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Die 19./20. Woche im STAATSTHEATER DARMSTADT

Veröffentlicht von Susannah V. Vergau am 12. Mai 2010. unter Alle Artikel, Ballett, Bühne, Staatstheater Darmstadt, Theater  Tags: Musik, Spielplan, Staatstheater Darmstadt, tanztheater, Theater, Vorschau  

staatstheater darmstadt small

Freitag, 14. Mai 2010

Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee
Ballettabend von Stephan Thoss | Musik von Peter I. Tschaikowsky
Großes Haus | 19.30 Uhr

Choreografie Stephan Thoss | Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Bühne und Kostüme Tina Kitzing

Mit dem Ballett des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und dem Staatsorchester Darmstadt

Das Ballett der Ballette in der mitreißenden Neufassung von Stephan Thoss, der die leidenschaftliche vieraktige Musik von Tschaikowsky als Grundlage der Handlung nimmt. Die junge Odette verliebt sich in den charismatischen Rotbart. Doch sie erkennt zu spät seine Unfähigkeit, ihre Gefühle zu erwidern; er scheint zur Liebe nicht fähig. Von seiner Kühle tief verletzt, zieht sie sich weit in sich zurück, verwandelt sich symbolisch in ein Wesen, das erneuten Verletzungen durch andere Menschen entzogen ist – einen Schwan. Diese Existenz reiner Unschuld und Unberührbarkeit ist aber Schutz und Fluch zugleich. Denn zwischen Mitternacht und Morgen – auch in Tschaikowskys Vorlage der Zeitraum, in dem Odette die menschliche Gestalt wiedererlangt – nimmt die Tragödie ihren weiteren Verlauf.

Gastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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Freitag, 14. Mai 2010

Carl Zuckmayer
Der Hauptmann von Köpenick
Ein deutsches Märchen
Kleines Haus | 19.30 Uhr (Restkarten)

Inszenierung Malte Kreutzfeltd | Bühne und Kostüme Nikolaus Porz

Mit Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Stefan Schuster, Aart Veder, Gerd K. Wölfle, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Der Schuster Wilhelm Voigt möchte einen Pass beantragen – und scheitert im Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie: Ohne Arbeit keine Aufenthaltsgenehmigung. Ohne Aufenthaltsgenehmigung kein Pass. Ohne Pass keine Arbeit, keine Ausreise, kein menschenwürdiges Leben. Eine ausrangierte Hauptmannsuniform und eine pfiffige Idee helfen ihm jedoch, die Ordnungstreuen und Autoritätshörigen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen…
Mit dieser „besten Komödie der Weltliteratur“ (Thomas Mann) schuf Zuckmayer zugleich ein kritisches Zeitstück, bei dem die liebenswert-tragische Figur des Wilhelm Voigt zum Sinnbild des kleinen Mannes wurde. Sein Kampf gegen die Ungerechtigkeiten der (Arbeits-)Welt hat vor dem Hintergrund heutiger Begriffe wie Mindestlohn, Kurzarbeit und 400-Euro-Jobs nichts an Brisanz verloren.

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Samstag, 15. Mai 2010

Giuseppe Verdi
Aida
Oper in vier Akten | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Spielleitung Alfonso Romero Mora | Nach einer Inszenierung von
Michael Heinicke | Bühne und Kostüme Peter Sykora | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yanyu Guo, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar | Andreas Daum, Sven Ehrke, Bastiaan Everink, John In Eichen, Thomas Mehnert, Zurab Zurabishvili, Oliver Zwarg

Im schon lange währenden Krieg zwischen Ägypten und Äthiopien wird der junge Feldherr Radames zum Heerführer der Ägypter ernannt. Im Falle des Sieges winken ihm nicht nur Ruhm und Thronfolge, sondern auch die Hand der Königstochter Amneris. Radames hingegen liebt die Sklavin Aida, die noch dazu die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro ist. Angetrieben von ihrem Vater, verleitet sie Radames dazu, den geheimen Aufmarschplan der Ägypter preiszugeben. Er wird für diesen Hochverrat zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe eingemauert. Erst nachdem sein Verlies sich geschlossen hat, bemerkt er Aida, die sich heimlich in das nämliche Gewölbe geschlichen hat, um wenigstens im Tode mit dem Geliebten vereint zu sein.
Giuseppe Verdi schrieb mit Aida seine wohl populärste Oper. Monumentale Chorszenen – beispielsweise der berühmte Triumphmarsch – prägen den Charakter dieser Oper ebenso wie die anrührenden Szenen einer gleichermaßen dramatischen wie intimen Liebestragödie.

