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Die 11.-12. Woche im STAATSTHEATER DARMSTADT

Veröffentlicht von Susannah V. Vergau am 18. März 2010. unter Alle Artikel, Bühne, Theater  Tags: Programm, Spielplan, Staatstheater Darmstadt, Theater  

staatstheater darmstadt small

Freitag, 19. März 2010

Richard Strauss

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik

Großes Haus | 19 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung Peter Lund | Bühne und Kostüme Claudia Doderer |

Choreinstudierung André Weiss

Mit Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar, Carine Séchaye, Susanne Serfling

| Markus Durst, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Albert Pesendorfer

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermütiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs, vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano; Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen, trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat.  Einmal erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.

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Freitag, 19. März 2010

Ray Cooney

Außer Kontrolle

Farce

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Henri Hohenemser | Bühne und Kostüme Stelios Vasikaridis

Mit Jutta Eckhardt, Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Gerd K. Wölfle

London, Westminster-Hotel, Suite 648: Minister Richard Willey hat ein heimliches Stelldichein mit Jane Worthington – Sekretärin der Opposition! Und noch pikanter: Eigentlich müssten beide gerade bei der Parlamentssitzung sein. Als jedoch eine Leiche in der Suite auftaucht, gerät alles Außer Kontrolle! Willeys Assistent George Pigden wird zur Hilfe gerufen, doch damit gehen die Probleme erst los: ein Strudel aus irrwitzigen und – im wahrsten Sinne des Wortes – halsbrecherischen Versuchen, das Verhältnis vor diversen Ehepartnern, einem misstrauischen Hoteldirektor und nicht zuletzt einem häufig bewusstlosen Detektiv zu verbergen.

Mit akribischer Genauigkeit kann Ray Cooney absurd erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende bürgerliche Katastrophen konstruieren, die die Figuren in atemberaubendem Tempo von einer Notlüge in die nächste treiben.

Turbulente Verwechslungskomödie mit bissigem, britischen Humor vom Allerfeinsten: höchst vergnüglich!

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Freitag, 19. März 2010

Premiere

BarFestspiele

Das kunstseidene Mädchen

Nach einem Roman von Irmgard Keun

Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Leitung Romy Schmidt | Musik Michael Erhard

Mit Diana Wolf

Sekretärin Doris hat die Nase voll von ihrem zudringlichen Chef und dem Leben mit der Schreibmaschine. Sie will ein Star werden, will nach Berlin. Dort stürzt sie sich in das pulsierende Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés. Ihre Affären mit Männern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten…

Irmgard Keun hatte mit ihrem Roman Das kunstseidene Mädchen 1932 großen Erfolg – ihr gelang das zeitgenössische Bild der modernen Frau, selbstbewusst und frech, das von dem heutiger junger Soap-Protagonistinnen nicht weit entfernt ist.

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Samstag, 20. März 2010

Premiere

Arthur Miller

Alle meine Söhne

Drama

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann

All my Sons brachte Arthur Miller (1919-2005) 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker. Seine späteren Stücke, allen voran Tod eines Handlungsreisenden, wurden zu Welterfolgen.

Jeder ist sich selbst der nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne, für die er sich einst hocharbeitete – um jeden Preis: Für den Traum von der eigenen Firma hatte er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und danach die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während dieser nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Doch als sich Sohn Chris in Ann, – Tochter des inhaftierten Sündenbocks – verliebt, beginnt die Vergangenheit Keller einzuholen. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral bricht los und demontiert gnadenlos den American Dream…

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Samstag, 20. März 2010

Johann Strauß

Die Fledermaus

Operette in drei Akten

Großes Haus | 19.30 Uhr (ausverkauft)

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Ansgar Weigner | Bühne Dieter Richter | Kostüme Renate Schmitzer | Choreinstudierung André Weiss

Mit Maria Gessler, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Marie Smolka | Mark Adler, Markus Durst, John In Eichen, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Jean-Michel Räber, Walter Renneisen, Norbert Schmittberg, Jeffrey Treganza

Der Notar Dr. Falke will sich für einen Streich rächen, den ihm sein Freund Gabriel von Eisenstein nach einem Faschingsball gespielt hatte. Zu diesem Zwecke verleitet er den ahnungslosen Eisenstein zu einem Flirt mit einer angeblichen ungarischen Gräfen, hinter der sich – wie sich nach turbulenten Verwicklungen herausstellt –niemand anderes als Eisensteins Gattin Rosalinde verbirgt, die wiederum – wie sich ebenfalls herausstellt – ihren Gatten mit dem Gesangslehrer Alfred betrogen hat.

