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Die 17./18. Woche im STAATSTHEATER DARMSTADT

Veröffentlicht von Susannah V. Vergau am 3. Mai 2010. unter Alle Artikel, Ballett, Bühne, Konzerte, Musikevents, Oper, Staatstheater Darmstadt, Theater  Tags: Bühne, Spielplan, Staatstheater Darmstadt, tanztheater, Theater  

staatstheater darmstadt small

Freitag, 30. April 2010

Richard Strauss

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik

Großes Haus | 19 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung Peter Lund | Bühne und Kostüme Claudia Doderer |

Choreinstudierung André Weiss

Mit Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar, Carine Séchaye, Susanne Serfling | Markus Durst, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Albert Pesendorfer

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermütiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs, vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano; Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen, trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat.  Einmal erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.

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Freitag, 30. April 2010

Ein Engel Leonore

Ballett von Jochen Ulrich | Nach der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven |

In der Fassung für Klavier zu vier Händen von Alexander Zemlinsky

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung und Choreografie Jochen Ulrich | Bühne Alexandra Pitz | Kostüme Bjanka Ursulov

Mit Joachim Enders, Bernhard Kießig und dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

Leonore, verkleidet als Gefängniswärter Fidelio, bewahrt ihren zu Unrecht inhaftierten Gatten Florestan vor dem Tod in einem Staatsgefängnis, indem sie für ihn ihr Leben aufs Spiel setzt. Die Geschichte endet mit einer humanistischen Vision der Befreiung der Menschheit vor aller Ungerechtigkeit auf Erden.

In Anlehnung an Beethovens Befreiungsoper Fidelio zeigt Choreograf Jochen Ulrich in seinem Ballett Ein Engel Leonore die Wirkungsmächtigkeit einer Frau als rettender Engel und erzählt von der unerschöpflichen Sehnsucht nach Freiheit und Glück, die angesichts politischer Willkür und Unterdrückung noch verstärkt wird. Joachim Enders und Bernhard Kießig spielen dazu vierhändig die Klavierfassung der beethovschen Opernpartitur von Alexander Zemlinsky.

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Freitag, 30. April 2010

Lutz Hübner

Gretchen 89 ff.

Theaterkabarett

Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Mit Anne Hoffmann | Tino Lindenberg, Harald Schneider, Uwe Zerwer

Das Making Of von Faust! Die beispielhafte Versuchsanordnung hierzu: Faust I, die Kästchenszene, Seite 89 folgende. Gretchen (aufgelöst): „Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ – ein Klassiker! Aber wie soll man ihn bloß inszenieren? Zwischen Aschenbechern, Augentropfen, Kaffeetassen und der Holzdose „Dannemann Import Kuba“ entspinnt Lutz Hübner seine Betrachtungen über die unseligen und vor allem unzähligen Kombinationen von Regie und Schauspiel. Treffen Sie selbstverliebte Regisseure, narzisstische Diven, blutige AnfängerInnen und entnervte Spielleiter!

Daneben entschlüsselt sich ein subtiles System von Hierarchien, das zeigt: Auch im vermeintlich lockeren Theaterbetrieb regiert das Prinzip Macht. Schon Goethe wusste über die Theatermenschen zu sagen: „Es scheint, als wenn sie nichts so sehr zu erhalten suchten als das Majestätsrecht ihrer persönlichen Willkür.“

Die amüsante und facettenreiche Satire des meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatikers auf den Theaterbetrieb für alle, die schon immer einmal wissen wollten, was Schauspieler eigentlich vormittags machen und mit welchen Aussagen man den Regisseur garantiert zur Weißglut bringt.

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Freitag, 30. April 2010

Läd naid sürpries

Bar der Kammerspiele | 23 Uhr

Nächtliches Überraschungsprogramm mit anschließender Party.

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Sonntag, 2. Mai 2010

Richard Strauss

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik

Großes Haus | 18 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung Peter Lund | Bühne und Kostüme Claudia Doderer |

Choreinstudierung André Weiss

Mit Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar, Carine Séchaye, Susanne Serfling | Markus Durst, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Albert Pesendorfer

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermütiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs, vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano; Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen, trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat.  Einmal erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.