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Samstag, 15. Mai 2010

Mei Hong Lin
Schwanengesang
Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach | Musik von Michael Erhard
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin | Bühne und Kostüme Thomas Gruber | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

„Ja der Schwan hatte gesungen! Er sollte also sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“ Der belgische Schriftsteller Georges Rodenbach verfasste 1892 mit Bruges-la-Morte einen Roman, der ganz im Zeichen der Dekadenz des Fin de Siècle stand. Rodenbachs melancholische Geschichte aus Brügge wurde für viele Künstler zur Inspirationsquelle, darunter E. W. Korngold, der den Stoff um einen trauernden Witwer, der nichts mehr vom Leben erwartet, dann jedoch in einem Wahn in einer jungen Tänzerin das Ebenbild seiner verstorbenen Frau sieht, 1920 als Libretto für seine berühmte Oper Die tote Stadt verwendete. Die ungebrochene Faszination des Sujets inspiriert nun auch Mei Hong Lin, die Geschichte eines Zerrissenen zwischen Todessehnsucht und Neubeginn als Tanztheater neu zu beleben. Charaktere, gefangen im Kampf um den Verlust der Vergangenheit, hyper-sensible Seelen auf der Suche nach Verfeinerung der Sinne und Stilisierung des Lebensgefühls. Ständiges Schwanken zwischen sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft, zwischen dem Verlangen nach Reinheit und der Anziehung des Verrufenen.

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Samstag, 15. Mai 2010

Jaan Tätte
Bungee Jumping oder Die Geschichte vom Goldenen Fisch
Schauspiel
Kammerspiele | 20 Uhr (Restkarten)

Inszenierung Romy Schmidt | Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, István Vincze

Laura und Roland verirren sich auf dem Weg zu einer Party im Wald und stoßen auf den kauzigen Osvald. Der vereinsamte Angler macht dem Paar ein so makaberes wie fatales Angebot: eine Milliarde Dollar für Lauras Liebe!
Geld oder Liebe? Abgründe öffnen sich, Undenkbares wird plötzlich denkbar, die Versuchung erfasst im Wechsel alle Beteiligten. Und immer wieder wird die sittliche Haltung des Individuums auf eine harte Probe gestellt. Lässt sich etwas Unverkäufliches veräußern – und wenn ja, zu welchem Preis?
Mit dem mehrfach preisgekrönten Stück Bungee Jumping hatte der estnische Autor Jaan Tätte (geboren 1964) seinen internationalen Durchbruch. Im Kleinen Haus war von ihm bereits Elchtest zu sehen.

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Samstag, 15. Mai 2010

BarFestspiele
Das kunstseidene Mädchen
Nach einem Roman von Irmgard Keun
Bar der Kammerspiele | 22 Uhr (ausverkauft)

Leitung Romy Schmidt | Musik Michael Erhard

Mit Diana Wolf

Sekretärin Doris hat die Nase voll von ihrem zudringlichen Chef und dem Leben mit der Schreibmaschine. Sie will ein Star werden, will nach Berlin. Dort stürzt sie sich in das pulsierende Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés. Ihre Affären mit Männern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten…
Irmgard Keun hatte mit ihrem Roman Das kunstseidene Mädchen 1932 großen Erfolg – ihr gelang das zeitgenössische Bild der modernen Frau, selbstbewusst und frech, das von dem heutiger junger Soap-Protagonistinnen nicht weit entfernt ist.