Dank seiner präzise gezeichneten Charaktere und vor allem dank seiner mitreißenden Musik avancierte dieses 1874 uraufgeführte, auf einer französischen Gesellschaftskomödie basierende musikalische Lustspiel zur vielleicht beliebtesten und bekanntesten Wiener Operette des 19. Jahrhunderts.

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Samstag, 20. März 2010

Lutz Hübner

Gretchen 89 ff.

Theaterkabarett

Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Mit Anne Hoffmann | Tino Lindenberg, Harald Schneider, Uwe Zerwer

Das Making Of von Faust! Die beispielhafte Versuchsanordnung hierzu: Faust I, die Kästchenszene, Seite 89 folgende. Gretchen (aufgelöst): „Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ – ein Klassiker! Aber wie soll man ihn bloß inszenieren? Zwischen Aschenbechern, Augentropfen, Kaffeetassen und der Holzdose „Dannemann Import Kuba“ entspinnt Lutz Hübner seine Betrachtungen über die unseligen und vor allem unzähligen Kombinationen von Regie und Schauspiel. Treffen Sie selbstverliebte Regisseure, narzisstische Diven, blutige AnfängerInnen und entnervte Spielleiter!

Daneben entschlüsselt sich ein subtiles System von Hierarchien, das zeigt: Auch im vermeintlich lockeren Theaterbetrieb regiert das Prinzip Macht. Schon Goethe wusste über die Theatermenschen zu sagen: „Es scheint, als wenn sie nichts so sehr zu erhalten suchten als das Majestätsrecht ihrer persönlichen Willkür.“

Die amüsante und facettenreiche Satire des meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatikers auf den Theaterbetrieb für alle, die schon immer einmal wissen wollten, was Schauspieler eigentlich vormittags machen und mit welchen Aussagen man den Regisseur garantiert zur Weißglut bringt.

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Sonntag, 21. März 2010

6. Sinfoniekonzert

Werke von Nørgård, Korngold und Nielsen

Großes Haus | 11 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Musikalische Leitung Giordano Bellincampi | Violine Benjamin Schmid

Im 6. Sinfoniekonzert dieser Spielzeit wird das Staatsorchester Darmstadt unter dem Dirigat von Giordano Bellincampi Werke von Nørgård, Korngold und Nielsen spielen.

Carl Nielsens Vierte Sinfonie weist ihren Schöpfer nicht nur mit ihrem rätselhaften Titel, Das Unauslösliche, sondern auch mit der verblüffenden Paukenepisode im letzten Satz als einen der originellsten und am meisten unterschätzten Sinfoniker des 20. Jahrhunderts aus. Die Pastorale von Per Nørgårds fand Eingang in die Musik zu Gabriel Axels Film Babettes Fest. Nahtlos daran an schließt sich Korngolds sehnsuchtsvoll-nostalgisches Violinkonzert, welches in allen drei Sätzen Themen aus seinen im Exil entstandenen Filmmusiken verarbeitet.

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Sonntag, 21. März 2010

Ernst Elias Niebergall

Datterich

Lokalposse in Darmstädter Mundart

Großes Haus | 19.30 Uhr (wenige Restkarten an der Abendkasse)

Leitung Michael Quast, Heinz Balthes, José-Manuel Vázquez, Michael Erhard

Mit Altmüller, Hargefeld, Heinemann, Heist, Heist, Leithner, Mickenbecker, Sauter, Schylla, Seip, Thill | Benz, Braun, Dambmann, Dominiak, Drzisga, Hechler, Huppert, Kappelhoff, Matthes, Maurer, Mehring, Meise, Morgenroth, Neumann, Quast, Rühl, Sauter, Schulz, Seip, Wagner

