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Die 18./19. Woche im STAATSTHEATER DARMSTADT

Veröffentlicht von Susannah V. Vergau am 6. Mai 2010. unter Alle Artikel, Bühne, Staatstheater Darmstadt, Theater  Tags: Spielplan, Staatstheater Darmstadt, tanztheater, Theater, Vorschau  

staatstheater darmstadt small

Freitag, 7. Mai 2010

Carl Orff
Gisei – Das Opfer | De temporum fine comoedia
Musikdrama | Spiel vom Ende der Zeit
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yun Jeong Cho, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Gundula Schulte, Susanne Serfling, Anja Vincken | Andreas Daum, Sven Ehrke, Malte Godglück, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Im Hause des Lehrers Genzo werden die Kinder des Dorfes unterrichtet. Chiyo bringt einen neuen Schüler, ihren Sohn Kotaro. Genzo bemerkt sogleich die erstaunliche Ähnlichkeit Kotaros mit seinem eigenen Sohn Kwan Shusai, der in Wahrheit allerdings der an Kindes statt angenommene Sohn des ermordeten früheren Kanzlers Michizane ist. Die Gefolgsleute des neuen Machthabers Tokihira, die die Wahrheit in Erfahrung gebracht haben, verlangen den Kopf Kwan Shusais. Scheinbar gehorsam übergibt Genzo ihnen einen abgeschlagenen Kopf.
Dem 1913 entstandenen ersten Bühnenwerk Orffs, Gisei – Das Opfer, wird das letzte, De temporum fine comoedia, aus dem Jahr 1973 gegenübergestellt. Der zweiteilige Abend vereint das japanische Historienspiel, das in der Inszenierung John Dews zur posthumen Uraufführung gelangt, somit mit einem Endspiel aus unseren Tagen, in dem wie in Gisei die Frage von Schuld und Sühne thematisiert wird, allerdings nicht an einem Einzelschicksal, sondern erweitert auf die Perspektive der gesamten Menschheit.

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Freitag, 7. Mai 2010

Premiere
Carlo Goldoni
Der Impresario von Smyrna
Komödie
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Peter Hailer | Bühne und Kostüme Martin Fischer

Mit Karin Klein, Christina Kühnreich, Iris Melamed | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Harald Schneider, Tom Wild, Gerd K. Wölfle

Ein mittelloses Starensemble probt an seinem Durchbruch. Was den Venezianern noch fehlt, ist ein Sponsor. Der Zufall will es, dass ein neureicher Impresario aus dem fernen Orient gerade eine neue Oper in Smyrna gründen will und Darsteller sucht. Doch Bescheidenheit, Demut und Gerechtigkeit ist die Sache der Komödianten nicht. Eifersucht, Eitelkeit und andere Unzulänglichkeiten sorgen für eine explosive Mischung aus Liebe, Intrige und die Offenbarung nicht immer schöner Wahrheiten. Ein Stück über Menschen am Theater zwar, jedoch wird in deren Schrullen, Schwächen und liebenswerten Boshaftigkeiten jeder ein wenig von sich selbst wiedererkennen. Soll das Theater nicht der Spiegel der Welt sein?
Carlo Goldoni (1707-1793) gilt als Großmeister der italienischen Komödie.

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Freitag, 7. Mai 2010

Johann Wolfgang von Goethe
Die Leiden des jungen Werther
Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Inszenierung Andrea Thiesen

Mit Tino Lindenberg
Werther verliebt sich unsterblich in Lotte. Diese jedoch ist mit Albert verlobt. Werther ignoriert diesen Umstand, und auch Lotte ist nicht abweisend. Doch man ist gezwungen, vernünftig zu sein. Werthers Empfindungen werden stärker und stärker. Zwischen Schwärmerei, Orientierungslosigkeit, Leidenschaft und Verlangen entsteht in ihm ein Idealbild Lottes, das zunehmend Besitz von seinem Seelenleben ergreift. Der Versuch, durch räumliche und zeitliche Trennung Abstand zu gewinnen, schlägt in das Gegenteil um. Bei seiner Rückkehr findet er die Vergötterte mit Albert verheiratet. Dessen ahnungslose Geradlinigkeit und offene Freundschaft lassen Werthers Situation immer unerträglicher werden. Je mehr er Lotte bedrängt, desto mehr entzieht sie sich ihm. In seiner Verzweiflung borgt sich Werther Alberts Pistolen…
Dieser „Bestseller des Sturm und Drang“ machte den jungen Goethe schlagartig berühmt und löste bei unglücklich Verliebten eine Selbstmordwelle aus.