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Sonntag, 16. Mai 2010

Zum letzten Mal
Carl Orff
Gisei – Das Opfer | De temporum fine comoedia
Musikdrama | Spiel vom Ende der Zeit
Großes Haus | 18 Uhr (Restkarten)

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yun Jeong Cho, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Gundula Schulte, Susanne Serfling, Anja Vincken | Andreas Daum, Sven Ehrke, Malte Godglück, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Im Hause des Lehrers Genzo werden die Kinder des Dorfes unterrichtet. Chiyo bringt einen neuen Schüler, ihren Sohn Kotaro. Genzo bemerkt sogleich die erstaunliche Ähnlichkeit Kotaros mit seinem eigenen Sohn Kwan Shusai, der in Wahrheit allerdings der an Kindes statt angenommene Sohn des ermordeten früheren Kanzlers Michizane ist. Die Gefolgsleute des neuen Machthabers Tokihira, die die Wahrheit in Erfahrung gebracht haben, verlangen den Kopf Kwan Shusais. Scheinbar gehorsam übergibt Genzo ihnen einen abgeschlagenen Kopf.
Dem 1913 entstandenen ersten Bühnenwerk Orffs, Gisei – Das Opfer, wird das letzte, De temporum fine comoedia, aus dem Jahr 1973 gegenübergestellt. Der zweiteilige Abend vereint das japanische Historienspiel, das in der Inszenierung John Dews zur posthumen Uraufführung gelangt, somit mit einem Endspiel aus unseren Tagen, in dem wie in Gisei die Frage von Schuld und Sühne thematisiert wird, allerdings nicht an einem Einzelschicksal, sondern erweitert auf die Perspektive der gesamten Menschheit.

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Sonntag, 16. Mai 2010

BarFestspiele
Welche Droge passt zu mir?
Monolog von Kai Hansel
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger

Mit Christina Kühnreich

„Hören Sie auf, jede Nacht Möbel zu verrücken. Damit stiften Sie Verwirrung, bei Ihrem Mann, Ihrem Kind und allen Menschen, die Sie lieben.“ Hanna, Hausfrau und Mutter, hat einen viel besseren Weg aus dem Alltagfrust gefunden. Es bedarf nur der passenden Droge zur passenden Gelegenheit und jede Frau kann den Anfechtungen des Lebens elegant und souverän gegenübertreten. Drogen machen angstfrei und schlank, mutig und stark, es gilt nur, ein paar Regeln zu beachten. Mit missionarischem Sendungsbewusstsein und der ideologischen Schützenhilfe des Philosophen Seneca gibt Hanna die im Selbstversuch gemachten Erfahrungen an ihr Auditorium weiter. Zwischen Größenwahn und Schweißausbruch, Tagtraum und Atemlähmung unternimmt Hanna eine Reise an die Pforten des Paradieses. In dem Monolog des 1965 geborenen Erfolgsautors Kai Hensel bittet nun die Bühnenfigur Hanna, charmante Thirtysomething, zu ihrem ganz persönlichen Spiel mit dem Feuer an die Theaterbar.

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Montag, 17. Mai 2010

Else-Klink-Ensemble Stuttgart | Hindemith-Quartett
Soll ich der Hüter meines Bruders sein? Die ewige Frage nach Gut und Böse
Eurythmieaufführung mit Werken von Ludwig van Beethoven, Giya Kancheli, Hilde Domin und anderen
Großes Haus | 20 Uhr

Kains Frage „Soll ich der Hüter meines Bruders sein?” steht sinnbildlich für die Geschichte des Bruderpaars, hinter der sich gleichermaßen die Frage nach Gut und Böse – nach einem richtenden oder einem liebenden Gott verbirgt.
Die Eurythmie versteht sich als Bewegungskunst, die Tanz mit Sprache und Musik verbindet.
Das Else-Klink-Ensemble Stuttgart, von 1935 bis 1994 unter der Leitung von Else Klink, ist eine der größten deutsche Eurythmiebühnen.

