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Die 24./25. KW im STAATSTHEATER DARMSTADT

Veröffentlicht von Susannah V. Vergau am 17. Juni 2010. unter Alle Artikel, Ballett, Bühne, Konzerte, Musicals, Musikevents, Oper, Shows, Theater  Tags: Konzert, Programm, Schauspiel, Spielplan, Staatstheater Darmstadt, Theater, Vorschau  

staatstheater darmstadt small

Freitag, 18. Juni 2010

Joseph Stein, Sheldon Harnick und Jerry Bock
Anatevka
Musical
Großes Haus | 19.30 Uhr (wenige Restkarten)

Musikalische Leitung Bartholomew Berzonsky | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes | Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreografie Anthoula Papadakis Choreinstudierung André Weiss

Mit Isabel Aguilera, Franka Eiche, Gabriela Fliegel, Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Lucia Hofmann, Margaret Rose Koenn, 0lga Lavrentieva, Monika Mayer, Susanne Serfling, Stephanie Theiß, Anja Vincken | Lee Bamford, Alin Codreanu-Ariesanu, Radoslav Damianov, Simone Deriu, Sven Ehrke, Malte Godglück, Peter de Grasse, Wout Geers, Daniel Gillard, Georg Heckel, Monte Jaffe, LawrenceJordan, Bernd Kaiser, László Kocsis, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Celedonio Indalecio Moreno Fuentes, David Pichlmaier, Christopher Ryan, Tom Schmidt, Stefan Steinbauer

In dem kleinen, hauptsächlich von Juden bewohnten Dorf Anatevka in der Ukraine haben sich die Bewohner auf ein Leben im Alt-hergebrachten eingerichtet. Doch der Geist der Veränderung hält irgendwann auch im entlegensten Winkel Einzug, das muss der Milchmann Tewje am eigenen Leibe erfahren. Seine drei ältesten Töchter widersetzen sich den Verheiratungsabsichten der Eltern. Außerdem hat es mittlerweile im Lande zu rumoren begonnen, und die Juden bekommen die Erstickung der revolutionären Umtriebe besonders hart zu spüren. Tewje muss Anatevka mit seiner Familie in Richtung einer unsicheren Zukunft verlassen, doch in seinem unerschütterlichen Gottvertrauen fügt er sich auch in dieses schwere Schicksal.

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Freitag, 18. Juni 2010

Premiere
Bertolt Brecht
Die heilige Johanna der Schlachthöfe
Schauspiel
Kleines Haus | 19.30 Uhr
Inszenierung Hermann Schein | Bühne und Kostüme Stefan Heyne | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit Anne Hoffmann, Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, Andreas Manz, Hubert Schlemmer, Harald Schneider, István Vincze, Tom Wild, Gerd K. Wölfle, Klaus Ziemann

Johanna Dark, eine tapfere Heilsarmeesoldatin, setzt sich für die Arbeitslosen vor den Fleischfabriken Chicagos ein. Ihr Gegenspieler, Fleischkönig Pierpont Mauler, manipuliert Börse und Markt und herrscht damit über Lohn und Beschäftigung. Bei ihren Versuchen, ihn zu gerechterem Handeln zu bekehren, merkt Johanna nicht, wie sie den Arbeitern damit nur mehr und mehr schadet. Bankenpleite, Währungsverfall und Überproduktionskrise – Bertolt Brecht schrieb vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise 1929 ein Stück, wie es aktueller nicht sein kann. Die Geschichte um die einsame Kämpferin Johanna entlehnte Brecht Schillers Tragödie Die Jungfrau von Orleans. Er beschrieb damit seine Sicht eines übermächtigen Kapitalismus, der die sozialen Widersprüche in der Gesellschaft krass verstärkt.