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Samstag, 8. Mai 2010

Gaetano Donizetti
Maria Stuarda
Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung Alfonso Romero Mora | Bühne Dirk Hofacker | Kostüme Gabriela Salaverri | Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Stephanie Theiß | John In Eichen, Oleksandr Prytolyuk

Elisabeth I., Königin von England, und Maria Stuart, Königin von Schottland, sind Rivalinnen, nicht nur um den Thron, sondern auch in der Liebe. Beide lieben den Grafen Leicester. Elisabeth hält ihre Kontrahentin Maria schon seit Jahren gefangen, kann sich jedoch nicht zu einer endgültigen Entscheidung über ihr Schicksal durchringen. Durch Vermittlung Leicesters kommt es zu einer direkten Begegnung der beiden Rivalinnen, die in eine offene Konfrontation ausartet: Elisabeth bezichtigt Maria des Ehebruchs und des Verrats, Maria nennt Elisabeth einen Bastard.
Maria Stuarda (1834) gehört ebenso wie Anna Bolena (1830) und Roberto Devereux (1837) zur Königinnen-Trilogie Donizettis. Schillers Trauerspiel Maria Stuart bildete die Vorlage. Donizetti geht es in seiner Fassung jedoch weniger um die Staatsintrige. Er konzentriert sich vielmehr auf die beiden außergewöhnlichen Charaktere. Mit der eskalierenden Begegnung und Konfrontation der beiden Königinnen gelingt Donizetti dabei eine der eindrucksvollsten musikalischen Szenen seines Schaffens.

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Samstag, 8. Mai 2010

Mei Hong Lin
Schwanengesang
Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach | Musik von Michael Erhard
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin | Bühne und Kostüme Thomas Gruber | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

„Ja der Schwan hatte gesungen! Er sollte also sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“ Der belgische Schriftsteller Georges Rodenbach verfasste 1892 mit Bruges-la-Morte einen Roman, der ganz im Zeichen der Dekadenz des Fin de Siècle stand. Rodenbachs melancholische Geschichte aus Brügge wurde für viele Künstler zur Inspirationsquelle, darunter E. W. Korngold, der den Stoff um einen trauernden Witwer, der nichts mehr vom Leben erwartet, dann jedoch in einem Wahn in einer jungen Tänzerin das Ebenbild seiner verstorbenen Frau sieht, 1920 als Libretto für seine berühmte Oper Die tote Stadt verwendete. Die ungebrochene Faszination des Sujets inspiriert nun auch Mei Hong Lin, die Geschichte eines Zerrissenen zwischen Todessehnsucht und Neubeginn als Tanztheater neu zu beleben. Charaktere, gefangen im Kampf um den Verlust der Vergangenheit, hyper-sensible Seelen auf der Suche nach Verfeinerung der Sinne und Stilisierung des Lebensgefühls. Ständiges Schwanken zwischen sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft, zwischen dem Verlangen nach Reinheit und der Anziehung des Verrufenen.
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Samstag, 8. Mai 2010

Edward Bond
Männergesellschaft
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Sibylle Broll-Pape | Bühne und Kostüme Trixy Royeck

Mit Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Harald Schneider, István Vincze, Uwe Zerwer

