
Freitag, 11. Juni 2010
Giuseppe Verdi
Aida
Oper in vier Akten | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30 (Restkarten)
Musikalische Leitung Constantin Trinks | Spielleitung Alfonso Romero Mora | Nach einer Inszenierung von
Michael Heinicke | Bühne und Kostüme Peter Sykora | Choreinstudierung André Weiss
Mit Yanyu Guo, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar | Andreas Daum, Sven Ehrke, Bastiaan Everink, John In Eichen, Thomas Mehnert, Zurab Zurabishvili, Oliver Zwarg
Im schon lange währenden Krieg zwischen Ägypten und Äthiopien wird der junge Feldherr Radames zum Heerführer der Ägypter ernannt. Im Falle des Sieges winken ihm nicht nur Ruhm und Thronfolge, sondern auch die Hand der Königstochter Amneris. Radames hingegen liebt die Sklavin Aida, die noch dazu die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro ist. Angetrieben von ihrem Vater, verleitet sie Radames dazu, den geheimen Aufmarschplan der Ägypter preiszugeben. Er wird für diesen Hochverrat zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe eingemauert. Erst nachdem sein Verlies sich geschlossen hat, bemerkt er Aida, die sich heimlich in das nämliche Gewölbe geschlichen hat, um wenigstens im Tode mit dem Geliebten vereint zu sein.
Giuseppe Verdi schrieb mit Aida seine wohl populärste Oper. Monumentale Chorszenen – beispielsweise der berühmte Triumphmarsch – prägen den Charakter dieser Oper ebenso wie die anrührenden Szenen einer gleichermaßen dramatischen wie intimen Liebestragödie.
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Freitag, 11. Juni 2010
Arthur Miller
Alle meine Söhne
Drama
Kleines Haus | 19.30 Uhr
Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch
Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann
All my Sons brachte Arthur Miller (1919-2005) 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker. Seine späteren Stücke, allen voran Tod eines Handlungsreisenden, wurden zu Welterfolgen.
Jeder ist sich selbst der nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne, für die er sich einst hocharbeitete – um jeden Preis: Für den Traum von der eigenen Firma hatte er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und danach die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während dieser nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Doch als sich Sohn Chris in Ann, – Tochter des inhaftierten Sündenbocks – verliebt, beginnt die Vergangenheit Keller einzuholen. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral bricht los und demontiert gnadenlos den American Dream…
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Freitag, 11. Juni 2010
Edward Bond
Männergesellschaft
Kammerspiele | 20 Uhr
Inszenierung Sibylle Broll-Pape | Bühne und Kostüme Trixy Royeck
Mit Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Harald Schneider, István Vincze, Uwe Zerwer
Geschickt hat Oldfield senior die feindliche Übernahme seiner Waffenfirma durch den Industriellen Hammond abgewendet. Nun hält er 80% der Anteile somit könnte sich Firmenerbe und Adoptivsohn Leonard entspannt zurücklehnen. Hätte diesen nur nicht der Ehrgeiz gepackt! Als er die Möglichkeit zum bislang verweigerten beruflichen Aufstieg sieht, paktiert er kurzerhand heimlich mit den Konkurrenten. Beim Pokern um Ämter und dem Schmieden von Allianzen ist jedem jedes Mittel recht. So steht im undurchsichtigen Netz der Hierarchien, Interessen und Intrigen bald die eigene Integrität zum Verkauf. Doch Habgier ist eine Todsünde. Und in der Tat werden nicht alle Mitglieder dieser Männergesellschaft ihren Egoismus überleben…
In Männergesellschaft beschreibt Edward Bond parabelartig und auf spannende Weise eine Familiengeschichte, in der menschliche Beziehungen zu Vertragsgeschäften werden. „Ich glaube, dass es keinen guten Stückeschreiber gibt, der an moralischen Fragen unbeteiligt bleiben kann“ resümiert der Brite, der die internationale Theaterlandschaft seit über 40 Jahren mit seinen vielfältigen, aber immer zeitkritischen Werken versorgt.