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Freitag, 18. Juni 2010

Schultheatertage 2010
An der Arche um Acht
Kammerspiele | 15 Uhr

Schultheatertage 2010
Jagd auf die magische Kuh
Theater Moller Haus | 18 Uhr
Schultheatertage 2010
Cast out
Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft, evt. Karten an der Abendkasse)

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Samstag, 19. Juni 2010

Zum letzten Mal
Giuseppe Verdi
Aida
Oper in vier Akten | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Spielleitung Alfonso Romero Mora | Nach einer Inszenierung von
Michael Heinicke | Bühne und Kostüme Peter Sykora | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yanyu Guo, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar | Andreas Daum, Sven Ehrke, Bastiaan Everink, John In Eichen, Thomas Mehnert, Zurab Zurabishvili, Oliver Zwarg

Im schon lange währenden Krieg zwischen Ägypten und Äthiopien wird der junge Feldherr Radames zum Heerführer der Ägypter ernannt. Im Falle des Sieges winken ihm nicht nur Ruhm und Thronfolge, sondern auch die Hand der Königstochter Amneris. Radames hingegen liebt die Sklavin Aida, die noch dazu die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro ist. Angetrieben von ihrem Vater, verleitet sie Radames dazu, den geheimen Aufmarschplan der Ägypter preiszugeben. Er wird für diesen Hochverrat zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe eingemauert. Erst nachdem sein Verlies sich geschlossen hat, bemerkt er Aida, die sich heimlich in das nämliche Gewölbe geschlichen hat, um wenigstens im Tode mit dem Geliebten vereint zu sein.
Giuseppe Verdi schrieb mit Aida seine wohl populärste Oper. Monumentale Chorszenen – beispielsweise der berühmte Triumphmarsch – prägen den Charakter dieser Oper ebenso wie die anrührenden Szenen einer gleichermaßen dramatischen wie intimen Liebestragödie.

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Samstag, 19. Juni 2010

Arthur Miller
Alle meine Söhne
Drama
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann

All my Sons brachte Arthur Miller (1919-2005) 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker. Seine späteren Stücke, allen voran Tod eines Handlungsreisenden, wurden zu Welterfolgen.
Jeder ist sich selbst der nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne, für die er sich einst hocharbeitete – um jeden Preis: Für den Traum von der eigenen Firma hatte er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und danach die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während dieser nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Doch als sich Sohn Chris in Ann, – Tochter des inhaftierten Sündenbocks – verliebt, beginnt die Vergangenheit Keller einzuholen. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral bricht los und demontiert gnadenlos den American Dream…

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Samstag, 19. Juni 2010

BarFestspiele
Das kunstseidene Mädchen
Nach einem Roman von Irmgard Keun
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Leitung Romy Schmidt | Musik Michael Erhard

Mit Diana Wolf

Sekretärin Doris hat die Nase voll von ihrem zudringlichen Chef und dem Leben mit der Schreibmaschine. Sie will ein Star werden, will nach Berlin. Dort stürzt sie sich in das pulsierende Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés. Ihre Affären mit Männern aus besseren Kreisen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten…
Irmgard Keun hatte mit ihrem Roman Das kunstseidene Mädchen 1932 großen Erfolg – ihr gelang das zeitgenössische Bild der modernen Frau, selbstbewusst und frech, das von dem heutiger junger Soap-Protagonistinnen nicht weit entfernt ist.

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Sonntag, 20. Juni 2010

3. Kinderkonzert
Peter und der Wolf
Großes Haus | 11 (wenige Restkarten) und 16 Uhr (Restkarten)

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Sonntag, 20. Juni 2010

Neue Darmstädter Gespräche
Das Unbehagen an der Politik
Kleines Haus | 11 Uhr

Sonntag, 20. Juni 2010

Ein Engel Leonore
Ballett von Jochen Ulrich | Nach der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven |
In der Fassung für Klavier zu vier Händen von Alexander Zemlinsky
Kleines Haus | 18 Uhr

Inszenierung und Choreografie Jochen Ulrich | Bühne Alexandra Pitz | Kostüme Bjanka Ursulov

Mit Joachim Enders, Bernhard Kießig und dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

Leonore, verkleidet als Gefängniswärter Fidelio, bewahrt ihren zu Unrecht inhaftierten Gatten Florestan vor dem Tod in einem Staatsgefängnis, indem sie für ihn ihr Leben aufs Spiel setzt. Die Geschichte endet mit einer humanistischen Vision der Befreiung der Menschheit vor aller Ungerechtigkeit auf Erden.
In Anlehnung an Beethovens Befreiungsoper Fidelio zeigt Choreograf Jochen Ulrich in seinem Ballett Ein Engel Leonore die Wirkungsmächtigkeit einer Frau als rettender Engel und erzählt von der unerschöpflichen Sehnsucht nach Freiheit und Glück, die angesichts politischer Willkür und Unterdrückung noch verstärkt wird. Joachim Enders und Bernhard Kießig spielen dazu vierhändig die Klavierfassung der beethovschen Opernpartitur von Alexander Zemlinsky.