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Sonntag, 2. Mai 2010

Neue Darmstädter Gespräche

Mensch und Technik – Wie uns der Fortschritt entmündigt

Kleines Haus | 11 Uhr

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Sonntag, 2. Mai 2010

Ein Engel Leonore

Ballett von Jochen Ulrich | Nach der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven |

In der Fassung für Klavier zu vier Händen von Alexander Zemlinsky

Kleines Haus | 16 Uhr

Inszenierung und Choreografie Jochen Ulrich | Bühne Alexandra Pitz | Kostüme Bjanka Ursulov

Mit Joachim Enders, Bernhard Kießig und dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

Leonore, verkleidet als Gefängniswärter Fidelio, bewahrt ihren zu Unrecht inhaftierten Gatten Florestan vor dem Tod in einem Staatsgefängnis, indem sie für ihn ihr Leben aufs Spiel setzt. Die Geschichte endet mit einer humanistischen Vision der Befreiung der Menschheit vor aller Ungerechtigkeit auf Erden.

In Anlehnung an Beethovens Befreiungsoper Fidelio zeigt Choreograf Jochen Ulrich in seinem Ballett Ein Engel Leonore die Wirkungsmächtigkeit einer Frau als rettender Engel und erzählt von der unerschöpflichen Sehnsucht nach Freiheit und Glück, die angesichts politischer Willkür und Unterdrückung noch verstärkt wird. Joachim Enders und Bernhard Kießig spielen dazu vierhändig die Klavierfassung der beethovschen Opernpartitur von Alexander Zemlinsky.

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Sonntag, 2. Mai 2010

Xavier Durringer

Ganze Tage, ganze Nächte

Eine Produktion des Jugendclubs backstage

Kammerspiele | 20 Uhr

Leitung Martin Meißner

Mit Tjorven Balser, Alexandra Bauer, Franziska Gimbel, Leonie Höckbert, Maryam Koohestanian, Sophia Landzettel, Diandra Laux, Marie Maier, Daniela Scheid, Canzu Yildiz | Valentin Ehrke, Daniel Pabst, Lukas Terhalle, Eric Westphal

Die bruchstückhaften Passagen in Xavier Durringers Stück zeichnen Momente aus unserer alltäglichen Lebenswelt nach. Sie zeigen Menschen, die unserer Lebenswirklichkeit, unserer Gesellschaft und unserer Zeit entsprungen sind und die daran scheitern, aber auch an sich selbst und den anderen. Die Protagonisten verbindet, dass sie von einer Sehnsucht nach etwas anderem getrieben werden – sie sind auf der Flucht, nicht in der Lage echten Kontakt herzustellen, sie leben aneinander vorbei und berühren sich nur kurz und meist schmerzhaft.

In der Version des Jugendclubs von Durringers Stück sind 14 Jugendliche plötzlich zusammen in einem Raum. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch teilen sie viel: Den Hunger nach Leben und lebendig zu sein. Was wie eine große Party beginnen könnte, kippt immer wieder: Von Liebe zu Hass, von Schmerz zu Euphorie.

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Mittwoch, 5. Mai 2010

Badesalz

Großes Haus | 20 Uhr (ausverkauft)

Das neue Programm von Henni Nachtsheim und Gerd Knebel

Das hessische Erfolgs-Comedy-Duo Badesalz ist mit seinem aktuellen Programm „Bindannda!“ auf Tour macht auch in Darmstadt halt.

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Donnerstag, 6. Mai 2010

8. Kammerkonzert

Kleines Haus | 20 Uhr

Werke von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Sergej Prokofjew

Ludwig van Beethoven Sonate für Violine und Klavier Nr. 8 G-Dur op. 30 Nr. 3

Franz Schubert Fantasie C-Dur D 934

Sergej Prokofjew Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 op. 80 | Fünf Melodien für Violine und Klavier op. 35a

Violine Isabelle van Keulen | Klavier Aleksandar Madzar

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Donnerstag, 6. Mai 2010

Premiere

Jaan Tätte

Bungee Jumping oder Die Geschichte vom Goldenen Fisch

Schauspiel

Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt | Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, István Vincze

Laura und Roland verirren sich auf dem Weg zu einer Party im Wald und stoßen auf den kauzigen Osvald. Der vereinsamte Angler macht dem Paar ein so makaberes wie fatales Angebot: eine Milliarde Dollar für Lauras Liebe!

Geld oder Liebe? Abgründe öffnen sich, Undenkbares wird plötzlich denkbar, die Versuchung erfasst im Wechsel alle Beteiligten. Und immer wieder wird die sittliche Haltung des Individuums auf eine harte Probe gestellt. Lässt sich etwas Unverkäufliches veräußern – und wenn ja, zu welchem Preis?

Mit dem mehrfach preisgekrönten Stück Bungee Jumping hatte der estnische Autor Jaan Tätte (geboren 1964) seinen internationalen Durchbruch. Im Kleinen Haus war von ihm bereits Elchtest zu sehen.