Else-Klink-Ensemble Stuttgart | Hindemith-Quartett
Violine Ingo de Haas / Jefimija Brajovich | Viola Thomas Rössel | Violoncello Daniel-Robert Graf | Klavier Nune Arakelyan | Rezitation Sabine Eberleh / Iduna Pfeiffer-Nuzzo | Lichtdesign Peter Jackson

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Dienstag, 18. Mai 2010

1. Jugendkonzert
Bach 2000
Centralstation | 11 Uhr

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister

Mit dem Staatsorchester Darmstadt

Bach 2000 ist Titel und Thema des 1. Jugendkonzertes des Staatstheaters Darmstadt in der Centralstation. In diesem Konzert wird neben Johann Sebastian Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050 auch die Stellungnahme der zeitgenössischen Komponistin Libby Larsen zu Bachs Werk A Brandenburg for the New Millenium für Trompete, Marimba, E-Gitarre, verstärktes Cembalo und Streicher zu hören sein.
Dieses Konzert ist nicht nur für junge Leute konzipiert, es wird auch von ihnen moderiert. Durch das Programm werden Schülerinnen und Schülern der Eleonorenschule Darmstadt führen, die sich im Laufe des Schuljahres intensiv mit den Werken auseinander gesetzt haben.

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Dienstag, 18. Mai 2010

Carlo Goldoni
Der Impresario von Smyrna
Komödie
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Peter Hailer | Bühne und Kostüme Martin Fischer

Mit Karin Klein, Christina Kühnreich, Iris Melamed | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Harald Schneider, Tom Wild, Gerd K. Wölfle

Ein mittelloses Starensemble probt an seinem Durchbruch. Was den Venezianern noch fehlt, ist ein Sponsor. Der Zufall will es, dass ein neureicher Impresario aus dem fernen Orient gerade eine neue Oper in Smyrna gründen will und Darsteller sucht. Doch Bescheidenheit, Demut und Gerechtigkeit ist die Sache der Komödianten nicht. Eifersucht, Eitelkeit und andere Unzulänglichkeiten sorgen für eine explosive Mischung aus Liebe, Intrige und die Offenbarung nicht immer schöner Wahrheiten. Ein Stück über Menschen am Theater zwar, jedoch wird in deren Schrullen, Schwächen und liebenswerten Boshaftigkeiten jeder ein wenig von sich selbst wiedererkennen. Soll das Theater nicht der Spiegel der Welt sein?
Carlo Goldoni (1707-1793) gilt als Großmeister der italienischen Komödie.

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Mittwoch, 19. Mai 2010

Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee
Ballettabend von Stephan Thoss | Musik von Peter I. Tschaikowsky
Großes Haus | 19.30 Uhr

Choreografie Stephan Thoss | Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Bühne und Kostüme Tina Kitzing

Mit dem Ballett des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und dem Staatsorchester Darmstadt

Das Ballett der Ballette in der mitreißenden Neufassung von Stephan Thoss, der die leidenschaftliche vieraktige Musik von Tschaikowsky als Grundlage der Handlung nimmt. Die junge Odette verliebt sich in den charismatischen Rotbart. Doch sie erkennt zu spät seine Unfähigkeit, ihre Gefühle zu erwidern; er scheint zur Liebe nicht fähig. Von seiner Kühle tief verletzt, zieht sie sich weit in sich zurück, verwandelt sich symbolisch in ein Wesen, das erneuten Verletzungen durch andere Menschen entzogen ist – einen Schwan. Diese Existenz reiner Unschuld und Unberührbarkeit ist aber Schutz und Fluch zugleich. Denn zwischen Mitternacht und Morgen – auch in Tschaikowskys Vorlage der Zeitraum, in dem Odette die menschliche Gestalt wiedererlangt – nimmt die Tragödie ihren weiteren Verlauf.

Gastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

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Mittwoch, 19. Mai 2010

Peter Schanz
Anna sagt was!
Theatermonolog
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Leitung Boris C. Motzki

Mit Sonja Mustoff

Diese indiskreten Geständnisse einer Souffleuse, die den vielsagenden Untertitel Eine Brandrede aus dem Theater tragen, wurden erstmals 2007 am Staatstheater Braunschweig uraufgeführt.
Anna sagt was, denn die Protagonistin dieses Stücks ist Souffleuse an einem Theater – es ist ihr Beruf was zu sagen oder eben zu schweigen. Aber recht machen kann sie es keinem wirklich, vielleicht noch nicht einmal sich selbst… Aber ihren Beruf liebt Anna und sie möchte auch nicht mit „denen da oben“ tauschen, auch wenn sie früher einmal zu ihnen gezählt hat.
Anna zieht den Zuschauer immer wieder ins Vertrauen, berichtet aus dem Theaterleben und lässt ihn teilhaben an ihrem Leben im und mit dem Theater.