Der Datterich ist ein Rentner und Pumpgenie, immer auf der Suche nach demjenigen, der ihm den nächsten Wein bezahlt. Dafür ist er großmäulig bereit, alles zu versprechen – egal ob er es auch halten kann. Dass seine Kuppeleien, Intrigen und doppelbödigen Spiele nicht dauerhaft gut gehen können, liegt auf der Hand. Und so wird der Datterich schließlich von Freunden und Bekannten verlassen und verstoßen. Aber wie es mit Originalen eben ist: kaum ist er verschwunden, wird er auch schon wieder vermisst.

Eine Produktion der Hessischen Spielgemeinschaft und des Staatstheaters Darmstadt

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Sonntag, 21. März 2010

Yasmina Reza

Der Gott des Gemetzels

Komödie

Kleines Haus | 18 Uhr

Der halbwüchsige Sohn von Annette und Alain hat dem Sohn von Veronique und Michel zwei Zähne ausgeschlagen. Beide Elternpaare sind fest entschlossen, die Sache liberal und großzügig aus der Welt zu schaffen. Wie unter zivilisierten Menschen eben. Bei Kaffee und Kuchen beraten sie, wie man die aus dem Ruder gelaufenen Kinder zu einer politisch korrekten Versöhnung bewegt …

Aus einem nahezu nichtigen Anlass entwickelt sich in dieser virtuosen Boulevardkomödie ein Desaster des Irrsinns, garniert mit einer ordentlichen Portion Zynismus und sarkastischen Seitenhieben auf unsere vermeintlich hochkultivierte Gesellschaft.

Austauschgastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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Sonntag, 21. März 2010

BarFestspiele

Die Birnen von Ribbeck

Nach einer Erzählung von Friedrich Christian Delius

Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Romy Schmidt

Mit Andreas Manz

Fontanes Ballade hat das Dorf Ribbeck, vierzig Kilometer vor Berlin gelegen, berühmt gemacht. Im Frühjahr 1990, nach Öffnung der Mauer, kommen Westberliner nach Ribbeck, um einen Birnbaum zu pflanzen und mit den Ribbeckern die neue deutsche Einheit zu feiern. Auf dem Volksfest mit Erbsensuppe, Freibier und Birnenschnaps aus dem Westen verschafft sich ein Ribbecker Gehör. Er erzählt die Geschichte des Dorfes, erzählt von alten und neuen Herren, vom Mütze ziehen in Kaiserzeit, Nazidiktatur und Sozialismus und nähert sich, misstrauisch und selbstbewusst auch dem ungewohnt Neuen nach der Wende. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, in denen die Einheit in den Köpfen längst nicht vollzogen ist, die Ressentiments auf beiden Seiten sich verfestigt haben und neben den mancherorts gewachsenen „blühenden Landschaften“, vielerorts der Verlust der sozialen Sicherheit zu beklagen ist, lässt Delius die Fragen, Gefühle und Gedanken der Stunde Null lebendig werden.

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Montag, 22. März 2010

6. Sinfoniekonzert

Werke von Nørgård, Korngold und Nielsen

Großes Haus | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Musikalische Leitung Giordano Bellincampi | Violine Benjamin Schmid

Im 6. Sinfoniekonzert dieser Spielzeit wird das Staatsorchester Darmstadt unter dem Dirigat von Giordano Bellincampi Werke von Nørgård, Korngold und Nielsen spielen.

Carl Nielsens Vierte Sinfonie weist ihren Schöpfer nicht nur mit ihrem rätselhaften Titel, Das Unauslösliche, sondern auch mit der verblüffenden Paukenepisode im letzten Satz als einen der originellsten und am meisten unterschätzten Sinfoniker des 20. Jahrhunderts aus. Die Pastorale von Per Nørgårds fand Eingang in die Musik zu Gabriel Axels Film Babettes Fest. Nahtlos daran an schließt sich Korngolds sehnsuchtsvoll-nostalgisches Violinkonzert, welches in allen drei Sätzen Themen aus seinen im Exil entstandenen Filmmusiken verarbeitet.

