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Die 13.-14. Woche im STAATSTHEATER DARMSTADT

Veröffentlicht von Susannah V. Vergau am 2. April 2010. unter Alle Artikel, Bühne, Staatstheater Darmstadt, Theater  Tags: Konzert, Programm, Spielplan, Staatstheater Darmstadt, Theater, Woche  

staatstheater darmstadt small

Freitag, 2. April 2010

Richard Wagner
Parsifal
Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen
Großes Haus | 15 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Niina Keitel, Aki Hashimoto, Margaret Rose Koenn, Susanne Serfling, Anja Vincken, Niina Keitel, Charlotte Quadt, Elisabeth Hornung | Tito You, John In Eichen / Thomas Mehnert, Dimitry Ivashchenko, Norbert Schmittberg, Andreas Daum, Sven Ehrke, Markus Durst, Jeffrey Treganza

Parsifal, der „reine Tor“, hat einen langen Weg vor sich, bis er seine wahre Berufung erkennt. Erst nach vielen Lehrjahren findet er das Gralsgebiet wieder, das er schon einmal unwissend besucht hatte, wird durch Kundrys Liebeskuss hellsichtig und vollbringt mit Hilfe des heiligen Speers die Erlösungstat, den „Karfreitagszauber“. Der Gralsorden ist gerettet. Im freien dichterischen Umgang mit Motiven aus allen möglichen Sagen und Legenden, Elementen aus christlicher und buddhistischer Religion sowie Schopenhauers Ideenwelt schuf Richard Wagner mit seinem Parsifal eine ganz eigene mythologische Welt. Die Angst vor einer die gesamte Menschheit bedrohenden Katastrophe und der ständige Wunsch nach Erlösung begleiteten Wagner jahrzehntelang; in diesem Zusammenhang kann Parsifal als die positive Version von Tristan und Isolde oder des Rings gelesen werden, thematische und musikalische Querbezüge finden sich auch insbesondere zum Lohengrin. Fast so mythisch wie der Inhalt des „Bühnenweihfestspiels“ Parsifal erscheint auch dessen Rezeptionsgeschichte. Wagner starb ein halbes Jahr nach der Uraufführung, die während der zweiten Bayreuther Festspiele am 26. Juli 1882 stattfand, trug aber selbst noch zur Glorifizierung seines letzten Bühnenwerkes bei, indem er für dreißig Jahre Aufführungen ausschließlich Bayreuth vorbehielt.

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Freitag, 2. April 2010

Johann Wolfgang von Goethe
Die Leiden des jungen Werther
Kammerspiele | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Andrea Thiesen

Mit Tino Lindenberg

Werther verliebt sich unsterblich in Lotte. Diese jedoch ist mit Albert verlobt. Werther ignoriert diesen Umstand, und auch Lotte ist nicht abweisend. Doch man ist gezwungen, vernünftig zu sein. Werthers Empfindungen werden stärker und stärker. Zwischen Schwärmerei, Orientierungslosigkeit, Leidenschaft und Verlangen entsteht in ihm ein Idealbild Lottes, das zunehmend Besitz von seinem Seelenleben ergreift. Der Versuch, durch räumliche und zeitliche Trennung Abstand zu gewinnen, schlägt in das Gegenteil um. Bei seiner Rückkehr findet er die Vergötterte mit Albert verheiratet. Dessen ahnungslose Geradlinigkeit und offene Freundschaft lassen Werthers Situation immer unerträglicher werden. Je mehr er Lotte bedrängt, desto mehr entzieht sie sich ihm. In seiner Verzweiflung borgt sich Werther Alberts Pistolen…
Dieser „Bestseller des Sturm und Drang“ machte den jungen Goethe schlagartig berühmt und löste bei unglücklich Verliebten eine Selbstmordwelle aus.

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Samstag, 3. April 2010

tutti pro
Großes Haus | 20 Uhr

Zum zweiten Mal hat das Staatsorchester Darmstadt eine Orchesterpatenschaft im Rahmen des von den Jeunesses Musicales Deutschland und der Deutschen Orchestervereinigung begründeten Programms „tutti pro“ übernommen. Neues Patenorchester ist das Musikschulorchester der Akademie für Tonkunst Darmstadt. Im Konzert bestreiten beide Orchester je einen Programmpunkt alleine und spielen zum Abschluss ein gemeinsames Stück.