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Sonntag, 20. Juni 2010

Jaan Tätte
Bungee Jumping oder Die Geschichte vom Goldenen Fisch
Schauspiel
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt | Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, István Vincze

Laura und Roland verirren sich auf dem Weg zu einer Party im Wald und stoßen auf den kauzigen Osvald. Der vereinsamte Angler macht dem Paar ein so makaberes wie fatales Angebot: eine Milliarde Dollar für Lauras Liebe!
Geld oder Liebe? Abgründe öffnen sich, Undenkbares wird plötzlich denkbar, die Versuchung erfasst im Wechsel alle Beteiligten. Und immer wieder wird die sittliche Haltung des Individuums auf eine harte Probe gestellt. Lässt sich etwas Unverkäufliches veräußern – und wenn ja, zu welchem Preis?
Mit dem mehrfach preisgekrönten Stück Bungee Jumping hatte der estnische Autor Jaan Tätte (geboren 1964) seinen internationalen Durchbruch. Im Kleinen Haus war von ihm bereits Elchtest zu sehen.

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Montag, 21. Juni 2010

Aus John Dews Plattenschrank
Lauritz Melchior – König der Heldentenöre
Foyer Großes Haus | 20 Uhr

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Montag, 21. Juni 2010

Theaterführung
18 Uhr | Treffpunkt Künstlereingang Hügelstraße (ausverkauft)
Reservierung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt

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Dienstag, 22. Juni 2010

Carlo Goldoni
Der Impresario von Smyrna
Komödie
Kleines Haus | 19.30 Uhr (Restkarten)

Inszenierung Peter Hailer | Bühne und Kostüme Martin Fischer

Mit Karin Klein, Christina Kühnreich, Iris Melamed | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Harald Schneider, Tom Wild, Gerd K. Wölfle

Ein mittelloses Starensemble probt an seinem Durchbruch. Was den Venezianern noch fehlt, ist ein Sponsor. Der Zufall will es, dass ein neureicher Impresario aus dem fernen Orient gerade eine neue Oper in Smyrna gründen will und Darsteller sucht. Doch Bescheidenheit, Demut und Gerechtigkeit ist die Sache der Komödianten nicht. Eifersucht, Eitelkeit und andere Unzulänglichkeiten sorgen für eine explosive Mischung aus Liebe, Intrige und die Offenbarung nicht immer schöner Wahrheiten. Ein Stück über Menschen am Theater zwar, jedoch wird in deren Schrullen, Schwächen und liebenswerten Boshaftigkeiten jeder ein wenig von sich selbst wiedererkennen. Soll das Theater nicht der Spiegel der Welt sein?
Carlo Goldoni (1707-1793) gilt als Großmeister der italienischen Komödie.

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Mittwoch, 23. Juni 2010

Ingrid Lausund
Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner
Komödie
Kammerspiele | 20 Uhr
Regie Jens Poth | Bühne und Kostüme Jens Poth, Romy Schmidt

Mit Gabriele Drechsel, Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Heinz Kloss, Stefan Schuster

Das Ziel: Eine Schule für Guinea Bissau! Aber wenn fünf Schauspieler für eine anstehende Benefizveranstaltung proben, prallen nicht nur fünf völlig unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander, sondern auch die Stereotypen. Spätestens nach der Frage, wie „schwarz“ denn „schwarz genug“ ist, um „afrikanisch“ auszusehen, entspinnt sich zwischen Gutgemeintem und Schlechtgeprobtem ein absurder Eiertanz um die so genannte political correctness.
Vergnüglich, polemisch, scharfsinnig: Der Humor von Ingrid Lausund ist herrlich demaskierend. Intelligent fragt die in der zeitgenössischen Independent- und Improvisationstheaterszene hoch geschätzte Dramatikerin und Regisseurin nach der Wahrhaftigkeit solcher Spendenveranstaltungen und stellt dabei die eigenen eingefahrenen Denkweisen bloß.

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Donnerstag, 24. Juni 2010

Richard Strauss
Der Rosenkavalier
Komödie für Musik
Großes Haus | 19 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Inszenierung Peter Lund | Bühne und Kostüme Claudia Doderer |
Choreinstudierung André Weiss

Mit Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar, Carine Séchaye, Susanne Serfling | Markus Durst, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Albert Pesendorfer

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermutiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs, vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano; Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen, trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat. Einmal erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.