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Samstag, 12. Juni 2010
Premiere
Joseph Stein, Sheldon Harnick und Jerry Bock
Anatevka
Musical
Großes Haus | 19.30 Uhr (wenige Restkarten)
Musikalische Leitung Bartholomew Berzonsky | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreografie Anthoula Papadakis Choreinstudierung André Weiss
Mit Isabel Aguilera, Franka Eiche, Gabriela Fliegel, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Lucia Hofmann, Margaret Rose Koenn, 0lga Lavrentieva, Monika Mayer, Susanne Serfling, Stephanie Theiß, Anja Vincken | Lee Bamford, Alin Codreanu-Ariesanu, Radoslav Damianov, Simone Deriu, Sven Ehrke, Malte Godglück, Peter de Grasse, Wout Geers, Daniel Gillard, Georg Heckel, Monte Jaffe, LawrenceJordan, Bernd Kaiser, László Kocsis, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Celedonio Indalecio Moreno Fuentes, David Pichl-maier, Christopher Ryan, Tom Schmidt, Stefan Steinbauer
In dem kleinen, hauptsächlich von Juden bewohnten Dorf Anatevka in der Ukraine haben sich die Bewohner auf ein Leben im Alt-hergebrachten eingerichtet. Doch der Geist der Veränderung hält irgendwann auch im entlegensten Winkel Einzug, das muss der Milchmann Tewje am eigenen Leibe erfahren. Seine drei ältesten Töchter widersetzen sich den Verheiratungsabsichten der Eltern. Außerdem hat es mittlerweile im Lande zu rumoren begonnen, und die Juden bekommen die Erstickung der revolutionären Umtriebe besonders hart zu spüren. Tewje muss Anatevka mit seiner Familie in Richtung einer unsicheren Zukunft verlassen, doch in seinem unerschütterlichen Gottvertrauen fügt er sich auch in dieses schwere Schicksal.
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Samstag, 12. Juni 2010
Zum letzten Mal
Ben Jonson | William Shakespeare
Volpone | Timon von Athen
Elisabethanische Variationen über das Gold
Inszenierung Michael Helle | Bühne und Kostüme Achim Römer
Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Thomas Cermak, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, István Vincze, Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann
Zwei Stücke hintereinander an einem Abend: Die beiden Werke der Zeitgenossen Jonson und Shakespeare, thematisch verbunden zu zwei Seiten einer Medaille!
Volpone
Kleines Haus | 19.30 Uhr
Der knausrige Venezianer Volpone nutzt die Habsucht seiner Mitmenschen aus, um sich selbst zu bereichern. Sein pfiffiger Diener Mosca ist ihm dabei behilflich, und eine Weile stehen die Aktien ja auch noch gut…! Jonson schrieb eine rasante Typenkomödie, die Stefan Zweig am Vorabend der Weltwirtschaftskrise 1929 in einer eigenen Fassung ins Deutsche übertrug.
Timon von Athen
Bühne Kleines Haus | etwa 22 Uhr
Der reiche Athener Timon steht bei seinen Mitmenschen hoch im Kurs, denn er gibt sich stets hilfsbereit und spendabel – bis er mit leeren Taschen und ohne Freunde da steht… Shakespeares Sprachgewalt in einem eindringlichen Werk, über einen, der in der Abkehr vom Geld zum Menschenfeind wird.
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Samstag, 12. Juni 2010
David Spencer
Raum (Space)
Schauspiel | Deutsche Erstaufführung
Kammerspiele | 20 Uhr
Inszenierung Martin Ratinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch
Mit Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Stefan Schuster
Space, Raum, das ist nicht nur der Weltraum mit den weit entfernten Galaxien und den unzähligen Sternen, zu denen man sich hinträumen kann und von denen Dean dem kleinen Kenny jeden Abend vorm Einschlafen erzählt. Damit ist auch die beengte Wohnung gemeint, in der Kenny mit seiner Mutter Pam und jetzt eben auch Dean wohnt.
Raum (Space) ist eine Geschichte um die Frage, wie viel Platz man um sich herum braucht, für die eigenen Pläne und Träume, und wie viel man davon teilen kann. Dean und Pam meistern ihr Leben zwischen Erwachsen-Werden und familiärer Verantwortung. David Spencer legt auf anrührende Art den Fokus auf die Psychologie der Figuren und beschreibt meisterhaft den täglichen Kampf zwischen deren Ängsten und Sehnsüchten.