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Samstag, 3. April 2010

Johann Wolfgang von Goethe
Faust
Der Tragödie Erster Teil
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Hermann Schein | Bühne und Kostüme Stefan Heyne | Musik Michael Erhard
Mit Gabriele Drechsel, Liljana Elges, Anne Hoffmann, Karin Klein | Tilman Meyn, Harald Schneider, Aart Veder, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Wissenschaft und Eros: Die Verknüpfung beider Themen ist das Spezifische an der Goethe’schen Faustversion, einem Stoff aus dem 16. Jahrhundert. Faust – Der Tragödie Erster Teil zeigt einen Gelehrten in der Krise. Er greift nach allem was Wissen-schafft, doch seine Gier bleibt unbefriedigt. Der Teufel selbst verspricht schließlich, es werde ein „Verweilen“ geben, ein Ankommen und Sinn. Faust findet es in Gretchen – doch der Pakt mit Mephisto fordert seinen Tribut…
Goethes Faust wurde zum Klassiker, weil ihm damit ein Entwurf menschlichen Daseins gelang: Der Mensch im Hamsterrad seines Wollens und Strebens. Zeitlebens arbeitet er sich ab am Gegensatz von hehrer Ratio und triebhafter Schuld.

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Samstag, 3. April 2010

Zu Gast bei…
Tanzdirektorin Mei Hong Lin lädt in die Kammerspiele ein
Kammerspiele | 20 Uhr

Nach der ersten erfolgreichen Veranstaltung dieser Reihe findet nun die Fortsetzung statt: dieses Mal ist der Choreograph Jochen Ulrich zu Gast bei Tanzdirektorin Mei Hong Lin. Ulrichs aktuelle Produktion Ein Engel Leonore wird, im Rahmen der Kooperation mit dem Landestheater Linz, am 17. April in Darmstadt Premiere haben. Aus diesem Anlass bittet Mei Hong Lin Ballettdirektor Jochen Ulrich ihr Gast zu sein, um mit ihm über sein Kunstverständnis und sein vielseitiges Schaffen zu reden.

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Sonntag, 4. April 2010

Carl Orff
Gisei – Das Opfer | De temporum fine comoedia
Musikdrama | Spiel vom Ende der Zeit
Großes Haus | 18 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yun Jeong Cho, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Gundula Schulte, Susanne Serfling, Anja Vincken | Andreas Daum, Sven Ehrke, Malte Godglück, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Im Hause des Lehrers Genzo werden die Kinder des Dorfes unterrichtet. Chiyo bringt einen neuen Schüler, ihren Sohn Kotaro. Genzo bemerkt sogleich die erstaunliche Ähnlichkeit Kotaros mit seinem eigenen Sohn Kwan Shusai, der in Wahrheit allerdings der an Kindes statt angenommene Sohn des ermordeten früheren Kanzlers Michizane ist. Die Gefolgsleute des neuen Machthabers Tokihira, die die Wahrheit in Erfahrung gebracht haben, verlangen den Kopf Kwan Shusais. Scheinbar gehorsam übergibt Genzo ihnen einen abgeschlagenen Kopf.
Dem 1913 entstandenen ersten Bühnenwerk Orffs, Gisei – Das Opfer, wird das letzte, De temporum fine comoedia, aus dem Jahr 1973 gegenübergestellt. Der zweiteilige Abend vereint das japanische Historienspiel, das in der Inszenierung John Dews zur posthumen Uraufführung gelangt, somit mit einem Endspiel aus unseren Tagen, in dem wie in Gisei die Frage von Schuld und Sühne thematisiert wird, allerdings nicht an einem Einzelschicksal, sondern erweitert auf die Perspektive der gesamten Menschheit.

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Sonntag, 4. April 2010

Carl Zuckmayer
Der Hauptmann von Köpenick
Ein deutsches Märchen
Kleines Haus | 18 Uhr