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Theaterspielplatz
Illusionsmalerei | ab 8 Jahren
Foyer Großes Haus | 16 Uhr

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Ralph Benatzky
Im Weißen Rössl
Singspiel in drei Akten
Großes Haus | 19.30 Uhr

Leitung Christoph Stiller/Wolfgang Wengenroth, Ansgar Weigner, Torsten Gaßner, Matthias Müller, Renate Schmitzer, Christof Hilmer

Mit Annett Arnold, Simone Brähler, Annette Luig, Merit Ostermann, Marie Smolka, Petra Urban | Mark Adler, Zygmunt Apostol, Erik Biegel, Thomas Braun, Sven Ehrke, Jochen Elbert, Klaus Krückemeyer, Giorge Martin, Jürgen Rust,
Wolfgang Vater, Axel Wagner

Zahlkellner Leopold, der im Traditionsgasthof Weißes Rössl am Wolfgangssee auch im größten Trubel stets den Überblick behält, ist verliebt in seine Chefin, die wiederum dem Stammgast Dr. Siedler zugetan zu sein scheint. Bis Leopold und Josepha dennoch ein Paar werden können, sind etliche Eifersuchtsszenen und Missverständnisse auszustehen, und auch die Auseinandersetzung zwischen dem Berliner Fabrikanten Wilhelm Giesecke und seinem Konkurrenten Sigismund Sülzheimer sowie der Besuch des Kaisers halten die Beteiligten gehörig in Atem. Benatzky hat mit seiner Revue-Operette ein Meisterwerk der gutgelaunten, gehobenen Unterhaltung geschaffen. Komik, Nostalgie und Lebensfreude geben sich ein Stelldichein. Melodien wie Die ganze Welt ist himmelblau, Was kann der Sigismund dafür oder nicht zuletzt die schmissige Titelmelodie sind längst zu Evergreens geworden.

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Zum letzten Mal
Ray Cooney
Außer Kontrolle
Farce
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Henri Hohenemser | Bühne und Kostüme Stelios Vasikaridis

Mit Jutta Eckhardt, Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Gerd K. Wölfle

London, Westminster-Hotel, Suite 648: Minister Richard Willey hat ein heimliches Stelldichein mit Jane Worthington – Sekretärin der Opposition! Und noch pikanter: Eigentlich müssten beide gerade bei der Parlamentssitzung sein. Als jedoch eine Leiche in der Suite auftaucht, gerät alles Außer Kontrolle! Willeys Assistent George Pigden wird zur Hilfe gerufen, doch damit gehen die Probleme erst los: ein Strudel aus irrwitzigen und – im wahrsten Sinne des Wortes – halsbrecherischen Versuchen, das Verhältnis vor diversen Ehepartnern, einem misstrauischen Hoteldirektor und nicht zuletzt einem häufig bewusstlosen Detektiv zu verbergen.
Mit akribischer Genauigkeit kann Ray Cooney absurd erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende bürgerliche Katastrophen konstruieren, die die Figuren in atemberaubendem Tempo von einer Notlüge in die nächste treiben.
Turbulente Verwechslungskomödie mit bissigem, britischen Humor vom Allerfeinsten: höchst vergnüglich!

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Premiere
David Spencer
Raum (Space)
Schauspiel | Deutsche Erstaufführung
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Stefan Schuster

Space, Raum, das ist nicht nur der Weltraum mit den weit entfernten Galaxien und den unzähligen Sternen, zu denen man sich hinträumen kann und von denen Dean dem kleinen Kenny jeden Abend vorm Einschlafen erzählt. Damit ist auch die beengte Wohnung gemeint, in der Kenny mit seiner Mutter Pam und jetzt eben auch Dean wohnt.
Raum (Space) ist eine Geschichte um die Frage, wie viel Platz man um sich herum braucht, für die eigenen Pläne und Träume, und wie viel man davon teilen kann. Dean und Pam meistern ihr Leben zwischen Erwachsen-Werden und familiärer Verantwortung. David Spencer legt auf anrührende Art den Fokus auf die Psychologie der Figuren und beschreibt meisterhaft den täglichen Kampf zwischen deren Ängsten und Sehnsüchten.