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Donnerstag, 24. Juni 2010

10. Kammerkonzert
Ein Abend mit Bolero, Danzón und Tango sowie Werken von Enric Granados, Astor Piazzolla, Kurt Weill u.a.
Kleines Haus | 20 Uhr (Restkarten)

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Donnerstag, 24. Juni 2010

Zum letzten Mal
George Tabori
Mein Kampf
Farce
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Diana Wolf | Harald Schneider,Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

In Frau Merschmeyers Männerheim in Wien kommt um 1910 ein von der Kunstakademie abgewiesener, unscheinbarer Jüngling aus Braunau am Inn an: Adolf Hitler. Hier trifft er auf die beiden liebenswert skurrilen Juden Herzl und Lobkowitz. Der Bibelverkäufer Herzl möchte seine Memoiren schreiben: Mein Leben. Schlechter Titel, findet Freund Lobkowitz und schlägt Mein Kampf vor. Der arbeitslose Koch hält sich für Gott und vollbringt tatsächlich eine sehr besondere Schöpfung: Gemeinsam werden sie zu Hitlers Ziehvätern und nehmen sich liebevoll schützend seiner an. Von seinem Welt- und Menschenbild, über den Rat in die Politik zu gehen bis zum später berühmten Hitler-Bärtchen: Alles, was den perspektivlosen Provinzler zu einer der bekanntesten und monströsesten Gestalten des 20. Jahrhunderts machen wird, verdankt er zwei Juden – jedenfalls in der Version von George Tabori.
Mit höchst jüdischem, bisweilen bitterbösen Humor löst Tabori klare Feindbilder auf und stellt spielerisch Stereotypen in Frage.

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Freitag, 25. Juni 2010

Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
Oper in zwei Aufzügen
Großes Haus | 19.30 Uhr (Restkarten)

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Bettina Geyer | Bühne und Kostüme Walter Schütze |
Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Susanne Serfling, Anja Vincken| Mark Adler, Markus Durst, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, Werner Volker Meyer, David Pichlmaier, Hans-Joachim Porcher, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Mozart und sein Librettist Schikaneder erzählen eine Geschichte von Verlusten, Täuschungen und Prüfungen, die lustvoll mit ihren eigenen Widersprüchen umgeht und sich trotz geradezu gewerbsmäßiger Verniedlichung während der letzten 200 Jahre eine wohltuende Kraft und Ursprünglichkeit bewahrt hat. In Handlung und Musik der Zauberflöte werden die unterschiedlichsten Figuren und Stile vereint und dabei auf verblüffende Weise zu einem Ganzen verschmolzen. Trotz aller gelehrten Anspielungen ist das Werk in erster Linie ein Unterhaltungsstück – eine Märchen- und Zauberoper, tief in der Tradition des österreichischen Volkstheaters verwurzelt. Sie ist gleichermaßen eine Oper für den Kopf wie für den Bauch.

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Freitag, 25. Juni 2010

Nachtfoyer: Junge, komm bald wieder
Lieder zwischen Heim- und Fernweh mit dem Schauspielensemble
Foyer Großes Haus | 23 Uhr

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Freitag, 25. Juni 2010

Arthur Miller
Alle meine Söhne
Drama
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Gabriele Drechsel, Christina Kühnreich, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Stefan Schuster, Tom Wild, Klaus Ziemann

All my Sons brachte Arthur Miller (1919-2005) 1947 seinen Durchbruch als Dramatiker. Seine späteren Stücke, allen voran Tod eines Handlungsreisenden, wurden zu Welterfolgen.
Jeder ist sich selbst der nächste – erst recht in Geldfragen. Fabrikbesitzer Joe Keller denkt dabei auch an seine Söhne, für die er sich einst hocharbeitete – um jeden Preis: Für den Traum von der eigenen Firma hatte er während des Krieges defektes Material an die Luftwaffe geliefert und danach die Schuld auf seinen Geschäftspartner abgewälzt. Während dieser nun im Gefängnis sitzt, hat Keller sich mit seiner Familie ein komfortables Leben eingerichtet – nur die Tatsache, dass Sohn Larry bisher noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist, trübt die bürgerliche Idylle. Doch als sich Sohn Chris in Ann, – Tochter des inhaftierten Sündenbocks – verliebt, beginnt die Vergangenheit Keller einzuholen. Der unausweichliche Konflikt zwischen Schuld, Verantwortung, Geld und Moral bricht los und demontiert gnadenlos den American Dream…