Geschickt hat Oldfield senior die feindliche Übernahme seiner Waffenfirma durch den Industriellen Hammond abgewendet. Nun hält er 80% der Anteile somit könnte sich Firmenerbe und Adoptivsohn Leonard entspannt zurücklehnen. Hätte diesen nur nicht der Ehrgeiz gepackt! Als er die Möglichkeit zum bislang verweigerten beruflichen Aufstieg sieht, paktiert er kurzerhand heimlich mit den Konkurrenten. Beim Pokern um Ämter und dem Schmieden von Allianzen ist jedem jedes Mittel recht. So steht im undurchsichtigen Netz der Hierarchien, Interessen und Intrigen bald die eigene Integrität zum Verkauf. Doch Habgier ist eine Todsünde. Und in der Tat werden nicht alle Mitglieder dieser Männergesellschaft ihren Egoismus überleben…
In Männergesellschaft beschreibt Edward Bond parabelartig und auf spannende Weise eine Familiengeschichte, in der menschliche Beziehungen zu Vertragsgeschäften werden. „Ich glaube, dass es keinen guten Stückeschreiber gibt, der an moralischen Fragen unbeteiligt bleiben kann“ resümiert der Brite, der die internationale Theaterlandschaft seit über 40 Jahren mit seinen vielfältigen, aber immer zeitkritischen Werken versorgt.

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Sonntag, 9. Mai 2010

7. Sinfoniekonzert
Großes Haus | 11 Uhr (wenige Restkarten)
Werke von Richard Strauss, Olivier Messiaen und Walter Braunfels

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Tenor Rudolf Schasching
Chor des Staatstheaters Darmstadt | Chor des Musikvereins Darmstadt e. V.

Olivier Messiaen Et exspecto resurrectionem mortuorum
Richard Strauss Metamorphosen
Walter Braunfels Offenbarung Johannis op. 17

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Sonntag, 9. Mai 2010

Arthur Miller
Alle meine Söhne
Drama
Kleines Haus | 18 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann

All my Sons brachte Arthur Miller (1919-2005) 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker. Seine späteren Stücke, allen voran Tod eines Handlungsreisenden, wurden zu Welterfolgen.
Jeder ist sich selbst der nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne, für die er sich einst hocharbeitete – um jeden Preis: Für den Traum von der eigenen Firma hatte er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und danach die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während dieser nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Doch als sich Sohn Chris in Ann, – Tochter des inhaftierten Sündenbocks – verliebt, beginnt die Vergangenheit Keller einzuholen. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral bricht los und demontiert gnadenlos den American Dream…

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Sonntag, 9. Mai 2010

BarFestspiele
Die Birnen von Ribbeck
Nach einer Erzählung von Friedrich Christian Delius
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt

Mit Andreas Manz

Fontanes Ballade hat das Dorf Ribbeck, vierzig Kilometer vor Berlin gelegen, berühmt gemacht. Im Frühjahr 1990, nach Öffnung der Mauer, kommen Westberliner nach Ribbeck, um einen Birnbaum zu pflanzen und mit den Ribbeckern die neue deutsche Einheit zu feiern. Auf dem Volksfest mit Erbsensuppe, Freibier und Birnenschnaps aus dem Westen verschafft sich ein Ribbecker Gehör. Er erzählt die Geschichte des Dorfes, erzählt von alten und neuen Herren, vom Mütze ziehen in Kaiserzeit, Nazidiktatur und Sozialismus und nähert sich, misstrauisch und selbstbewusst auch dem ungewohnt Neuen nach der Wende. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, in denen die Einheit in den Köpfen längst nicht vollzogen ist, die Ressentiments auf beiden Seiten sich verfestigt haben und neben den mancherorts gewachsenen „blühenden Landschaften“, vielerorts der Verlust der sozialen Sicherheit zu beklagen ist, lässt Delius die Fragen, Gefühle und Gedanken der Stunde Null lebendig werden.

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Montag, 10. Mai 2010

7. Sinfoniekonzert
Großes Haus | 20 Uhr (Restkarten)
Werke von Richard Strauss, Olivier Messiaen und Walter Braunfels

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Tenor Rudolf Schasching
Chor des Staatstheaters Darmstadt | Chor des Musikvereins Darmstadt e. V.