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Freitag, 21. Mai 2010

Gaetano Donizetti
Maria Stuarda
Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung Alfonso Romero Mora | Bühne Dirk Hofacker | Kostüme Gabriela Salaverri | Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Stephanie Theiß | John In Eichen, Oleksandr Prytolyuk

Elisabeth I., Königin von England, und Maria Stuart, Königin von Schottland, sind Rivalinnen, nicht nur um den Thron, sondern auch in der Liebe. Beide lieben den Grafen Leicester. Elisabeth hält ihre Kontrahentin Maria schon seit Jahren gefangen, kann sich jedoch nicht zu einer endgültigen Entscheidung über ihr Schicksal durchringen. Durch Vermittlung Leicesters kommt es zu einer direkten Begegnung der beiden Rivalinnen, die in eine offene Konfrontation ausartet: Elisabeth bezichtigt Maria des Ehebruchs und des Verrats, Maria nennt Elisabeth einen Bastard.
Maria Stuarda (1834) gehört ebenso wie Anna Bolena (1830) und Roberto Devereux (1837) zur Königinnen-Trilogie Donizettis. Schillers Trauerspiel Maria Stuart bildete die Vorlage. Donizetti geht es in seiner Fassung jedoch weniger um die Staatsintrige. Er konzentriert sich vielmehr auf die beiden außergewöhnlichen Charaktere. Mit der eskalierenden Begegnung und Konfrontation der beiden Königinnen gelingt Donizetti dabei eine der eindrucksvollsten musikalischen Szenen seines Schaffens.

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Freitag, 21. Mai 2010

Ben Jonson | William Shakespeare
Volpone | Timon von Athen
Elisabethanische Variationen über das Gold

Inszenierung Michael Helle | Bühne und Kostüme Achim Römer

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Thomas Cermak, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, István Vincze, Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Zwei Stücke hintereinander an einem Abend: Die beiden Werke der Zeitgenossen Jonson und Shakespeare, thematisch verbunden zu zwei Seiten einer Medaille!
Volpone
Kleines Haus | 19.30 Uhr
Der knausrige Venezianer Volpone nutzt die Habsucht seiner Mitmenschen aus, um sich selbst zu bereichern. Sein pfiffiger Diener Mosca ist ihm dabei behilflich, und eine Weile stehen die Aktien ja auch noch gut…! Jonson schrieb eine rasante Typenkomödie, die Stefan Zweig am Vorabend der Weltwirtschaftskrise 1929 in einer eigenen Fassung ins Deutsche übertrug.
Timon von Athen
Bühne Kleines Haus | etwa 22 Uhr
Der reiche Athener Timon steht bei seinen Mitmenschen hoch im Kurs, denn er gibt sich stets hilfsbereit und spendabel – bis er mit leeren Taschen und ohne Freunde da steht… Shakespeares Sprachgewalt in einem eindringlichen Werk, über einen, der in der Abkehr vom Geld zum Menschenfeind wird.

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Freitag, 21. Mai 2010

Ingrid Lausund
Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner
Komödie
Kammerspiele | 20 Uhr (wenige Restkarten)

Regie Jens Poth | Bühne und Kostüme Jens Poth, Romy Schmidt

Mit Gabriele Drechsel, Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Heinz Kloss, Stefan Schuster

Das Ziel: Eine Schule für Guinea Bissau! Aber wenn fünf Schauspieler für eine anstehende Benefizveranstaltung proben, prallen nicht nur fünf völlig unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander, sondern auch die Stereotypen. Spätestens nach der Frage, wie „schwarz“ denn „schwarz genug“ ist, um „afrikanisch“ auszusehen, entspinnt sich zwischen Gutgemeintem und Schlechtgeprobtem ein absurder Eiertanz um die so genannte political correctness.
Vergnüglich, polemisch, scharfsinnig: Der Humor von Ingrid Lausund ist herrlich demaskierend. Intelligent fragt die in der zeitgenössischen Independent- und Improvisationstheaterszene hoch geschätzte Dramatikerin und Regisseurin nach der Wahrhaftigkeit solcher Spendenveranstaltungen und stellt dabei die eigenen eingefahrenen Denkweisen bloß.