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Freitag, 25. Juni 2010

Edward Bond
Männergesellschaft
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Sibylle Broll-Pape | Bühne und Kostüme Trixy Royeck

Mit Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Harald Schneider, István Vincze, Uwe Zerwer

Geschickt hat Oldfield senior die feindliche Übernahme seiner Waffenfirma durch den Industriellen Hammond abgewendet. Nun hält er 80% der Anteile somit könnte sich Firmenerbe und Adoptivsohn Leonard entspannt zurücklehnen. Hätte diesen nur nicht der Ehrgeiz gepackt! Als er die Möglichkeit zum bislang verweigerten beruflichen Aufstieg sieht, paktiert er kurzerhand heimlich mit den Konkurrenten. Beim Pokern um Ämter und dem Schmieden von Allianzen ist jedem jedes Mittel recht. So steht im undurchsichtigen Netz der Hierarchien, Interessen und Intrigen bald die eigene Integrität zum Verkauf. Doch Habgier ist eine Todsünde. Und in der Tat werden nicht alle Mitglieder dieser Männergesellschaft ihren Egoismus überleben…
In Männergesellschaft beschreibt Edward Bond parabelartig und auf spannende Weise eine Familiengeschichte, in der menschliche Beziehungen zu Vertragsgeschäften werden. „Ich glaube, dass es keinen guten Stückeschreiber gibt, der an moralischen Fragen unbeteiligt bleiben kann“ resümiert der Brite, der die internationale Theaterlandschaft seit über 40 Jahren mit seinen vielfältigen, aber immer zeitkritischen Werken versorgt.

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Samstag, 26. Juni 2010

Zum letztem Mal
Gaetano Donizetti
Maria Stuarda
Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung Alfonso Romero Mora | Bühne Dirk Hofacker | Kostüme Gabriela Salaverri | Choreinstudierung André Weiss
Mit Katrin Gerstenberger, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Stephanie Theiß | John In Eichen, Oleksandr Prytolyuk

Elisabeth I., Königin von England, und Maria Stuart, Königin von Schottland, sind Rivalinnen, nicht nur um den Thron, sondern auch in der Liebe. Beide lieben den Grafen Leicester. Elisabeth hält ihre Kontrahentin Maria schon seit Jahren gefangen, kann sich jedoch nicht zu einer endgültigen Entscheidung über ihr Schicksal durchringen. Durch Vermittlung Leicesters kommt es zu einer direkten Begegnung der beiden Rivalinnen, die in eine offene Konfrontation ausartet: Elisabeth bezichtigt Maria des Ehebruchs und des Verrats, Maria nennt Elisabeth einen Bastard.
Maria Stuarda (1834) gehört ebenso wie Anna Bolena (1830) und Roberto Devereux (1837) zur Königinnen-Trilogie Donizettis. Schillers Trauerspiel Maria Stuart bildete die Vorlage. Donizetti geht es in seiner Fassung jedoch weniger um die Staatsintrige. Er konzentriert sich vielmehr auf die beiden außergewöhnlichen Charaktere. Mit der eskalierenden Begegnung und Konfrontation der beiden Königinnen gelingt Donizetti dabei eine der eindrucksvollsten musikalischen Szenen seines Schaffens.

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Samstag, 26. Juni 2010

Carlo Goldoni
Der Impresario von Smyrna
Komödie
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Peter Hailer | Bühne und Kostüme Martin Fischer

Mit Karin Klein, Christina Kühnreich, Iris Melamed | Hans Matthias Fuchs, Heinz Kloss, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Harald Schneider, Tom Wild, Gerd K. Wölfle

Ein mittelloses Starensemble probt an seinem Durchbruch. Was den Venezianern noch fehlt, ist ein Sponsor. Der Zufall will es, dass ein neureicher Impresario aus dem fernen Orient gerade eine neue Oper in Smyrna gründen will und Darsteller sucht. Doch Bescheidenheit, Demut und Gerechtigkeit ist die Sache der Komödianten nicht. Eifersucht, Eitelkeit und andere Unzulänglichkeiten sorgen für eine explosive Mischung aus Liebe, Intrige und die Offenbarung nicht immer schöner Wahrheiten. Ein Stück über Menschen am Theater zwar, jedoch wird in deren Schrullen, Schwächen und liebenswerten Boshaftigkeiten jeder ein wenig von sich selbst wiedererkennen. Soll das Theater nicht der Spiegel der Welt sein?
Carlo Goldoni (1707-1793) gilt als Großmeister der italienischen Komödie.