Olivier Messiaen Et exspecto resurrectionem mortuorum
Richard Strauss Metamorphosen
Walter Braunfels Offenbarung Johannis op. 17

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Dienstag, 11. Mai 2010

Verein der Freunde und Förderer präsentiert
Foyergespräch: Schauspieldirektor Martin Apelt
Im Gespräch über Theater und Werktreue
Foyer Großes Haus | 20 Uhr

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Dienstag, 11. Mai 2010

Zusatzvorstellung
William Shakespeare
Timon von Athen
Bühne Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Michael Helle | Bühne und Kostüme Achim Römer

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Thomas Cermak, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, István Vincze, Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Der reiche Athener Timon steht bei seinen Mitmenschen hoch im Kurs, denn er gibt sich stets hilfsbereit und spendabel – bis er mit leeren Taschen und ohne Freunde da steht… Shakespeares Sprachgewalt in einem eindringlichen Werk, über einen, der in der Abkehr vom Geld zum Menschenfeind wird.

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Dienstag, 11. Mai 2010

Offene Probe
David Spencer
Raum (Space)
Schauspiel | Deutsche Erstaufführung
Kammerspiele | 20 Uhr

Einführung und Einblick in die Probenarbeit

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Premiere
Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee
Ballettabend von Stephan Thoss | Musik von Peter I. Tschaikowsky
Großes Haus | 19.30 Uhr

Choreografie Stephan Thoss | Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Bühne und Kostüme Tina Kitzing

Mit dem Ballett des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und dem Staatsorchester Darmstadt

Das Ballett der Ballette in der mitreißenden Neufassung von Stephan Thoss, der die leidenschaftliche vieraktige Musik von Tschaikowsky als Grundlage der Handlung nimmt. Die junge Odette verliebt sich in den charismatischen Rotbart. Doch sie erkennt zu spät seine Unfähigkeit, ihre Gefühle zu erwidern; er scheint zur Liebe nicht fähig. Von seiner Kühle tief verletzt, zieht sie sich weit in sich zurück, verwandelt sich symbolisch in ein Wesen, das erneuten Verletzungen durch andere Menschen entzogen ist – einen Schwan. Diese Existenz reiner Unschuld und Unberührbarkeit ist aber Schutz und Fluch zugleich. Denn zwischen Mitternacht und Morgen – auch in Tschaikowskys Vorlage der Zeitraum, in dem Odette die menschliche Gestalt wiedererlangt – nimmt die Tragödie ihren weiteren Verlauf.

Gastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Zum letzten Mal
The Black Rider
Musical von Robert Wilson, Tom Waits, William S. Burroughs
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung, Bühne und Kostüme Andrej Woron | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit Virginia Goldmann, Iris Melamed, Maika Troscheit, Diana Wolf | Stefan Schuster, Hubert Schlemmer, Aart Veder,
Tom Wild, Gerd K. Wölfle, Klaus Ziemann und Band

Unheil liegt in der Luft. Käthchen gehorcht in Liebesdingen ihrem Herzen. Auserkoren als Bräutigam hat sie sich den Schreiber Wilhelm. Doch von einer düsteren Vorahnung kann sie sich nicht befreien. Nach einem alten Brauch muss, wen die Försterstochter heiratet, die Ehe mit einem erfolgreichen Probeschuss besiegeln. Ungeschickter als Wilhelm im Umgang mit dem Gewehr kann man jedoch kaum sein. Da hätte der vom Vater als Schwiegersohn auserkorene Robert weit bessere Aussichten. Als Wilhelm sich dennoch plötzlich zum treffsicheren Schützen und begeisterten Jäger wandelt, scheint es, als habe der Teufel seine Hände im Spiel. Schaurig und schön, dämonisch und schräg, diabolisch und betörend ist die moderne Fassung der Volksbuchsage vom Freischütz, mit der Carl Maria von Weber einst die Romantik für die Oper entdeckte.