Inszenierung Malte Kreutzfeltd | Bühne und Kostüme Nikolaus Porz

Mit Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Stefan Schuster, Aart Veder, Gerd K. Wölfle, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Der Schuster Wilhelm Voigt möchte einen Pass beantragen – und scheitert im Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie: Ohne Arbeit keine Aufenthaltsgenehmigung. Ohne Aufenthaltsgenehmigung kein Pass. Ohne Pass keine Arbeit, keine Ausreise, kein menschenwürdiges Leben. Eine ausrangierte Hauptmannsuniform und eine pfiffige Idee helfen ihm jedoch, die Ordnungstreuen und Autoritätshörigen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen…
Mit dieser „besten Komödie der Weltliteratur“ (Thomas Mann) schuf Zuckmayer zugleich ein kritisches Zeitstück, bei dem die liebenswert-tragische Figur des Wilhelm Voigt zum Sinnbild des kleinen Mannes wurde. Sein Kampf gegen die Ungerechtigkeiten der (Arbeits-)Welt hat vor dem Hintergrund heutiger Begriffe wie Mindestlohn, Kurzarbeit und 400-Euro-Jobs nichts an Brisanz verloren.

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Dienstag, 6. April 2010

Arthur Miller
Alle meine Söhne
Drama
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann

All my Sons brachte Arthur Miller (1919-2005) 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker. Seine späteren Stücke, allen voran Tod eines Handlungsreisenden, wurden zu Welterfolgen.
Jeder ist sich selbst der nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne, für die er sich einst hocharbeitete – um jeden Preis: Für den Traum von der eigenen Firma hatte er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und danach die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während dieser nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Doch als sich Sohn Chris in Ann, – Tochter des inhaftierten Sündenbocks – verliebt, beginnt die Vergangenheit Keller einzuholen. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral bricht los und demontiert gnadenlos den American Dream…

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Mittwoch, 7. April 2010

Offene Probe
Gaetano Donizetti
Maria Stuarda
Oper in zwei Akten | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung Alfonso Romero Mora | Bühne Dirk Hofacker | Kostüme Gabriela Salaverri | Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Hildburg Schmidt | John In Eichen, Oleksandr Prytolyuk, Angelo Scardina

Erste Einblicke in die Probenarbeit.

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Donnerstag, 8. April 2010

Richard Strauss
Der Rosenkavalier
Komödie für Musik
Großes Haus | 19 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung Peter Lund | Bühne und Kostüme Claudia Doderer |
Choreinstudierung André Weiss

Mit Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar, Carine Séchaye, Susanne Serfling
| Markus Durst, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Albert Pesendorfer

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermütiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs, vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano; Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen, trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat. Einmal erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.

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Donnerstag, 8. April 2010

7. Kammerkonzert
Werke von Frédéric Chopin und Robert Schumann
Kleines Haus | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Lise de la Salle | Klavier

Lise de la Salle, 1988 in Cherbourg geboren, begann mit vier Jahren das Klavierspiel, mit neun gab sie ihr erstes Konzert in einer Live-Übertragung bei Radio France. 1999, mit gerade erst elf Jahren, nahm sie am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris ihr Studium auf, beendete es dort 2001 mit der höchsten Auszeichnung und wechselte 2003 in die Meisterklasse von Bruno Rigutto. Als die Opéra d’Avignon 2001 verzweifelt nach einem Einspringer für Beethovens Zweites Klavierkonzert suchte, fragte sie die damals erst 13-jährigen Pianistin an. Lise de la Salle kannte das Werk, hatte es aber noch nicht einstudiert. Sie besorgte sich die Noten, am Abend konnte sie bereits den ersten Satz… Bei aller Reife feilt die junge Pianistin stets weiter an ihren Ausdrucksmöglichkeiten, versucht, ihre Klangfarbenpalette zu bereichern, und verfolgt unermüdlich ihr Ziel, wie ein ganzes Orchester zu klingen. Wenn sie in Darmstadt neben Werken von Chopin Schumanns Sinfonische Etüden spielt, so darf man auf ihren sinfonischen Klavierklang gespannt sein!

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Donnerstag, 8. April 2010

BarFestspiele
Das kunstseidene Mädchen
Nach einem Roman von Irmgard Keun
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (nur noch wenige Restkarten an der Abendkasse)

Leitung Romy Schmidt | Musik Michael Erhard

Mit Diana Wolf

Sekretärin Doris hat die Nase voll von ihrem zudringlichen Chef und dem Leben mit der Schreibmaschine. Sie will ein Star werden, will nach Berlin. Dort stürzt sie sich in das pulsierende Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés. Ihre Affären mit Männern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten…
Irmgard Keun hatte mit ihrem Roman Das kunstseidene Mädchen 1932 großen Erfolg – ihr gelang das zeitgenössische Bild der modernen Frau, selbstbewusst und frech, das von dem heutiger junger Soap-Protagonistinnen nicht weit entfernt ist.