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Montag, 22. März 2010

William Shakespeare

Romeo and Juliet

Gastspiel der American Drama Group

Kleines Haus | 16 (wenige Restkarten an der Abendkasse)und 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Die American Drama Group Europa gastiert mit Romeo and Juliet von William Shakespeare in englischer Sprache am Staatstheater Darmstadt. Das Drama um das berühmteste Liebespaar der Weltliteratur ist am Montag, den 22. März, gleich zwei Mal zu sehen.

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Dienstag, 23. März 2010

Theaterführung

18 Uhr | Treffpunkt Künstlereingang Hügelstraße (ausverkauft)

Reservierung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt

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Mittwoch, 24. März 2010

Carl Orff

Gisei – Das Opfer | De temporum fine comoedia

Musikdrama | Spiel vom Ende der Zeit

Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yun Jeong Cho, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Gundula Schulte, Susanne Serfling, Anja Vincken | Andreas Daum, Sven Ehrke, Malte Godglück, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Im Hause des Lehrers Genzo werden die Kinder des Dorfes unterrichtet. Chiyo bringt einen neuen Schüler, ihren Sohn Kotaro. Genzo bemerkt sogleich die erstaunliche Ähnlichkeit Kotaros mit seinem eigenen Sohn Kwan Shusai, der in Wahrheit allerdings der an Kindes statt angenommene Sohn des ermordeten früheren Kanzlers Michizane ist. Die Gefolgsleute des neuen Machthabers Tokihira, die die Wahrheit in Erfahrung gebracht haben, verlangen den Kopf Kwan Shusais. Scheinbar gehorsam übergibt Genzo ihnen einen abgeschlagenen Kopf.

Dem 1913 entstandenen ersten Bühnenwerk Orffs, Gisei – Das Opfer, wird das letzte, De temporum fine comoedia, aus dem Jahr 1973 gegenübergestellt. Der zweiteilige Abend vereint das japanische Historienspiel, das in der Inszenierung John Dews zur posthumen Uraufführung gelangt, somit mit einem Endspiel aus unseren Tagen, in dem wie in Gisei die Frage von Schuld und Sühne thematisiert wird, allerdings nicht an einem Einzelschicksal, sondern erweitert auf die Perspektive der gesamten Menschheit.

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Mittwoch, 24. März 2010

Das kunstseidene Mädchen

Nach einem Roman von Irmgard Keun

Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Leitung Romy Schmidt | Musik Michael Erhard

Mit Diana Wolf

Sekretärin Doris hat die Nase voll von ihrem zudringlichen Chef und dem Leben mit der Schreibmaschine. Sie will ein Star werden, will nach Berlin. Dort stürzt sie sich in das pulsierende Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés. Ihre Affären mit Männern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten…

Irmgard Keun hatte mit ihrem Roman Das kunstseidene Mädchen 1932 großen Erfolg – ihr gelang das zeitgenössische Bild der modernen Frau, selbstbewusst und frech, das von dem heutiger junger Soap-Protagonistinnen nicht weit entfernt ist.

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Donnerstag, 25. März 2010

Theaterspielplatz

Impro – total! Ein Improvisationstheater-Nachmittag | ab 7 Jahren

Foyer des Großen Hauses | 16 Uhr

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Donnerstag, 25. März 2010

Yasmina Reza

Der Gott des Gemetzels

Komödie

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Der halbwüchsige Sohn von Annette und Alain hat dem Sohn von Veronique und Michel zwei Zähne ausgeschlagen. Beide Elternpaare sind fest entschlossen, die Sache liberal und großzügig aus der Welt zu schaffen. Wie unter zivilisierten Menschen eben. Bei Kaffee und Kuchen beraten sie, wie man die aus dem Ruder gelaufenen Kinder zu einer politisch korrekten Versöhnung bewegt …

Aus einem nahezu nichtigen Anlass entwickelt sich in dieser virtuosen Boulevardkomödie ein Desaster des Irrsinns, garniert mit einer ordentlichen Portion Zynismus und sarkastischen Seitenhieben auf unsere vermeintlich hochkultivierte Gesellschaft.

Austauschgastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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Freitag, 26. März 2010

Ralph Benatzky

Im Weißen Rössl

Singspiel in drei Akten

Großes Haus | 19.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Leitung Christoph Stiller/Wolfgang Wengenroth, Ansgar Weigner, Torsten Gaßner, Matthias Müller, Renate Schmitzer, Christof Hilmer

Mit Annett Arnold, Simone Brähler, Annette Luig, Merit Ostermann, Marie Smolka, Petra Urban | Mark Adler, Zygmunt Apostol, Erik Biegel, Thomas Braun, Sven Ehrke, Jochen Elbert, Klaus Krückemeyer, Giorge Martin, Jürgen Rust,

Wolfgang Vater, Axel Wagner

Zahlkellner Leopold, der im Traditionsgasthof Weißes Rössl am Wolfgangssee auch im größten Trubel stets den Überblick behält, ist verliebt in seine Chefin, die wiederum dem Stammgast Dr. Siedler zugetan zu sein scheint. Bis Leopold und Josepha dennoch ein Paar werden können, sind etliche Eifersuchtsszenen und Missverständnisse auszustehen, und auch die Auseinandersetzung zwischen dem Berliner Fabrikanten Wilhelm Giesecke und seinem Konkurrenten Sigismund Sülzheimer sowie der Besuch des Kaisers halten die Beteiligten gehörig in Atem. Benatzky hat mit seiner Revue-Operette ein Meisterwerk der gutgelaunten, gehobenen Unterhaltung geschaffen. Komik, Nostalgie und Lebensfreude geben sich ein Stelldichein. Melodien wie Die ganze Welt ist himmelblau, Was kann der Sigismund dafür oder nicht zuletzt die schmissige Titelmelodie sind längst zu Evergreens geworden.

Austauschgastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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Freitag, 26. März 2010

Arthur Miller

Alle meine Söhne

Drama

Kleines Haus | 19.30 Uhr (wenige Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann

All my Sons brachte Arthur Miller (1919-2005) 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker. Seine späteren Stücke, allen voran Tod eines Handlungsreisenden, wurden zu Welterfolgen.

Jeder ist sich selbst der nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne, für die er sich einst hocharbeitete – um jeden Preis: Für den Traum von der eigenen Firma hatte er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und danach die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während dieser nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Doch als sich Sohn Chris in Ann, – Tochter des inhaftierten Sündenbocks – verliebt, beginnt die Vergangenheit Keller einzuholen. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral bricht los und demontiert gnadenlos den American Dream…

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Freitag, 26. März

Premiere

Edward Bond

Männergesellschaft

Kammerspiele | 20 Uhr

Geschickt hat Oldfield senior die feindliche Übernahme seiner Waffenfirma durch den Industriellen Hammond abgewendet. Nun hält er 80% der Anteile somit könnte sich Firmenerbe und Adoptivsohn Leonard entspannt zurücklehnen. Hätte diesen nur nicht der Ehrgeiz gepackt! Als er die Möglichkeit zum bislang verweigerten beruflichen Aufstieg sieht, paktiert er kurzerhand heimlich mit den Konkurrenten. Beim Pokern um Ämter und dem Schmieden von Allianzen ist jedem jedes Mittel recht. So steht im undurchsichtigen Netz der Hierarchien, Interessen und Intrigen bald die eigene Integrität zum Verkauf. Doch Habgier ist eine Todsünde. Und in der Tat werden nicht alle Mitglieder dieser Männergesellschaft ihren Egoismus überleben…

In Männergesellschaft beschreibt Edward Bond parabelartig und auf spannende Weise eine Familiengeschichte, in der menschliche Beziehungen zu Vertragsgeschäften werden. „Ich glaube, dass es keinen guten Stückeschreiber gibt, der an moralischen Fragen unbeteiligt bleiben kann“ resümiert der Brite, der die internationale Theaterlandschaft seit über 40 Jahren mit seinen vielfältigen, aber immer zeitkritischen Werken versorgt.