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Freitag, 7. Mai 2010

Carl Orff

Gisei – Das Opfer | De temporum fine comoedia

Musikdrama | Spiel vom Ende der Zeit

Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yun Jeong Cho, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Gundula Schulte, Susanne Serfling, Anja Vincken | Andreas Daum, Sven Ehrke, Malte Godglück, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Im Hause des Lehrers Genzo werden die Kinder des Dorfes unterrichtet. Chiyo bringt einen neuen Schüler, ihren Sohn Kotaro. Genzo bemerkt sogleich die erstaunliche Ähnlichkeit Kotaros mit seinem eigenen Sohn Kwan Shusai, der in Wahrheit allerdings der an Kindes statt angenommene Sohn des ermordeten früheren Kanzlers Michizane ist. Die Gefolgsleute des neuen Machthabers Tokihira, die die Wahrheit in Erfahrung gebracht haben, verlangen den Kopf Kwan Shusais. Scheinbar gehorsam übergibt Genzo ihnen einen abgeschlagenen Kopf.

Dem 1913 entstandenen ersten Bühnenwerk Orffs, Gisei – Das Opfer, wird das letzte, De temporum fine comoedia, aus dem Jahr 1973 gegenübergestellt. Der zweiteilige Abend vereint das japanische Historienspiel, das in der Inszenierung John Dews zur posthumen Uraufführung gelangt, somit mit einem Endspiel aus unseren Tagen, in dem wie in Gisei die Frage von Schuld und Sühne thematisiert wird, allerdings nicht an einem Einzelschicksal, sondern erweitert auf die Perspektive der gesamten Menschheit.

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Freitag, 7. Mai 2010

Premiere

Carlo Goldoni

Der Impresario von Smyrna

Komödie

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Peter Hailer | Bühne und Kostüme Martin Fischer

Mit Karin Klein, Christina Kühnreich, Iris Melamed | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer Harald Schneider, Tom Wild, Gerd K. Wölfle

Ein mittelloses Starensemble probt an seinem Durchbruch. Was den Venezianern noch fehlt, ist ein Sponsor. Der Zufall will es, dass ein neureicher Impresario aus dem fernen Orient gerade eine neue Oper in Smyrna gründen will und Darsteller sucht. Doch Bescheidenheit, Demut und Gerechtigkeit ist die Sache der Komödianten nicht. Eifersucht, Eitelkeit und andere Unzulänglichkeiten sorgen für eine explosive Mischung aus Liebe, Intrige und die Offenbarung nicht immer schöner Wahrheiten. Ein Stück über Menschen am Theater zwar, jedoch wird in deren Schrullen, Schwächen und liebenswerten Boshaftigkeiten jeder ein wenig von sich selbst wiedererkennen. Soll das Theater nicht der Spiegel der Welt sein?

Carlo Goldoni (1707-1793) gilt als Großmeister der italienischen Komödie.

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Freitag, 7. Mai 2010

Johann Wolfgang von Goethe

Die Leiden des jungen Werther

Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Inszenierung Andrea Thiesen

Mit Tino Lindenberg

Werther verliebt sich unsterblich in Lotte. Diese jedoch ist mit Albert verlobt. Werther ignoriert diesen Umstand, und auch Lotte ist nicht abweisend. Doch man ist gezwungen, vernünftig zu sein. Werthers  Empfindungen werden stärker und stärker. Zwischen Schwärmerei, Orientierungslosigkeit, Leidenschaft und Verlangen entsteht in ihm ein Idealbild Lottes, das zunehmend Besitz von seinem Seelenleben ergreift. Der Versuch, durch räumliche und zeitliche Trennung Abstand zu gewinnen, schlägt in das Gegenteil um. Bei seiner Rückkehr findet er die Vergötterte mit Albert verheiratet. Dessen ahnungslose Geradlinigkeit und offene Freundschaft lassen Werthers Situation immer unerträglicher werden. Je mehr er Lotte bedrängt, desto mehr entzieht sie sich ihm. In seiner Verzweiflung borgt sich Werther Alberts Pistolen…

Dieser „Bestseller des Sturm und Drang“ machte den jungen Goethe schlagartig berühmt und löste bei unglücklich Verliebten  eine Selbstmordwelle aus.

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Samstag, 8. Mai 2010

Gaetano Donizetti

Maria Stuarda

Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Großes Haus | 19.30 Uhr

Elisabeth I., Königin von England, und Maria Stuart, Königin von Schottland, sind Rivalinnen, nicht nur um den Thron, sondern auch in der Liebe. Beide lieben den Grafen Leicester. Elisabeth hält ihre Kontrahentin Maria schon seit Jahren gefangen, kann sich jedoch nicht zu einer endgültigen Entscheidung über ihr Schicksal durchringen. Durch Vermittlung Leicesters kommt es zu einer direkten Begegnung der beiden Rivalinnen, die in eine offene Konfrontation ausartet: Elisabeth bezichtigt Maria des Ehebruchs und des Verrats, Maria nennt Elisabeth einen Bastard.