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Sonntag, 13. Juni 2010
Gaetano Donizetti
Maria Stuarda
Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 16 Uhr
Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung Alfonso Romero Mora | Bühne Dirk Hofacker | Kostüme Gabriela Salaverri | Choreinstudierung André Weiss
Mit Katrin Gerstenberger, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Stephanie Theiß | John In Eichen, Oleksandr Prytolyuk
Elisabeth I., Königin von England, und Maria Stuart, Königin von Schottland, sind Rivalinnen, nicht nur um den Thron, sondern auch in der Liebe. Beide lieben den Grafen Leicester. Elisabeth hält ihre Kontrahentin Maria schon seit Jahren gefangen, kann sich jedoch nicht zu einer endgültigen Entscheidung über ihr Schicksal durchringen. Durch Vermittlung Leicesters kommt es zu einer direkten Begegnung der beiden Rivalinnen, die in eine offene Konfrontation ausartet: Elisabeth bezichtigt Maria des Ehebruchs und des Verrats, Maria nennt Elisabeth einen Bastard.
Maria Stuarda (1834) gehört ebenso wie Anna Bolena (1830) und Roberto Devereux (1837) zur Königinnen-Trilogie Donizettis. Schillers Trauerspiel Maria Stuart bildete die Vorlage. Donizetti geht es in seiner Fassung jedoch weniger um die Staatsintrige. Er konzentriert sich vielmehr auf die beiden außergewöhnlichen Charaktere. Mit der eskalierenden Begegnung und Konfrontation der beiden Königinnen gelingt Donizetti dabei eine der eindrucksvollsten musikalischen Szenen seines Schaffens.
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Sonntag, 13. Juni 2010
Zum letzten Mal
Benjamin Britten
Noah und die Flut
Kinderoper
Stadtkirche Darmstadt | 18 Uhr
Musikalische Leitung Bartholomew Berzonsky | Inszenierung Bettina Geyer | Bühne Corina Krisztian-Klenk | Kostüme Ricarda Marose | Choreinstudierung Christian Roß
Mit Franca Blauert, Karoline Brechtelsbauer, Charlotte Ewen, Noëmi Gmahl, Fiona Hoening, Niina Keitel, Sophie Köhler, Fabiana Locke, Tabea Renz, Marieke Wydra | Yannic Blauert, Andreas Daum, Malte Godglück,
Florian Opitz, Erik Pauls, Mathis Vondung
Die biblische Geschichte von Noah und der Sintflut ist bekannt: Gottes Stimme verkündet Noah, dass er beschlossen habe, die sündige Menschheit und alles, was lebt, zu zerstören. Nur Noah und seine Familie werden gerettet werden. Daher sollen sie ein Schiff bauen, eine Arche, auf der sie die große Flut überleben können. Getreu den Anweisungen Gottes sammelt Noah von jeder Tierart ein Paar, und alle betreten die Arche.
Noah und die Flut ist Kinder- und Kirchenoper zugleich. Deshalb bringen die Stadtkirche und das Staatstheater die Oper gemeinsam auf die „Kirchenbühne“. Und da die Aufführung vom Komponisten speziell für die Mitwirkung von Kindern konzipiert ist, werden neben erfahrenen Opernsängern vor allem viele Kinder auf der Bühne stehen und Mitglieder des Staatsorchesters mit Schülern aus dem Musikschulorchester der Akademie für Tonkunst, unserem Patenorchester, gemeinsam musizieren.
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Sonntag, 13. Juni 2010
Carl Zuckmayer
Der Hauptmann von Köpenick
Ein deutsches Märchen
Kleines Haus | 18 Uhr (ausverkauft)
Inszenierung Malte Kreutzfeltd | Bühne und Kostüme Nikolaus Porz
Mit Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Stefan Schuster, Aart Veder, Gerd K. Wölfle, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann
Der Schuster Wilhelm Voigt möchte einen Pass beantragen – und scheitert im Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie: Ohne Arbeit keine Aufenthaltsgenehmigung. Ohne Aufenthaltsgenehmigung kein Pass. Ohne Pass keine Arbeit, keine Ausreise, kein menschenwürdiges Leben. Eine ausrangierte Hauptmannsuniform und eine pfiffige Idee helfen ihm jedoch, die Ordnungstreuen und Autoritätshörigen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen…
Mit dieser „besten Komödie der Weltliteratur“ (Thomas Mann) schuf Zuckmayer zugleich ein kritisches Zeitstück, bei dem die liebenswert-tragische Figur des Wilhelm Voigt zum Sinnbild des kleinen Mannes wurde. Sein Kampf gegen die Ungerechtigkeiten der (Arbeits-)Welt hat vor dem Hintergrund heutiger Begriffe wie Mindestlohn, Kurzarbeit und 400-Euro-Jobs nichts an Brisanz verloren.