Inszenierung Sibylle Broll-Pape | Bühne und Kostüme Trixy Royeck

Mit Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Harald Schneider, István Vincze, Uwe Zerwer

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Samstag, 27. März 2010

Richard Strauss

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik

Großes Haus | 19 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung Peter Lund | Bühne und Kostüme Claudia Doderer |

Choreinstudierung André Weiss

Mit Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar, Carine Séchaye, Susanne Serfling

| Markus Durst, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Albert Pesendorfer

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermütiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs, vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano; Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen, trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat.  Einmal erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.

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Samstag, 27. März 2010

The Black Rider

Musical von Robert Wilson, Tom Waits, William S. Burroughs

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung, Bühne und Kostüme Andrej Woron | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit Virginia Goldmann, Iris Melamed, Maika Troscheit, Diana Wolf | Stefan Schuster, Hubert Schlemmer, Aart Veder,
Tom Wild, Gerd K. Wölfle, Klaus Ziemann und Band

Unheil liegt in der Luft. Käthchen gehorcht in Liebesdingen ihrem Herzen. Auserkoren als Bräutigam hat sie sich den Schreiber Wilhelm. Doch von einer düsteren Vorahnung kann sie sich nicht befreien. Nach einem alten Brauch muss, wen die Försterstochter heiratet, die Ehe mit einem erfolgreichen Probeschuss besiegeln. Ungeschickter als Wilhelm im Umgang mit dem Gewehr kann man jedoch kaum sein. Da hätte der vom Vater als Schwiegersohn auserkorene Robert weit bessere Aussichten. Als Wilhelm sich dennoch plötzlich zum treffsicheren Schützen und begeisterten Jäger wandelt, scheint es, als habe der Teufel seine Hände im Spiel. Schaurig und schön, dämonisch und schräg, diabolisch und betörend ist die moderne Fassung der Volksbuchsage vom Freischütz, mit der Carl Maria von Weber einst die Romantik für die Oper entdeckte.

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Samstag, 27. März 2010

BarFestspiele

Welche Droge passt zu mir?

Monolog von Kai Hansel

Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger

Mit Christina Kühnreich

„Hören Sie auf, jede Nacht Möbel zu verrücken. Damit stiften Sie Verwirrung, bei Ihrem Mann, Ihrem Kind und allen Menschen, die Sie lieben.“ Hanna, Hausfrau und Mutter, hat einen viel besseren Weg aus dem Alltagfrust gefunden. Es bedarf nur der passenden Droge zur passenden Gelegenheit und jede Frau kann den Anfechtungen des Lebens elegant und souverän gegenübertreten. Drogen machen angstfrei und schlank, mutig und stark, es gilt nur, ein paar Regeln zu beachten. Mit missionarischem Sendungsbewusstsein und der ideologischen Schützenhilfe des Philosophen Seneca gibt Hanna die im Selbstversuch gemachten Erfahrungen an ihr Auditorium weiter. Zwischen Größenwahn und Schweißausbruch, Tagtraum und Atemlähmung unternimmt Hanna eine Reise an die Pforten des Paradieses. In dem Monolog des 1965 geborenen Erfolgsautors Kai Hensel bittet nun  die  Bühnenfigur Hanna, charmante Thirtysomething, zu ihrem ganz persönlichen Spiel mit dem Feuer an die Theaterbar.

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Samstag, 27. März 2010

Läd naid sürpries

Bar der Kammerspiele | 23 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Nächtliches Überraschungsprogramm mit anschließender Party.

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Sonntag, 28. März 2010

Wiederaufnahme

Richard Wagner

Parsifal

Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen

Großes Haus | 16 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez

Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Niina Keitel, (Vierter Knappe), Aki Hashimoto, Margaret Rose Koenn, Susanne Serfling, Anja Vincken, Niina Keitel, Charlotte Quadt, Elisabeth Hornung | Tito You, John In Eichen / Thomas Mehnert, Dimitry Ivashchenko, Norbert Schmittberg, Andreas Daum, Sven Ehrke, Markus Durst, Jeffrey Treganza