Maria Stuarda (1834) gehört ebenso wie Anna Bolena (1830) und Roberto Devereux (1837) zur Königinnen-Trilogie Donizettis. Schillers Trauerspiel Maria Stuart bildete die Vorlage. Donizetti geht es in seiner Fassung jedoch weniger um die Staatsintrige. Er konzentriert sich vielmehr auf die beiden außergewöhnlichen Charaktere. Mit der eskalierenden Begegnung und Konfrontation der beiden Königinnen gelingt Donizetti dabei eine der eindrucksvollsten musikalischen Szenen seines Schaffens.

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung Alfonso Romero Mora | Bühne Dirk Hofacker | Kostüme Gabriela Salaverri | Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Stephanie Theiß | John In Eichen, Oleksandr Prytolyuk

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Samstag, 8. Mai 2010

Mei Hong Lin

Schwanengesang

Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach | Musik von Michael Erhard

Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin | Bühne und Kostüme Thomas Gruber | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

„Ja der Schwan hatte gesungen! Er sollte also sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“ Der belgische Schriftsteller Georges Rodenbach verfasste 1892 mit Bruges-la-Morte einen Roman, der ganz im Zeichen der Dekadenz des Fin de Siècle stand. Rodenbachs melancholische Geschichte aus Brugge wurde für viele Künstler zur Inspirationsquelle, darunter E. W. Korngold, der den Stoff um einen trauernden Witwer, der nichts mehr vom Leben erwartet, dann jedoch in einem Wahn in einer jungen Tänzerin das Ebenbild seiner verstorbenen Frau sieht, 1920 als Libretto für seine berühmte Oper Die tote Stadt verwendete. Die ungebrochene Faszination des Sujets inspiriert nun auch Mei Hong Lin, die Geschichte eines Zerrissenen zwischen Todessehnsucht und Neubeginn als Tanztheater neu zu beleben. Charaktere, gefangen im Kampf um den Verlust der Vergangenheit, hyper-sensible Seelen auf der Suche nach Verfeinerung der Sinne und Stilisierung des Lebensgefühls. Ständiges Schwanken zwischen sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft, zwischen dem Verlangen nach Reinheit und der Anziehung des Verrufenen.

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Samstag, 8. Mai 2010

Edward Bond

Männergesellschaft

Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Sibylle Broll-Pape | Bühne und Kostüme Trixy Royeck

Mit Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Harald Schneider, István Vincze, Uwe Zerwer

Geschickt hat Oldfield senior die feindliche Übernahme seiner Waffenfirma durch den Industriellen Hammond abgewendet. Nun hält er 80% der Anteile somit könnte sich Firmenerbe und Adoptivsohn Leonard entspannt zurücklehnen. Hätte diesen nur nicht der Ehrgeiz gepackt! Als er die Möglichkeit zum bislang verweigerten beruflichen Aufstieg sieht, paktiert er kurzerhand heimlich mit den Konkurrenten. Beim Pokern um Ämter und dem Schmieden von Allianzen ist jedem jedes Mittel recht. So steht im undurchsichtigen Netz der Hierarchien, Interessen und Intrigen bald die eigene Integrität zum Verkauf. Doch Habgier ist eine Todsünde. Und in der Tat werden nicht alle Mitglieder dieser Männergesellschaft ihren Egoismus überleben…

In Männergesellschaft beschreibt Edward Bond parabelartig und auf spannende Weise eine Familiengeschichte, in der menschliche Beziehungen zu Vertragsgeschäften werden. „Ich glaube, dass es keinen guten Stückeschreiber gibt, der an moralischen Fragen unbeteiligt bleiben kann“ resümiert der Brite, der die internationale Theaterlandschaft seit über 40 Jahren mit seinen vielfältigen, aber immer zeitkritischen Werken versorgt.

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Sonntag, 9. Mai 2010

7. Sinfoniekonzert

Großes Haus | 11 Uhr (wenige Restkarten)

Werke von Richard Strauss, Olivier Messiaen und Walter Braunfels

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Tenor Rudolf Schasching

Chor des Staatstheaters Darmstadt | Chor des Musikvereins Darmstadt e. V.

Olivier Messiaen Et exspecto resurrectionem mortuorum

Richard Strauss Metamorphosen

Walter Braunfels Offenbarung Johannis op. 17

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QUELLE: www.staatstheater-darmstadt.de

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