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Montag, 14. Juni 2010
Schultheatertage 2010
Zauberreise um die Welt
Theater Moller Haus | 18 Uhr
Dienstag, 15. Juni 2010
Schultheatertage 2010
Eröffnung der Schultheatertage 2010
Foyer Großes Haus | 14 Uhr
Schultheatertage 2010
Dornröschen
Kammerspiele | 16 Uhr
Schultheatertage 2010
Die kleine Meerjungfrau
Theater Moller Haus | 18 Uhr
Schultheatertage 2010
Der Drache
Kammerspiele | 20 Uhr
Mittwoch, 16. Juni 2010
Schultheatertage 2010
Die chinesische Nachtigall
Kammerspiel | 15 Uhr
Schultheatertage 2010
Honigmond
Theater Moller Haus | 18 Uhr
Schultheatertage 2010
Panoptikum
Kammerspiele | 20 Uhr
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Donnerstag, 17. Juni 2010
2. Jugendkonzert
Peer Gynt – ein Träumer und Spinner
Großes Haus | 11 Uhr
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Donnerstag, 17. Juni 2010
Zum letzten Mal
Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee
Ballettabend von Stephan Thoss | Musik von Peter I. Tschaikowsky
Großes Haus | 19.30 Uhr
Choreografie Stephan Thoss | Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Bühne und Kostüme Tina Kitzing
Mit dem Ballett des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und dem Staatsorchester Darmstadt
Das Ballett der Ballette in der mitreißenden Neufassung von Stephan Thoss, der die leidenschaftliche vieraktige Musik von Tschaikowsky als Grundlage der Handlung nimmt. Die junge Odette verliebt sich in den charismatischen Rotbart. Doch sie erkennt zu spät seine Unfähigkeit, ihre Gefühle zu erwidern; er scheint zur Liebe nicht fähig. Von seiner Kühle tief verletzt, zieht sie sich weit in sich zurück, verwandelt sich symbolisch in ein Wesen, das erneuten Verletzungen durch andere Menschen entzogen ist – einen Schwan. Diese Existenz reiner Unschuld und Unberührbarkeit ist aber Schutz und Fluch zugleich. Denn zwischen Mitternacht und Morgen – auch in Tschaikowskys Vorlage der Zeitraum, in dem Odette die menschliche Gestalt wiedererlangt – nimmt die Tragödie ihren weiteren Verlauf.
Gastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
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Donnerstag, 17. Juni 2010
Schultheatertage 2010
Auf dem Weg
Kammerspiele | 15 Uhr (Restkarten)
Schultheatertage 2010
Zickenkrieg
Theater Moller Haus | 18 Uhr
Schultheatertage 2010
A visit in the house of horror
Kammerspiele | 20 Uhr
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Freitag, 18. Juni 2010
Joseph Stein, Sheldon Harnick und Jerry Bock
Anatevka
Musical
Großes Haus | 19.30 Uhr (Restkarten)
Musikalische Leitung Bartholomew Berzonsky | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreografie Anthoula Papadakis Choreinstudierung André Weiss
Mit Isabel Aguilera, Franka Eiche, Gabriela Fliegel, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Lucia Hofmann, Margaret Rose Koenn, 0lga Lavrentieva, Monika Mayer, Susanne Serfling, Stephanie Theiß, Anja Vincken | Lee Bamford, Alin Codreanu-Ariesanu, Radoslav Damianov, Simone Deriu, Sven Ehrke, Malte Godglück, Peter de Grasse, Wout Geers, Daniel Gillard, Georg Heckel, Monte Jaffe, LawrenceJordan, Bernd Kaiser, László Kocsis, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Celedonio Indalecio Moreno Fuentes, David Pichl-maier, Christopher Ryan, Tom Schmidt, Stefan Steinbauer
In dem kleinen, hauptsächlich von Juden bewohnten Dorf Anatevka in der Ukraine haben sich die Bewohner auf ein Leben im Alt-hergebrachten eingerichtet. Doch der Geist der Veränderung hält irgendwann auch im entlegensten Winkel Einzug, das muss der Milchmann Tewje am eigenen Leibe erfahren. Seine drei ältesten Töchter widersetzen sich den Verheiratungsabsichten der Eltern. Außerdem hat es mittlerweile im Lande zu rumoren begonnen, und die Juden bekommen die Erstickung der revolutionären Umtriebe besonders hart zu spüren. Tewje muss Anatevka mit seiner Familie in Richtung einer unsicheren Zukunft verlassen, doch in seinem unerschütterlichen Gottvertrauen fügt er sich auch in dieses schwere Schicksal.