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Theaterführung für Familien
15.30 Uhr | Treffpunkt Künstlereingang Hügelstraße
Reservierung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Peter Schanz
Anna sagt was!
Theatermonolog
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (wenige Restkarten)

Leitung Boris C. Motzki

Mit Sonja Mustoff

Diese indiskreten Geständnisse einer Souffleuse, die den vielsagenden Untertitel Eine Brandrede aus dem Theater tragen, wurden erstmals 2007 am Staatstheater Braunschweig uraufgeführt.
Anna sagt was, denn die Protagonistin dieses Stücks ist Souffleuse an einem Theater – es ist ihr Beruf was zu sagen oder eben zu schweigen. Aber recht machen kann sie es keinem wirklich, vielleicht noch nicht einmal sich selbst… Aber ihren Beruf liebt Anna und sie möchte auch nicht mit „denen da oben“ tauschen, auch wenn sie früher einmal zu ihnen gezählt hat.
Anna zieht den Zuschauer immer wieder ins Vertrauen, berichtet aus dem Theaterleben und lässt ihn teilhaben an ihrem Leben im und mit dem Theater.

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Donnerstag, 13. Mai 2010

Ralph Benatzky
Im Weißen Rössl
Singspiel in drei Akten
Großes Haus | 18Uhr

Leitung Christoph Stiller/Wolfgang Wengenroth, Ansgar Weigner, Torsten Gaßner, Matthias Müller, Renate Schmitzer, Christof Hilmer

Mit Annett Arnold, Simone Brähler, Annette Luig, Merit Ostermann, Marie Smolka, Petra Urban | Mark Adler, Zygmunt Apostol, Erik Biegel, Thomas Braun, Sven Ehrke, Jochen Elbert, Klaus Krückemeyer, Giorge Martin, Jürgen Rust,
Wolfgang Vater, Axel Wagner

Zahlkellner Leopold, der im Traditionsgasthof Weißes Rössl am Wolfgangssee auch im größten Trubel stets den Überblick behält, ist verliebt in seine Chefin, die wiederum dem Stammgast Dr. Siedler zugetan zu sein scheint. Bis Leopold und Josepha dennoch ein Paar werden können, sind etliche Eifersuchtsszenen und Missverständnisse auszustehen, und auch die Auseinandersetzung zwischen dem Berliner Fabrikanten Wilhelm Giesecke und seinem Konkurrenten Sigismund Sülzheimer sowie der Besuch des Kaisers halten die Beteiligten gehörig in Atem. Benatzky hat mit seiner Revue-Operette ein Meisterwerk der gutgelaunten, gehobenen Unterhaltung geschaffen. Komik, Nostalgie und Lebensfreude geben sich ein Stelldichein. Melodien wie Die ganze Welt ist himmelblau, Was kann der Sigismund dafür oder nicht zuletzt die schmissige Titelmelodie sind längst zu Evergreens geworden.

Austauschgastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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Donnerstag, 13. Mai 2010

Carlo Goldoni
Der Impresario von Smyrna
Komödie
Kleines Haus | 18 Uhr

Inszenierung Peter Hailer | Bühne und Kostüme Martin Fischer

Mit Karin Klein, Christina Kühnreich, Iris Melamed | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer Harald Schneider, Tom Wild, Gerd K. Wölfle

Ein mittelloses Starensemble probt an seinem Durchbruch. Was den Venezianern noch fehlt, ist ein Sponsor. Der Zufall will es, dass ein neureicher Impresario aus dem fernen Orient gerade eine neue Oper in Smyrna gründen will und Darsteller sucht. Doch Bescheidenheit, Demut und Gerechtigkeit ist die Sache der Komödianten nicht. Eifersucht, Eitelkeit und andere Unzulänglichkeiten sorgen für eine explosive Mischung aus Liebe, Intrige und die Offenbarung nicht immer schöner Wahrheiten. Ein Stück über Menschen am Theater zwar, jedoch wird in deren Schrullen, Schwächen und liebenswerten Boshaftigkeiten jeder ein wenig von sich selbst wiedererkennen. Soll das Theater nicht der Spiegel der Welt sein?
Carlo Goldoni (1707-1793) gilt als Großmeister der italienischen Komödie.