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Freitag, 9. April 2010

The World Famous Glenn Miller Orchestra directed by Wil Salden
Evergreens in Swing
Großes Haus | 20 Uhr

Das weltberühmte Glenn Miller Orchestra entführt mit den unvergleichlichen Melodien der 1940er Jahre in die Ära der Big Bands: Ob fetzig, rhythmisch oder romantisch, diese Musik geht vom Trommelfell direkt ins Blut und lässt keinen Musik-Liebhaber kalt.

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Freitag, 9. April 2010

Ben Jonson | William Shakespeare
Volpone | Timon von Athen
Elisabethanische Variationen über das Gold

Inszenierung Michael Helle | Bühne und Kostüme Achim Römer

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Thomas Cermak, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, István Vincze, Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Zwei Stücke hintereinander an einem Abend: Die beiden Werke der Zeitgenossen Jonson und Shakespeare, thematisch verbunden zu zwei Seiten einer Medaille!
Volpone
Kleines Haus | 19.30 Uhr
Der knausrige Venezianer Volpone nutzt die Habsucht seiner Mitmenschen aus, um sich selbst zu bereichern. Sein pfiffiger Diener Mosca ist ihm dabei behilflich, und eine Weile stehen die Aktien ja auch noch gut…! Jonson schrieb eine rasante Typenkomödie, die Stefan Zweig am Vorabend der Weltwirtschaftskrise 1929 in einer eigenen Fassung ins Deutsche übertrug.
Timon von Athen
Bühne Kleines Haus | etwa 22 Uhr
Der reiche Athener Timon steht bei seinen Mitmenschen hoch im Kurs, denn er gibt sich stets hilfsbereit und spendabel – bis er mit leeren Taschen und ohne Freunde da steht… Shakespeares Sprachgewalt in einem eindringlichen Werk, über einen, der in der Abkehr vom Geld zum Menschenfeind wird.

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Freitag, 9. April 2010

Premiere
Xavier Durringer
Ganze Tage, ganze Nächte
Eine Produktion des Jugendclubs backstage
Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse)

Leitung Martin Meißner

Mit Tjorven Balser, Alexandra Bauer, Franziska Gimbel, Leonie Höckbert, Maryam Koohestian, Sophia Landzettel, Diandra Laux, Marie Maier, Daniela Scheid, Canzu Yildiz | Valentin Ehrke, Daniel Pabst, Lukas Terhalle, Eric Westphal

Die bruchstückhaften Passagen in Xavier Durringers Stück zeichnen Momente aus unserer alltäglichen Lebenswelt nach. Sie zeigen Menschen, die unserer Lebenswirklichkeit, unserer Gesellschaft und unserer Zeit entsprungen sind und die daran scheitern, aber auch an sich selbst und den anderen. Die Protagonisten verbindet, dass sie von einer Sehnsucht nach etwas anderem getrieben werden – sie sind auf der Flucht, nicht in der Lage echten Kontakt herzustellen, sie leben aneinander vorbei und berühren sich nur kurz und meist schmerzhaft.
In der Version des Jugendclubs von Durringers Stück sind 14 Jugendliche plötzlich zusammen in einem Raum. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch teilen sie viel: Den Hunger nach Leben und lebendig zu sein. Was wie eine große Party beginnen könnte, kippt immer wieder: Von Liebe zu Hass, von Schmerz zu Euphorie.

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Samstag, 10. April 2010

Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
Oper in zwei Aufzügen
Großes Haus | 19.30 Uhr (ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse)

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Bettina Geyer | Bühne und Kostüme Walter Schütze |
Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Susanne Serfling, Anja Vincken| Mark Adler, Markus Durst, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, Werner Volker Meyer, David Pichlmaier, Hans-Joachim Porcher, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Mozart und sein Librettist Schikaneder erzählen eine Geschichte von Verlusten, Täuschungen und Prüfungen, die lustvoll mit ihren eigenen Widersprüchen umgeht und sich trotz geradezu gewerbsmäßiger Verniedlichung während der letzten 200 Jahre eine wohltuende Kraft und Ursprünglichkeit bewahrt hat. In Handlung und Musik der Zauberflöte werden die unterschiedlichsten Figuren und Stile vereint und dabei auf verblüffende Weise zu einem Ganzen verschmolzen. Trotz aller gelehrten Anspielungen ist das Werk in erster Linie ein Unterhaltungsstück – eine Märchen- und Zauberoper, tief in der Tradition des österreichischen Volkstheaters verwurzelt. Sie ist gleichermaßen eine Oper für den Kopf wie für den Bauch.