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Freitag, 18. Juni 2010
Premiere
Bertolt Brecht
Die heilige Johanna der Schlachthöfe
Schauspiel
Kleines Haus | 19.30 Uhr
Inszenierung Hermann Schein | Bühne und Kostüme Stefan Heyne | Musikalische Leitung Michael Erhard
Mit Anne Hoffmann, Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, Andreas Manz, Hubert Schlemmer, Harald Schneider, István Vincze, Tom Wild, Gerd K. Wölfle, Klaus Ziemann
Johanna Dark, eine tapfere Heilsarmeesoldatin, setzt sich für die Arbeitslosen vor den Fleischfabriken Chicagos ein. Ihr Gegenspieler, Fleischkönig Pierpont Mauler, manipuliert Börse und Markt und herrscht damit über Lohn und Beschäftigung. Bei ihren Versuchen, ihn zu gerechterem Handeln zu bekehren, merkt Johanna nicht, wie sie den Arbeitern damit nur mehr und mehr schadet. Bankenpleite, Währungsverfall und Überproduktionskrise – Bertolt Brecht schrieb vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise 1929 ein Stück, wie es aktueller nicht sein kann. Die Geschichte um die einsame Kämpferin Johanna entlehnte Brecht Schillers Tragödie Die Jungfrau von Orleans. Er beschrieb damit seine Sicht eines übermächtigen Kapitalismus, der die sozialen Widersprüche in der Gesellschaft krass verstärkt.
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Freitag, 18. Juni 2010
Schultheatertage 2010
An der Arche um Acht
Kammerspiele | 15 Uhr
Schultheatertage 2010
Jagd auf die magische Kuh
Theater Moller Haus | 18 Uhr
Schultheatertage 2010
Cast out
Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft, evt. Karten an der Abendkasse)
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Samstag, 19. Juni 2010
Zum letzten Mal
Giuseppe Verdi
Aida
Oper in vier Akten | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30
Musikalische Leitung Constantin Trinks | Spielleitung Alfonso Romero Mora | Nach einer Inszenierung von
Michael Heinicke | Bühne und Kostüme Peter Sykora | Choreinstudierung André Weiss
Mit Yanyu Guo, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar | Andreas Daum, Sven Ehrke, Bastiaan Everink, John In Eichen, Thomas Mehnert, Zurab Zurabishvili, Oliver Zwarg
Im schon lange währenden Krieg zwischen Ägypten und Äthiopien wird der junge Feldherr Radames zum Heerführer der Ägypter ernannt. Im Falle des Sieges winken ihm nicht nur Ruhm und Thronfolge, sondern auch die Hand der Königstochter Amneris. Radames hingegen liebt die Sklavin Aida, die noch dazu die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro ist. Angetrieben von ihrem Vater, verleitet sie Radames dazu, den geheimen Aufmarschplan der Ägypter preiszugeben. Er wird für diesen Hochverrat zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe eingemauert. Erst nachdem sein Verlies sich geschlossen hat, bemerkt er Aida, die sich heimlich in das nämliche Gewölbe geschlichen hat, um wenigstens im Tode mit dem Geliebten vereint zu sein.
Giuseppe Verdi schrieb mit Aida seine wohl populärste Oper. Monumentale Chorszenen – beispielsweise der berühmte Triumphmarsch – prägen den Charakter dieser Oper ebenso wie die anrührenden Szenen einer gleichermaßen dramatischen wie intimen Liebestragödie.