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Donnerstag, 13. Mai 2010

Xavier Durringer
Ganze Tage, ganze Nächte
Eine Produktion des Jugendclubs backstage
Kammerspiele | 20 Uhr

Leitung Martin Meißner

Mit Tjorven Balser, Alexandra Bauer, Franziska Gimbel, Leonie Höckbert, Maryam Koohestanian, Sophia Landzettel, Diandra Laux, Marie Maier, Daniela Scheid, Canzu Yildiz | Valentin Ehrke, Daniel Pabst, Lukas Terhalle, Eric Westphal

Die bruchstückhaften Passagen in Xavier Durringers Stück zeichnen Momente aus unserer alltäglichen Lebenswelt nach. Sie zeigen Menschen, die unserer Lebenswirklichkeit, unserer Gesellschaft und unserer Zeit entsprungen sind und die daran scheitern, aber auch an sich selbst und den anderen. Die Protagonisten verbindet, dass sie von einer Sehnsucht nach etwas anderem getrieben werden – sie sind auf der Flucht, nicht in der Lage echten Kontakt herzustellen, sie leben aneinander vorbei und berühren sich nur kurz und meist schmerzhaft.
In der Version des Jugendclubs von Durringers Stück sind 14 Jugendliche plötzlich zusammen in einem Raum. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch teilen sie viel: Den Hunger nach Leben und lebendig zu sein. Was wie eine große Party beginnen könnte, kippt immer wieder: Von Liebe zu Hass, von Schmerz zu Euphorie.

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Freitag, 14. Mai 2010

Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee
Ballettabend von Stephan Thoss | Musik von Peter I. Tschaikowsky
Großes Haus | 19.30 Uhr

Choreografie Stephan Thoss | Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Bühne und Kostüme Tina Kitzing

Mit dem Ballett des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und dem Staatsorchester Darmstadt

Das Ballett der Ballette in der mitreißenden Neufassung von Stephan Thoss, der die leidenschaftliche vieraktige Musik von Tschaikowsky als Grundlage der Handlung nimmt. Die junge Odette verliebt sich in den charismatischen Rotbart. Doch sie erkennt zu spät seine Unfähigkeit, ihre Gefühle zu erwidern; er scheint zur Liebe nicht fähig. Von seiner Kühle tief verletzt, zieht sie sich weit in sich zurück, verwandelt sich symbolisch in ein Wesen, das erneuten Verletzungen durch andere Menschen entzogen ist – einen Schwan. Diese Existenz reiner Unschuld und Unberührbarkeit ist aber Schutz und Fluch zugleich. Denn zwischen Mitternacht und Morgen – auch in Tschaikowskys Vorlage der Zeitraum, in dem Odette die menschliche Gestalt wiedererlangt – nimmt die Tragödie ihren weiteren Verlauf.

Gastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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Freitag, 14. Mai 2010

Carl Zuckmayer
Der Hauptmann von Köpenick
Ein deutsches Märchen
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Malte Kreutzfeltd | Bühne und Kostüme Nikolaus Porz

Mit Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Stefan Schuster, Aart Veder, Gerd K. Wölfle, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Der Schuster Wilhelm Voigt möchte einen Pass beantragen – und scheitert im Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie: Ohne Arbeit keine Aufenthaltsgenehmigung. Ohne Aufenthaltsgenehmigung kein Pass. Ohne Pass keine Arbeit, keine Ausreise, kein menschenwürdiges Leben. Eine ausrangierte Hauptmannsuniform und eine pfiffige Idee helfen ihm jedoch, die Ordnungstreuen und Autoritätshörigen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen…
Mit dieser „besten Komödie der Weltliteratur“ (Thomas Mann) schuf Zuckmayer zugleich ein kritisches Zeitstück, bei dem die liebenswert-tragische Figur des Wilhelm Voigt zum Sinnbild des kleinen Mannes wurde. Sein Kampf gegen die Ungerechtigkeiten der (Arbeits-)Welt hat vor dem Hintergrund heutiger Begriffe wie Mindestlohn, Kurzarbeit und 400-Euro-Jobs nichts an Brisanz verloren.

