraum und Atemlähmung unternimmt Hanna eine Reise an die Pforten des Paradieses. In dem Monolog des 1965 geborenen Erfolgsautors Kai Hensel bittet nun  die  Bühnenfigur Hanna, charmante Thirtysomething, zu ihrem ganz persönlichen Spiel mit dem Feuer an die Theaterbar.

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Sonntag, 14. März 2010

Neue Darmstädter Gespräche

Wenn die Bildung auf der Strecke bleibt  – Das Märchen von der Wissensgesellschaft

Kleines Haus | 11 Uhr

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Sonntag, 14. März 2010

The Magic of Movie III

Jugendkonzert

Großes Haus | 16 Uhr | Besetzung wie um 19.30 Uhr, gekürztes Programm

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Sonntag, 14. März 2010

The Magic of Movie III

Jugendkonzert

Großes Haus | 19.30 Uhr (ausverkauft)

Musikalische Leitung Wolfgang Heinzel | Moderation Juri Tetzlaff | Klavier Ofra Yitzhaki

Die Philharmonie Merck spielt Werke von Henry Mancini, John Williams, George Gershwin, Johann Strauß, Erik Satie, Leroy Anderson u.a.

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Sonntag, 14. März 2010

George Tabori

Mein Kampf

Farce

Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Diana Wolf | Harald Schneider,Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

In Frau Merschmeyers Männerheim in Wien kommt um 1910 ein von der Kunstakademie abgewiesener, unscheinbarer Jüngling aus Braunau am Inn an: Adolf Hitler. Hier trifft er auf die beiden liebenswert skurrilen Juden Herzl und Lobkowitz. Der Bibelverkäufer Herzl möchte seine Memoiren schreiben: Mein Leben. Schlechter Titel, findet Freund Lobkowitz und schlägt Mein Kampf vor. Der arbeitslose Koch hält sich für Gott und vollbringt tatsächlich eine sehr besondere Schöpfung: Gemeinsam werden sie zu Hitlers Ziehvätern und nehmen sich liebevoll schützend seiner an. Von seinem Welt- und Menschenbild, über den Rat in die Politik zu gehen bis zum später berühmten Hitler-Bärtchen: Alles, was den perspektivlosen Provinzler zu einer der bekanntesten und monströsesten Gestalten des 20. Jahrhunderts machen wird, verdankt er zwei Juden – jedenfalls in der Version von George Tabori.

Mit höchst jüdischem, bisweilen bitterbösen Humor löst Tabori klare Feindbilder auf und stellt spielerisch Stereotypen in Frage.

QUELLE & weitere INFOS : www.staatstheater-darmstadt.de

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