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Samstag, 22. Mai 2010

Richard Strauss
Der Rosenkavalier
Komödie für Musik
Großes Haus | 19 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung Peter Lund | Bühne und Kostüme Claudia Doderer |
Choreinstudierung André Weiss

Mit Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar, Carine Séchaye, Susanne Serfling | Markus Durst, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Albert Pesendorfer

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermütiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs, vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano; Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen, trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat. Einmal erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.

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Samstag, 22. Mai 2010

Carlo Goldoni
Der Impresario von Smyrna
Komödie
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Peter Hailer | Bühne und Kostüme Martin Fischer

Mit Karin Klein, Christina Kühnreich, Iris Melamed | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Harald Schneider, Tom Wild, Gerd K. Wölfle

Ein mittelloses Starensemble probt an seinem Durchbruch. Was den Venezianern noch fehlt, ist ein Sponsor. Der Zufall will es, dass ein neureicher Impresario aus dem fernen Orient gerade eine neue Oper in Smyrna gründen will und Darsteller sucht. Doch Bescheidenheit, Demut und Gerechtigkeit ist die Sache der Komödianten nicht. Eifersucht, Eitelkeit und andere Unzulänglichkeiten sorgen für eine explosive Mischung aus Liebe, Intrige und die Offenbarung nicht immer schöner Wahrheiten. Ein Stück über Menschen am Theater zwar, jedoch wird in deren Schrullen, Schwächen und liebenswerten Boshaftigkeiten jeder ein wenig von sich selbst wiedererkennen. Soll das Theater nicht der Spiegel der Welt sein?
Carlo Goldoni (1707-1793) gilt als Großmeister der italienischen Komödie.

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Samstag, 22. Mai 2010

Jaan Tätte
Bungee Jumping oder Die Geschichte vom Goldenen Fisch
Schauspiel
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt | Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, István Vincze

Laura und Roland verirren sich auf dem Weg zu einer Party im Wald und stoßen auf den kauzigen Osvald. Der vereinsamte Angler macht dem Paar ein so makaberes wie fatales Angebot: eine Milliarde Dollar für Lauras Liebe!
Geld oder Liebe? Abgründe öffnen sich, Undenkbares wird plötzlich denkbar, die Versuchung erfasst im Wechsel alle Beteiligten. Und immer wieder wird die sittliche Haltung des Individuums auf eine harte Probe gestellt. Lässt sich etwas Unverkäufliches veräußern – und wenn ja, zu welchem Preis?
Mit dem mehrfach preisgekrönten Stück Bungee Jumping hatte der estnische Autor Jaan Tätte (geboren 1964) seinen internationalen Durchbruch. Im Kleinen Haus war von ihm bereits Elchtest zu sehen.

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Samstag, 22. Mai 2010

BarFestspiele
Das kunstseidene Mädchen
Nach einem Roman von Irmgard Keun
Bar der Kammerspiele | 22 Uhr (wenige Restkarten)

Leitung Romy Schmidt | Musik Michael Erhard

Mit Diana Wolf
Sekretärin Doris hat die Nase voll von ihrem zudringlichen Chef und dem Leben mit der Schreibmaschine. Sie will ein Star werden, will nach Berlin. Dort stürzt sie sich in das pulsierende Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés. Ihre Affären mit Männern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten…
Irmgard Keun hatte mit ihrem Roman Das kunstseidene Mädchen 1932 großen Erfolg – ihr gelang das zeitgenössische Bild der modernen Frau, selbstbewusst und frech, das von dem heutiger junger Soap-Protagonistinnen nicht weit entfernt ist.