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Samstag, 15. Mai 2010

Giuseppe Verdi
Aida
Oper in vier Akten | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Spielleitung Alfonso Romero Mora | Nach einer Inszenierung von
Michael Heinicke | Bühne und Kostüme Peter Sykora | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yanyu Guo, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar | Andreas Daum, Sven Ehrke, Bastiaan Everink, John In Eichen, Thomas Mehnert, Zurab Zurabishvili, Oliver Zwarg

Im schon lange währenden Krieg zwischen Ägypten und Äthiopien wird der junge Feldherr Radames zum Heerführer der Ägypter ernannt. Im Falle des Sieges winken ihm nicht nur Ruhm und Thronfolge, sondern auch die Hand der Königstochter Amneris. Radames hingegen liebt die Sklavin Aida, die noch dazu die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro ist. Angetrieben von ihrem Vater, verleitet sie Radames dazu, den geheimen Aufmarschplan der Ägypter preiszugeben. Er wird für diesen Hochverrat zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe eingemauert. Erst nachdem sein Verlies sich geschlossen hat, bemerkt er Aida, die sich heimlich in das nämliche Gewölbe geschlichen hat, um wenigstens im Tode mit dem Geliebten vereint zu sein.
Giuseppe Verdi schrieb mit Aida seine wohl populärste Oper. Monumentale Chorszenen – beispielsweise der berühmte Triumphmarsch – prägen den Charakter dieser Oper ebenso wie die anrührenden Szenen einer gleichermaßen dramatischen wie intimen Liebestragödie.

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Samstag, 15. Mai 2010

Mei Hong Lin
Schwanengesang
Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach | Musik von Michael Erhard
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin | Bühne und Kostüme Thomas Gruber | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

„Ja der Schwan hatte gesungen! Er sollte also sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“ Der belgische Schriftsteller Georges Rodenbach verfasste 1892 mit Bruges-la-Morte einen Roman, der ganz im Zeichen der Dekadenz des Fin de Siècle stand. Rodenbachs melancholische Geschichte aus Brügge wurde für viele Künstler zur Inspirationsquelle, darunter E. W. Korngold, der den Stoff um einen trauernden Witwer, der nichts mehr vom Leben erwartet, dann jedoch in einem Wahn in einer jungen Tänzerin das Ebenbild seiner verstorbenen Frau sieht, 1920 als Libretto für seine berühmte Oper Die tote Stadt verwendete. Die ungebrochene Faszination des Sujets inspiriert nun auch Mei Hong Lin, die Geschichte eines Zerrissenen zwischen Todessehnsucht und Neubeginn als Tanztheater neu zu beleben. Charaktere, gefangen im Kampf um den Verlust der Vergangenheit, hyper-sensible Seelen auf der Suche nach Verfeinerung der Sinne und Stilisierung des Lebensgefühls. Ständiges Schwanken zwischen sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft, zwischen dem Verlangen nach Reinheit und der Anziehung des Verrufenen.

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Samstag, 15. Mai 2010

Jaan Tätte
Bungee Jumping oder Die Geschichte vom Goldenen Fisch
Schauspiel
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt | Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, István Vincze

Laura und Roland verirren sich auf dem Weg zu einer Party im Wald und stoßen auf den kauzigen Osvald. Der vereinsamte Angler macht dem Paar ein so makaberes wie fatales Angebot: eine Milliarde Dollar für Lauras Liebe!
Geld oder Liebe? Abgründe öffnen sich, Undenkbares wird plötzlich denkbar, die Versuchung erfasst im Wechsel alle Beteiligten. Und immer wieder wird die sittliche Haltung des Individuums auf eine harte Probe gestellt. Lässt sich etwas Unverkäufliches veräußern – und wenn ja, zu welchem Preis?
Mit dem mehrfach preisgekrönten Stück Bungee Jumping hatte der estnische Autor Jaan Tätte (geboren 1964) seinen internationalen Durchbruch. Im Kleinen Haus war von ihm bereits Elchtest zu sehen.