Parsifal, der „reine Tor“, hat einen langen Weg vor sich, bis er seine wahre Berufung erkennt. Erst nach vielen Lehrjahren findet er das Gralsgebiet wieder, das er schon einmal unwissend besucht hatte, wird durch Kundrys Liebeskuss hellsichtig und vollbringt mit Hilfe des heiligen Speers die Erlösungstat, den „Karfreitagszauber“. Der Gralsorden ist gerettet. Im freien dichterischen Umgang mit Motiven aus allen möglichen Sagen und Legenden, Elementen aus christlicher und buddhistischer Religion sowie Schopenhauers Ideenwelt schuf Richard Wagner mit seinem Parsifal eine ganz eigene mythologische Welt. Die Angst vor einer die gesamte Menschheit bedrohenden Katastrophe und der ständige Wunsch nach Erlösung begleiteten Wagner jahrzehntelang; in diesem Zusammenhang kann Parsifal als die positive Version von Tristan und Isolde oder des Rings gelesen werden, thematische und musikalische Querbezüge finden sich auch insbesondere zum Lohengrin. Fast so mythisch wie der Inhalt des „Bühnenweihfestspiels“ Parsifal erscheint auch dessen Rezeptionsgeschichte. Wagner starb ein halbes Jahr nach der Uraufführung, die während der zweiten Bayreuther Festspiele am 26. Juli 1882 stattfand, trug aber selbst noch zur Glorifizierung seines letzten Bühnenwerkes bei, indem er für dreißig Jahre Aufführungen ausschließlich Bayreuth vorbehielt

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Sonntag, 28. März 2010

Ben Jonson | William Shakespeare

Volpone | Timon von Athen

Elisabethanische Variationen über das Gold

Inszenierung Michael Helle | Bühne und Kostüme Achim Römer

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Thomas Cermak, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, István Vincze, Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Zwei Stücke hintereinander an einem Abend: Die beiden Werke der Zeitgenossen Jonson und Shakespeare, thematisch verbunden zu zwei Seiten einer Medaille!

Volpone

Kleines Haus | 16 Uhr

Der knausrige Venezianer Volpone nutzt die Habsucht seiner Mitmenschen aus, um sich selbst zu bereichern. Sein pfiffiger Diener Mosca ist ihm dabei behilflich, und eine Weile stehen die Aktien ja auch noch gut…! Jonson schrieb eine rasante Typenkomödie, die Stefan Zweig am Vorabend der Weltwirtschaftskrise 1929 in einer eigenen Fassung ins Deutsche übertrug.

Timon von Athen

Bühne Kleines Haus | etwa 18.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Der reiche Athener Timon steht bei seinen Mitmenschen hoch im Kurs, denn er gibt sich stets hilfsbereit und spendabel – bis er mit leeren Taschen und ohne Freunde da steht… Shakespeares Sprachgewalt in einem eindringlichen Werk, über einen, der in der Abkehr vom Geld zum Menschenfeind wird.

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Sonntag, 28. März 2010

Ingrid Lausund

Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner

Komödie

Kammerspiele | 20 Uhr (wenige Restkarten an der Abendkasse)

Regie Jens Poth | Bühne und Kostüme Jens Poth, Romy Schmidt

Mit Gabriele Drechsel, Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Heinz Kloss, Stefan Schuster

Das Ziel: Eine Schule für Guinea Bissau! Aber wenn fünf Schauspieler für eine anstehende Benefizveranstaltung proben, prallen nicht nur fünf völlig unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander, sondern auch die Stereotypen. Spätestens nach der Frage, wie „schwarz“ denn „schwarz genug“ ist, um „afrikanisch“ auszusehen, entspinnt sich zwischen Gutgemeintem und Schlechtgeprobtem ein absurder Eiertanz um die so genannte political correctness.

Vergnüglich, polemisch, scharfsinnig: Der Humor von Ingrid Lausund ist herrlich demaskierend. Intelligent fragt die in der zeitgenössischen Independent- und Improvisationstheaterszene hoch geschätzte Dramatikerin und Regisseurin nach der Wahrhaftigkeit solcher Spendenveranstaltungen und stellt dabei die eigenen eingefahrenen Denkweisen bloß.

QUELLE & weitere INFOS : www.staatstheater-darmstadt.de

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