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Samstag, 10. April 2010

Johann Wolfgang von Goethe
Faust
Der Tragödie Erster Teil
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Hermann Schein | Bühne und Kostüme Stefan Heyne | Musik Michael Erhard
Mit Gabriele Drechsel, Liljana Elges, Anne Hoffmann, Karin Klein | Tilman Meyn, Harald Schneider, Aart Veder, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Wissenschaft und Eros: Die Verknüpfung beider Themen ist das Spezifische an der Goethe’schen Faustversion, einem Stoff aus dem 16. Jahrhundert. Faust – Der Tragödie Erster Teil zeigt einen Gelehrten in der Krise. Er greift nach allem was Wissen-schafft, doch seine Gier bleibt unbefriedigt. Der Teufel selbst verspricht schließlich, es werde ein „Verweilen“ geben, ein Ankommen und Sinn. Faust findet es in Gretchen – doch der Pakt mit Mephisto fordert seinen Tribut…
Goethes Faust wurde zum Klassiker, weil ihm damit ein Entwurf menschlichen Daseins gelang: Der Mensch im Hamsterrad seines Wollens und Strebens. Zeitlebens arbeitet er sich ab am Gegensatz von hehrer Ratio und triebhafter Schuld.

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Samstag, 10. April 2010

„Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!“
Ein Schiller-Balladenprogramm
Kammerspiele | 16 Uhr

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Samstag, 10. April 2010

BarFestspiele
Die Birnen von Ribbeck
Nach einer Erzählung von Friedrich Christian Delius
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt

Mit Andreas Manz

Fontanes Ballade hat das Dorf Ribbeck, vierzig Kilometer vor Berlin gelegen, berühmt gemacht. Im Frühjahr 1990, nach Öffnung der Mauer, kommen Westberliner nach Ribbeck, um einen Birnbaum zu pflanzen und mit den Ribbeckern die neue deutsche Einheit zu feiern. Auf dem Volksfest mit Erbsensuppe, Freibier und Birnenschnaps aus dem Westen verschafft sich ein Ribbecker Gehör. Er erzählt die Geschichte des Dorfes, erzählt von alten und neuen Herren, vom Mütze ziehen in Kaiserzeit, Nazidiktatur und Sozialismus und nähert sich, misstrauisch und selbstbewusst auch dem ungewohnt Neuen nach der Wende. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, in denen die Einheit in den Köpfen längst nicht vollzogen ist, die Ressentiments auf beiden Seiten sich verfestigt haben und neben den mancherorts gewachsenen „blühenden Landschaften“, vielerorts der Verlust der sozialen Sicherheit zu beklagen ist, lässt Delius die Fragen, Gefühle und Gedanken der Stunde Null lebendig werden.

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Sonntag, 11. April 2010

2. Kinderkonzert
Willkommen in der Traumfabrik! Ab 10 Jahre
Großes Haus | 11 und 16 Uhr

Lukas Beikircher Musikalische Leitung | Tilmann Meyn Moderation

Im Kino und im Fernsehen gibt es nicht nur beeindruckende Bilder, lustige Stimmen und seltsame Geräusche, sondern auch eine ganze Menge Musik. Grund genug für das Staatsorchester, mit seinem Publikum einen Streifzug durch Hollywood zu unternehmen, jenem Stadtteil von Los Angeles, den man gerne auch die „Traumfabrik“ nennt. Es erklingen Melodienfolgen aus Fluch der Karibik, Der Herr der Ringe, den James-Bond-Filmen und den Star Trek-Filmen und -Serien, sowie Einzeltitel aus Der rosarote Panther und Mission: Impossible.

In Kooperation mit der Europäischen Filmphilharmonie

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Sonntag, 11. April 2010

Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
Kleines Haus | 18 Uhr (ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Patricia Benecke | Bühne und Kostüme Gesine Kuhn

Mit Anne Hoffmann, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Heinz Kloss, Andreas Manz, Stefan Schuster, Tom Wild, Aart Veder, Klaus Ziemann

Toleranz als Utopie?
Lessings Klassiker Nathan der Weise eröffnet den neuen Schauspielplan mit dem Regiedebüt für Patricia Benecke in Darmstadt.