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Sonntag, 23. Mai 2010

Giuseppe Verdi
Aida
Oper in vier Akten | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 18 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Spielleitung Alfonso Romero Mora | Nach einer Inszenierung von
Michael Heinicke | Bühne und Kostüme Peter Sykora | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yanyu Guo, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar | Andreas Daum, Sven Ehrke, Bastiaan Everink, John In Eichen, Thomas Mehnert, Zurab Zurabishvili, Oliver Zwarg

Im schon lange währenden Krieg zwischen Ägypten und Äthiopien wird der junge Feldherr Radames zum Heerführer der Ägypter ernannt. Im Falle des Sieges winken ihm nicht nur Ruhm und Thronfolge, sondern auch die Hand der Königstochter Amneris. Radames hingegen liebt die Sklavin Aida, die noch dazu die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro ist. Angetrieben von ihrem Vater, verleitet sie Radames dazu, den geheimen Aufmarschplan der Ägypter preiszugeben. Er wird für diesen Hochverrat zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe eingemauert. Erst nachdem sein Verlies sich geschlossen hat, bemerkt er Aida, die sich heimlich in das nämliche Gewölbe geschlichen hat, um wenigstens im Tode mit dem Geliebten vereint zu sein.
Giuseppe Verdi schrieb mit Aida seine wohl populärste Oper. Monumentale Chorszenen – beispielsweise der berühmte Triumphmarsch – prägen den Charakter dieser Oper ebenso wie die anrührenden Szenen einer gleichermaßen dramatischen wie intimen Liebestragödie.

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Sonntag, 23. Mai 2010

Carl Zuckmayer
Der Hauptmann von Köpenick
Ein deutsches Märchen
Kleines Haus | 18Uhr

Inszenierung Malte Kreutzfeltd | Bühne und Kostüme Nikolaus Porz

Mit Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Stefan Schuster, Aart Veder, Gerd K. Wölfle, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Der Schuster Wilhelm Voigt möchte einen Pass beantragen – und scheitert im Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie: Ohne Arbeit keine Aufenthaltsgenehmigung. Ohne Aufenthaltsgenehmigung kein Pass. Ohne Pass keine Arbeit, keine Ausreise, kein menschenwürdiges Leben. Eine ausrangierte Hauptmannsuniform und eine pfiffige Idee helfen ihm jedoch, die Ordnungstreuen und Autoritätshörigen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen…
Mit dieser „besten Komödie der Weltliteratur“ (Thomas Mann) schuf Zuckmayer zugleich ein kritisches Zeitstück, bei dem die liebenswert-tragische Figur des Wilhelm Voigt zum Sinnbild des kleinen Mannes wurde. Sein Kampf gegen die Ungerechtigkeiten der (Arbeits-)Welt hat vor dem Hintergrund heutiger Begriffe wie Mindestlohn, Kurzarbeit und 400-Euro-Jobs nichts an Brisanz verloren.

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Sonntag, 23. Mai 2010

BarFestspiele
Welche Droge passt zu mir?
Monolog von Kai Hansel
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger

Mit Christina Kühnreich

„Hören Sie auf, jede Nacht Möbel zu verrücken. Damit stiften Sie Verwirrung, bei Ihrem Mann, Ihrem Kind und allen Menschen, die Sie lieben.“ Hanna, Hausfrau und Mutter, hat einen viel besseren Weg aus dem Alltagfrust gefunden. Es bedarf nur der passenden Droge zur passenden Gelegenheit und jede Frau kann den Anfechtungen des Lebens elegant und souverän gegenübertreten. Drogen machen angstfrei und schlank, mutig und stark, es gilt nur, ein paar Regeln zu beachten. Mit missionarischem Sendungsbewusstsein und der ideologischen Schützenhilfe des Philosophen Seneca gibt Hanna die im Selbstversuch gemachten Erfahrungen an ihr Auditorium weiter. Zwischen Größenwahn und Schweißausbruch, Tagtraum und Atemlähmung unternimmt Hanna eine Reise an die Pforten des Paradieses. In dem Monolog des 1965 geborenen Erfolgsautors Kai Hensel bittet nun die Bühnenfigur Hanna, charmante Thirtysomething, zu ihrem ganz persönlichen Spiel mit dem Feuer an die Theaterbar.

QUELLE & weitere INFOS : www.staatstheater-darmstadt.de

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