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Samstag, 19. Juni 2010
Arthur Miller
Alle meine Söhne
Drama
Kleines Haus | 19.30 Uhr
Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch
Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann
All my Sons brachte Arthur Miller (1919-2005) 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker. Seine späteren Stücke, allen voran Tod eines Handlungsreisenden, wurden zu Welterfolgen.
Jeder ist sich selbst der nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne, für die er sich einst hocharbeitete – um jeden Preis: Für den Traum von der eigenen Firma hatte er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und danach die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während dieser nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Doch als sich Sohn Chris in Ann, – Tochter des inhaftierten Sündenbocks – verliebt, beginnt die Vergangenheit Keller einzuholen. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral bricht los und demontiert gnadenlos den American Dream…
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Samstag, 19. Juni 2010
BarFestspiele
Das kunstseidene Mädchen
Nach einem Roman von Irmgard Keun
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)
Leitung Romy Schmidt | Musik Michael Erhard
Mit Diana Wolf
Sekretärin Doris hat die Nase voll von ihrem zudringlichen Chef und dem Leben mit der Schreibmaschine. Sie will ein Star werden, will nach Berlin. Dort stürzt sie sich in das pulsierende Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés. Ihre Affären mit Männern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten…
Irmgard Keun hatte mit ihrem Roman Das kunstseidene Mädchen 1932 großen Erfolg – ihr gelang das zeitgenössische Bild der modernen Frau, selbstbewusst und frech, das von dem heutiger junger Soap-Protagonistinnen nicht weit entfernt ist.
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Sonntag, 20. Juni 2010
3. Kinderkonzert
Peter und der Wolf
Großes Haus | 11 (wenige Restkarten) und 16 Uhr (Restkarten)
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Sonntag, 20. Juni 2010
Neue Darmstädter Gespräche
Das Unbehagen an der Politik
Kleines Haus | 11 Uhr
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Sonntag, 20. Juni 2010
Ein Engel Leonore
Ballett von Jochen Ulrich | Nach der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven |
In der Fassung für Klavier zu vier Händen von Alexander Zemlinsky
Kleines Haus | 18 Uhr
Inszenierung und Choreografie Jochen Ulrich | Bühne Alexandra Pitz | Kostüme Bjanka Ursulov
Mit Joachim Enders, Bernhard Kießig und dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt
Leonore, verkleidet als Gefängniswärter Fidelio, bewahrt ihren zu Unrecht inhaftierten Gatten Florestan vor dem Tod in einem Staatsgefängnis, indem sie für ihn ihr Leben aufs Spiel setzt. Die Geschichte endet mit einer humanistischen Vision der Befreiung der Menschheit vor aller Ungerechtigkeit auf Erden.
In Anlehnung an Beethovens Befreiungsoper Fidelio zeigt Choreograf Jochen Ulrich in seinem Ballett Ein Engel Leonore die Wirkungsmächtigkeit einer Frau als rettender Engel und erzählt von der unerschöpflichen Sehnsucht nach Freiheit und Glück, die angesichts politischer Willkür und Unterdrückung noch verstärkt wird. Joachim Enders und Bernhard Kießig spielen dazu vierhändig die Klavierfassung der beethovschen Opernpartitur von Alexander Zemlinsky.
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Sonntag, 20. Juni 2010
Jaan Tätte
Bungee Jumping oder Die Geschichte vom Goldenen Fisch
Schauspiel
Kammerspiele | 20 Uhr
Inszenierung Romy Schmidt | Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann
Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, István Vincze
Laura und Roland verirren sich auf dem Weg zu einer Party im Wald und stoßen auf den kauzigen Osvald. Der vereinsamte Angler macht dem Paar ein so makaberes wie fatales Angebot: eine Milliarde Dollar für Lauras Liebe!
Geld oder Liebe? Abgründe öffnen sich, Undenkbares wird plötzlich denkbar, die Versuchung erfasst im Wechsel alle Beteiligten. Und immer wieder wird die sittliche Haltung des Individuums auf eine harte Probe gestellt. Lässt sich etwas Unverkäufliches veräußern – und wenn ja, zu welchem Preis?
Mit dem mehrfach preisgekrönten Stück Bungee Jumping hatte der estnische Autor Jaan Tätte (geboren 1964) seinen internationalen Durchbruch. Im Kleinen Haus war von ihm bereits Elchtest zu sehen.
QUELLE & weitere INFOS : www.staatstheater-darmstadt.de