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Samstag, 26. Juni 2010

Zum letzten Mal
Jaan Tätte
Bungee Jumping oder Die Geschichte vom Goldenen Fisch
Schauspiel
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt | Bühne und Kostüme Mechthild Seidemann

Mit Anne Hoffmann, Maika Troscheit | Matthias Kleinert, István Vincze

Laura und Roland verirren sich auf dem Weg zu einer Party im Wald und stoßen auf den kauzigen Osvald. Der vereinsamte Angler macht dem Paar ein so makaberes wie fatales Angebot: eine Milliarde Dollar für Lauras Liebe!
Geld oder Liebe? Abgründe öffnen sich, Undenkbares wird plötzlich denkbar, die Versuchung erfasst im Wechsel alle Beteiligten. Und immer wieder wird die sittliche Haltung des Individuums auf eine harte Probe gestellt. Lässt sich etwas Unverkäufliches veräußern – und wenn ja, zu welchem Preis?
Mit dem mehrfach preisgekrönten Stück Bungee Jumping hatte der estnische Autor Jaan Tätte (geboren 1964) seinen internationalen Durchbruch. Im Kleinen Haus war von ihm bereits Elchtest zu sehen.

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Samstag, 26. Juni 2010

Läd naid sürpries
Saisonabschluss
Bar der Kammerspiele | 23 Uhr

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Sonntag, 27. Juni 2010

8. Sinfoniekonzert
Werke von Schumann und Mahler
Großes Haus | 11 Uhr (wenige Restkarten)

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Sonntag, 27. Juni 2010

Zum letzten Mal
Ein Engel Leonore
Ballett von Jochen Ulrich | Nach der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven |
In der Fassung für Klavier zu vier Händen von Alexander Zemlinsky
Kleines Haus | 18 Uhr

Inszenierung und Choreografie Jochen Ulrich | Bühne Alexandra Pitz | Kostüme Bjanka Ursulov

Mit Joachim Enders, Bernhard Kießig und dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

Leonore, verkleidet als Gefängniswärter Fidelio, bewahrt ihren zu Unrecht inhaftierten Gatten Florestan vor dem Tod in einem Staatsgefängnis, indem sie für ihn ihr Leben aufs Spiel setzt. Die Geschichte endet mit einer humanistischen Vision der Befreiung der Menschheit vor aller Ungerechtigkeit auf Erden.
In Anlehnung an Beethovens Befreiungsoper Fidelio zeigt Choreograf Jochen Ulrich in seinem Ballett Ein Engel Leonore die Wirkungsmächtigkeit einer Frau als rettender Engel und erzählt von der unerschöpflichen Sehnsucht nach Freiheit und Glück, die angesichts politischer Willkür und Unterdrückung noch verstärkt wird. Joachim Enders und Bernhard Kießig spielen dazu vierhändig die Klavierfassung der beethovschen Opernpartitur von Alexander Zemlinsky.

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Sonntag, 27. Juni 2010

David Spencer
Raum (Space)
Schauspiel | Deutsche Erstaufführung
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

Mit Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Stefan Schuster

Space, Raum, das ist nicht nur der Weltraum mit den weit entfernten Galaxien und den unzähligen Sternen, zu denen man sich hinträumen kann und von denen Dean dem kleinen Kenny jeden Abend vorm Einschlafen erzählt. Damit ist auch die beengte Wohnung gemeint, in der Kenny mit seiner Mutter Pam und jetzt eben auch Dean wohnt.
Raum (Space) ist eine Geschichte um die Frage, wie viel Platz man um sich herum braucht, für die eigenen Pläne und Träume, und wie viel man davon teilen kann. Dean und Pam meistern ihr Leben zwischen Erwachsen-Werden und familiärer Verantwortung. David Spencer legt auf anrührende Art den Fokus auf die Psychologie der Figuren und beschreibt meisterhaft den täglichen Kampf zwischen deren Ängsten und Sehnsüchten.

QUELLE & weitere INFOS : www.staatstheater-darmstadt.de

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