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Samstag, 15. Mai 2010

BarFestspiele
Das kunstseidene Mädchen
Nach einem Roman von Irmgard Keun
Bar der Kammerspiele | 22 Uhr (wenige Restkarten)

Leitung Romy Schmidt | Musik Michael Erhard

Mit Diana Wolf

Sekretärin Doris hat die Nase voll von ihrem zudringlichen Chef und dem Leben mit der Schreibmaschine. Sie will ein Star werden, will nach Berlin. Dort stürzt sie sich in das pulsierende Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés. Ihre Affären mit Männern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten…
Irmgard Keun hatte mit ihrem Roman Das kunstseidene Mädchen 1932 großen Erfolg – ihr gelang das zeitgenössische Bild der modernen Frau, selbstbewusst und frech, das von dem heutiger junger Soap-Protagonistinnen nicht weit entfernt ist.

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Sonntag, 16. Mai 2010

Zum letzten Mal
Carl Orff
Gisei – Das Opfer | De temporum fine comoedia
Musikdrama | Spiel vom Ende der Zeit
Großes Haus | 18 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yun Jeong Cho, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Gundula Schulte, Susanne Serfling, Anja Vincken | Andreas Daum, Sven Ehrke, Malte Godglück, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Im Hause des Lehrers Genzo werden die Kinder des Dorfes unterrichtet. Chiyo bringt einen neuen Schüler, ihren Sohn Kotaro. Genzo bemerkt sogleich die erstaunliche Ähnlichkeit Kotaros mit seinem eigenen Sohn Kwan Shusai, der in Wahrheit allerdings der an Kindes statt angenommene Sohn des ermordeten früheren Kanzlers Michizane ist. Die Gefolgsleute des neuen Machthabers Tokihira, die die Wahrheit in Erfahrung gebracht haben, verlangen den Kopf Kwan Shusais. Scheinbar gehorsam übergibt Genzo ihnen einen abgeschlagenen Kopf.
Dem 1913 entstandenen ersten Bühnenwerk Orffs, Gisei – Das Opfer, wird das letzte, De temporum fine comoedia, aus dem Jahr 1973 gegenübergestellt. Der zweiteilige Abend vereint das japanische Historienspiel, das in der Inszenierung John Dews zur posthumen Uraufführung gelangt, somit mit einem Endspiel aus unseren Tagen, in dem wie in Gisei die Frage von Schuld und Sühne thematisiert wird, allerdings nicht an einem Einzelschicksal, sondern erweitert auf die Perspektive der gesamten Menschheit.

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Sonntag, 16. Mai 2010

BarFestspiele
Welche Droge passt zu mir?
Monolog von Kai Hansel
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger

Mit Christina Kühnreich

„Hören Sie auf, jede Nacht Möbel zu verrücken. Damit stiften Sie Verwirrung, bei Ihrem Mann, Ihrem Kind und allen Menschen, die Sie lieben.“ Hanna, Hausfrau und Mutter, hat einen viel besseren Weg aus dem Alltagfrust gefunden. Es bedarf nur der passenden Droge zur passenden Gelegenheit und jede Frau kann den Anfechtungen des Lebens elegant und souverän gegenübertreten. Drogen machen angstfrei und schlank, mutig und stark, es gilt nur, ein paar Regeln zu beachten. Mit missionarischem Sendungsbewusstsein und der ideologischen Schützenhilfe des Philosophen Seneca gibt Hanna die im Selbstversuch gemachten Erfahrungen an ihr Auditorium weiter. Zwischen Größenwahn und Schweißausbruch, Tagtraum und Atemlähmung unternimmt Hanna eine Reise an die Pforten des Paradieses. In dem Monolog des 1965 geborenen Erfolgsautors Kai Hensel bittet nun die Bühnenfigur Hanna, charmante Thirtysomething, zu ihrem ganz persönlichen Spiel mit dem Feuer an die Theaterbar.

QUELLE & weitere INFOS : www.staatstheater-darmstadt.de

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