Brennpunkt Jerusalem. Die heilige Stadt der Juden, Christen und Muslime hat bis heute mehr als 40 Kriege erlebt, ist mindestens 17 Mal zerstört worden und wechselte ein gutes Dutzend Mal die offizielle Glaubensrichtung.
Man schreibt das Jahr 1192. Der dritte Kreuzzug ist zu Ende, es herrscht Waffenstillstand zwischen den drei Religionsgemeinschaften. Doch wie 2009 ist auch dieser Friede nur ein vorläufiger, ein fragiler. Schon kündigt sich neues Ungemach an: Sultan Saladin braucht Geld für einen weiteren Krieg gegen die Christen. Er denkt dabei an die finanzielle Unterstützung durch den reichen jüdischen Geschäftsmann Nathan. Doch dieser setzt den Machtinteressen eine Parabel von drei Ringen entgegen, welche einander ebenso gleichen wie die drei großen Religionen. „Es eifre jeder seiner unbestochnen, von Vorurteilen freien Liebe nach!“, so Nathans weise Forderung. Wie sinnig diese Lehre ist, bewahrheitet sich im Verlauf des Stückes, als erstaunliche Verwandtschaftsbeziehungen zu Tage treten…
Von den Nationalsozialisten verboten, avancierte der Nathan nach 1945 zum „Wiedergutmachungsstück“ (so Literaturwissenschaftler Helmut Göbel). Und noch deutlicher als zuvor tut sich seitdem das Spannungsfeld zwischen der Utopie eines menschlichen Miteinanders und der realen geschichtlichen Erfahrung auf. Dessen Grenzen auslotend, erforscht Darmstadt-Debütantin Patricia Benecke mit dem Ensemble die Möglichkeit von Humanität, Toleranz und Versöhnung.
Nathan der Weise ist Lessings letztes Bühnenstück. Er stirbt 1781, zwei Jahre vor der zurückhaltend aufgenommenen Mannheimer Uraufführung. Als Alterswerk ist es die Quintessenz seines liberalen, philanthropen Denkens, das vor allem durch Moses Mendelssohn, jüdischer Philosoph und lebenslanger Freund Lessings, beeinflusst war. Ihm setzte er auch mit der Figur des Nathan ein ewiges Denkmal. Eine jahrelange Auseinandersetzung mit dem dogmatischen Hamburger Theologen und Pastor Johann Goeze kostete Lessing schließlich seine Zensurfreiheit. Doch Lessings Botschaft bleibt im Nathan lebendig, wie er in einem Brief an seinen Bruder ankündigt: „Es wird nichts weiter, als ein satirisches Stück, um den Kampfplatz mit Hohngelächter zu verlassen.“

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Sonntag, 11. April 2010

Xavier Durringer
Ganze Tage, ganze Nächte
Eine Produktion des Jugendclubs backstage
Kammerspiele | 20 Uhr

Leitung Martin Meißner

Mit Tjorven Balser, Alexandra Bauer, Franziska Gimbel, Leonie Höckbert, Maryam Koohestian, Sophia Landzettel, Diandra Laux, Marie Maier, Daniela Scheid, Canzu Yildiz | Valentin Ehrke, Daniel Pabst, Lukas Terhalle, Eric Westphal

Die bruchstückhaften Passagen in Xavier Durringers Stück zeichnen Momente aus unserer alltäglichen Lebenswelt nach. Sie zeigen Menschen, die unserer Lebenswirklichkeit, unserer Gesellschaft und unserer Zeit entsprungen sind und die daran scheitern, aber auch an sich selbst und den anderen. Die Protagonisten verbindet, dass sie von einer Sehnsucht nach etwas anderem getrieben werden – sie sind auf der Flucht, nicht in der Lage echten Kontakt herzustellen, sie leben aneinander vorbei und berühren sich nur kurz und meist schmerzhaft.
In der Version des Jugendclubs von Durringers Stück sind 14 Jugendliche plötzlich zusammen in einem Raum. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch teilen sie viel: Den Hunger nach Leben und lebendig zu sein. Was wie eine große Party beginnen könnte, kippt immer wieder: Von Liebe zu Hass, von Schmerz zu Euphorie.

QUELLE & weitere INFOS : www.staatstheater-darmstadt.de

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